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 Betreff des Beitrags: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 14:03 
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Hallo PosseTom, Willkommen!

Ich fang jetzt mal das Thema an, falls Du Dich noch nicht drübertraust ...
Die Verwendung von Öl als Kühlmittel ist bei leichteren Frostschäden gebräuchlich. Man verhindert dadurch, das Wasser zum Motoröl kommt ... :ideadev:
Die Schraube zum Entlüften befindet sich etwas links oberhalb vom Hebel vom Dekompressor/Absteller, wo der Seitendeckel des Motors verschraubt ist. Sie ist dorthin von der Einspritzpunpe hinausgeführt. Wenn dort Diesel kommt, den Einspritzpunkt suchen und die Schwungscheibe dort ein paar mal um ein Viertel hin- und herdrehen. Dann muß ein Einspritzgeräusch zu hören sein.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 14:05 
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Mein Nachbar hat so einen alten Jenbacher am Waldesrand herumliegen, leider nicht komplett sonst würde er schon mir gehören ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 14:12 
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Hallo matthias31

Einen Traktormotor (Auspuff seitlich) oder einen Stationärmotor (Auspuff nach oben)? Vor allem vom Traktormotor würde ich einen Kopf mit Auspuff suchen, aber auch generell wären Teile wie EP gefragt ...

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 14:14 
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Hallo Fadinger, ich glaube eher ein Stationärmotor aber der Kopf fehlt leider soweit ich gesehen habe...

lg Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Donnerstag 11. März 2010, 22:19 
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Hallo Fadinger! (Fritz?),

vielen Dank für die EInladung hierher!
Ich hatte dir auch auf deine Email geantwortet, aber die kam nicht an.

Vielleicht beschreib ich zunächst auch nochmal für die anderen, worum es geht:

Also, habe hier einen Jenbach Schlepper mit dem JW15-Motor, der mind. 3 Jahre stand, und den ich nun aber zum Laufen bringen möchte. Nur mit Zündfix und Kurbeln bringe ich ihn allerdings nicht ans Laufen.

Zum Öl als Kühlmittel:
Habe mich hier geirrt. Ich ging davon aus, dass das Wasser/Kühlmittel über die Schraube am Motorblock in der Nähe des Ölfilters abgelassen wird. Das ist aber wohl die Schraube zum Ablassen des Diesels. Oder lieg ich falsch?

Das Wasser aus dem Kühltank habe ich heute über die Ablassschraube unter dem Schlepper abgelassen. Öl war da keins drin. Habe 2 schwere Eimer grünliches Wasser rausbekommen. Schätze mal, dass das ein Frostschutzmittel ist.


Werd morgen mit heißem Wasser den Tank mal ordentlich Spülen bis er sauber und warm ist. Wie sollte ich weiter vorgehen, wenn ich dann alles schon warm gemacht habe und heisses Wasser im Tank ist?
Bringt es was das Zündfix anzuzünden?

Zur Frage, ob Diesel eingespritzt wird:
Kanns am Geräusch nicht festmachen, ob Diesel geführt wird. Nach meinen unzähligen Versuchen ihn anzukurbeln (mit zig brennenden Zündfix) tropfte es aber schwarz aus dem Auspuff. Das müsste ja dann der unverbrannte Diesel mit den Rußresten vom Glühfix sein...

Werde noch paar Bilder reinstellen, wenn ich welche grad da hab, bzw. das hier geht.

Besten Dank schonmal,
Tom


Dateianhänge:
IMG_0022 klein.jpg
IMG_0022 klein.jpg [ 183.67 KiB | 8191-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 01:51 
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Hallo Tom!

Ja, die Schraube unterm Spaltfilter ist zum Ablassen der beim Umdrehen abgestreiften Späne und sonstigen Schmutzes. Bin mir jetzt allerdings nicht sicher, ob es nicht überhaupt die Ölablaßschraube ist.
Grünes Kühlwasser ist schon mal gut, weil das weist auf das Vorhandensein von Frostschutzmittel hin. Die meisten Verdampfer sind ja an einen Frostschaden gestorben, weil eben üblicherweise nur Wasser nachgefüllt wurde.
Kanst Du mir bitte ein Detailbild vom eingezeichneten Bereich machen. Ich kann nämlich die Schraube zum Entlüften des Kraftstoffsystems nicht erkennen.
Dateianhang:
JW15 klein.jpg
JW15 klein.jpg [ 35.06 KiB | 8183-mal betrachtet ]

Die Knebelschraube beim Dieselfilter ist eh 3 bis 4 Umdrehungen offen? Oft wurde dort nämlich zugedreht, damit der Traktor nicht "saftelt", wenn er länger steht.
Zündfix anzünden ist so ne Sache ...
Normalerweise ist es bei noch halbwegs Kompression nicht nötig. Zudem besteht die Gefahr, das es in der Eile rausfällt und sich in einen Ventil verklemmt. Dann kannst den Kopf runterreissen ... :(
Versuch mal Eines ohne Anzünden, läßt sich ja leicht überprüfen, ob es denn gezündet hätte, wenn es nach einen fehlgeschlagenen Startversuch wieder rausgeschraubt wird.
Ist eh ein Lindner-Traktor, was mich allerdings wundert, ist die Getriebeausführung in Blockbauweise. Diesw war üblicherweise der Allradvariante vorbehalten. Typenschild müßte von der Traktorrückseite gesehen am Kupplungsgehäuse sein.

Mail über Landwirttodcom sind zu vergessen, in meinen Fall werden die bewußt nicht weitergeleitet ... :shock:

Gruß Fritz

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 03:27 
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Hallo Fritz!

Du bist ja auch zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Hilfe unterwegs! :-) Arbeitest etwa beim ADAC?

Hier hab ich noch paar Bilder:

Dateianhang:
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IMG_0013 klein.jpg [ 118.28 KiB | 8181-mal betrachtet ]
Dateianhang:
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IMG_0012 klein.jpg [ 113.04 KiB | 8181-mal betrachtet ]


Da, wo der gelb-schwarze Schlauch hängt hab ich ca. 8 Liter rost-rote ölige Flüssigkeit abgezapft (sollte wohl Diesel sein mit Rosteinfärbung). Oder hab ich hier nen Kühlkreis abgelassen, den ich noch nicht kannte? Ein kleiner Kühler hängt ja rechts vorm Schwungrad. Oder zirkuliert der mit dem "Verdampfer-Wasser"?

Die Flügelschraube überm Ölfilter war zu. Beim kleinsten Öffnen kam aber sofort Diesel. Es ist doch nicht diese Schraube, die 3-4 Umdrehungen offen sein sollte, oder?


Beim Kurbeln auf Start hab ich es auch des öfteren ohne Anzünden des Zündfix probiert. Das Teil war dann jedesmal nass, allerdings schon von Diesel, nicht von etwaigem eingedrungenem Kühlwasser (das Ding brannte wie ne Fackel).

Nachdem ich beim Kurbeln auf Start ne ordentliche "Drehzahl" drauf hatte hat dann beim Umstellen auf "I" das Ding zwar mal kurz gepufft, sowie ich aber wieder in den Arbeitstakt gekommen bin war der Widerstand so groß, dass ich mit Kurbelkraft kaum darüber kam.


Bezüglich der Typisierung habe ich natürlich null Ahnung. Hier aber die Typenschilder für dich:
Dateianhang:
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IMG_0024 klein.jpg [ 119.36 KiB | 8181-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 03:30 
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Hier noch das 4. Bild

Dateianhang:
IMG_0025 klein.jpg
IMG_0025 klein.jpg [ 99.69 KiB | 8180-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 08:13 
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Guten Morgen Tom!

:mooorgen: ...

Der Dieselabsperrhahn ist die seitliche Knebelschraube am Filter. Die Schraube oben ist zum Abschrauben des Filters bzw. des Filterunterteils selbst. Nachdem dort aber Diesel ausgetreten ist, kann man davon ausgehen, daß die seitliche Schraube ausreichend geöffnet ist. Die Entlüftungsleitung von der Einspritzpumpe dürfte Dein Traktor nicht haben. Ist ein sehr spätes Modell. Meiner ist Bj. 52 und noch alles Rahmenbauweise. Typ ist bei mir "JW15".
PosseTom hat geschrieben:
Da, wo der gelb-schwarze Schlauch hängt hab ich ca. 8 Liter rost-rote ölige Flüssigkeit abgezapft (sollte wohl Diesel sein mit Rosteinfärbung). Oder hab ich hier nen Kühlkreis abgelassen, den ich noch nicht kannte? Ein kleiner Kühler hängt ja rechts vorm Schwungrad. Oder zirkuliert der mit dem "Verdampfer-Wasser"?
Hier hast Du vermutlich Krafstoff über den Filter abgelassen. Sollte nämlich der Hahn sein, den ich vermisse. Kühlmittel gleube ich eigentlich nicht mehr, weil an dieser Stelle kein Wassermantel dahinter ist. Und zwar ist im Motorblock seitlich vom Zylinder so eine Wulst. Unter dieser Wulst befindet sich die Einspritzpumpe. Zum Entlüften ist dort der Hahn, wo Du den Schlauch angesteckt hast. Da Du eh den Stutzen vom Kühler herunten hast, kannst Du reinschauen, welchen Wulst ich meine.
Der kleine Kühler seitlich ist beim Traktormotor zur Unterstützung. Die Wasserpumpe saugt aus dem Verdunstungsbehälter Kühlwasser an und drückt es durch den Kühler.
Beim Kurbeln auf Start darf das Zündfix eh noch nicht zünden. Erst wenn Du den Dekompressor zumachst. Das sollte halt im richtigen Zeitpunkt sein. Normal bist mit der rechten Hand an der Kurbel, mit der linken am Dekompressorhebel. Und im Arbeitstakt wenn man mit der Kurbel oben ist und genug "Zug" hat, macht man zu.
Wenn der Motor zum "Absaufen" neigt, hilft es vielleicht, nicht mit Vollgas zu starten, sondern die Drehzahl "nur" auf 1000 U/min zu stellen.
Wenn er "hustet" ist ja eh schon fast alles in Ordnung. Ich schätze mal, wenn das Timing beim Dekompressor Zumachen passt, und genug Schwung und Schmalz beim Kurbeln dahinter ist, daß die Kompression ordentlich überwunden wird, läuft er auch ...

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 08:35 
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So ein netter Traktor, der würde mir auch gut gefallen :)

Hat aber denke ich keine Hydraulik, Mähantrieb oder dergleichen?

LG
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 10:09 
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Hallo!
matthias31 hat geschrieben:
Hat aber denke ich keine Hydraulik, Mähantrieb oder dergleichen?
Dafür aber serienmäßig Seilwinde ... :supercool:
Und, es hat den Traktor, zumindest den JW 20 Allrad sehr wohl auch mit Hydraulik, Mähantrieb, elektrischer Vorglühanlage und elektrischen Starter gegeben.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 15:16 
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hab leider grad keine Zeit den ganzen thread zu lesen, aber so viel Zeit muss sein: Gratulation zu dem coolen (oder schreibt man kuhlen?) Gefährt!!!!!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 12. März 2010, 18:27 
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Hallo!

Habe jetzt von den angesprochenen Details Bilder gemacht.
Meiner hat da ja eine ganz noble Entlüftungsmöglichkeit für die Einspritzpumpe ... :mrgreen:
Dateianhang:
JW Luft.jpg
JW Luft.jpg [ 27.19 KiB | 8163-mal betrachtet ]
@PosseTom, die Flüssigkeit, die Du abgelassen hast, könnte die zufällig aus dem Tank stammen? Die Menge würde hinkommen, und die Farbe erinnert auch an "steuerfreien" Diesel. Wie schnell ist die Flüssigkeit dort ausgelaufen? Ich frage mich das deshalb, weil irgendwo sollte man die ESP ja entlüften können, ohne den halben Motor zu zerlegen ...
Die Schraube beim/neben dem Spaltfilter ist auch die Ölablaßschraube.
Dateianhang:
JW Oel.jpg
JW Oel.jpg [ 34.03 KiB | 8163-mal betrachtet ]
Ansonsten ist meiner noch in solider John-Deere Technik (Zentralrahmen) aufgebaut ... :lol:
Dateianhang:
JW Typ.jpg
JW Typ.jpg [ 17.5 KiB | 8163-mal betrachtet ]

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Samstag 13. März 2010, 21:15 
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Hallo ihr Freaks,

dass sind ja tolle Geräte, die ihr da so durch die Gegend zerrt, Respekt.
Jetzt mal zum Technischen. Die Pumpe muss auch mit der Kurbel entlüftet werden, oder? Es ist ja keine Handpumpe dran, soweit ich sehe. Und hat der Dekompessionshebel auch eine "Mittelstellung"? Ich sehe Start und Stop, würde für mich bedeuten: Beim Starten Hebel hoch und wenn er läuft nimmt der Hebel selbst die Betriebsstellung ein und beim Abstellen Hebel auf Stop, oder liege ich total daneben?

Das Ganze würde ich ja zu gern in Natura sehen, obwohl das hier mit den Bildern schon sehr gut funktioniert.
Haltet mich ja auf dem Laufenden, wie´s mit dem Schlepper weitergeht und nicht aufgeben Tom, der Fadinger ist ein echter Experte wenn es um alte Technik geht.
Mit Mopeds und Mädels kennt er sich ebenfalls aus :mrgreen: , ein echter Allrounder eben.
Ich werde trotzdem mal versuchen, einen befreundeten "Landtechniker" ranzubekommen.

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Der kleine Landwirt ist die Seele der Erde. Seine Rechte sind legitim-einverstanden?
Aber es ist nicht nett, ihn zu bitten zu verstummen.....also?
Wird die Welt das Opfer sein!
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Des Bauern Hand erhält das Heimatland!

Gruß, Lutz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Sonntag 14. März 2010, 11:37 
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Hallo!

Der Duft des heutigen Tages stammt nicht von Hugo Boss, sondern von Rudolf Diesel ... :supercool:

Für Tom habe ich mit der Digicam das Einspritzgeräusch aufgenommen. Hoffentlich kann man das "pffft" halbwegs hören, das die Einspritzpumpe verursacht, wenn man den Schwung im Bereich vom oberen Totpunkt hin- und herdreht. Zu sehen ist leider nichts - zu wenig Licht ...



@Lutz,
Die dritte Stellung, die mit "I" für Betrieb bezeichnet ist, kannst Du nicht sehen, weil sie genau der Hebel verdeckt. Dieser Hebel braucht auch nicht in der Dekompressor-Stellung festgehalten werden, er kann dort eingerastet werden.
Heute habe ich auch schon beim Sendling Hand angelegt, bei dem muß der Dekompressorhebel festgehalten werden. Aber dieser hat auch einen Hebel zum Betätigen der Einspritzpumpe.

Werde schauen, ob wir uns ein eigenes Unterforum einrichten sollen, um unsere Maschinen und Geräte vorstellen zu können.
Ich bitte um rege Beteiligung.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Dienstag 16. März 2010, 20:45 
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Servus Tom,

sende mir bitte eine e-Mail-Adresse, dann kann ich Dir Unterlagen über Jenbacher Motoren zukommen lassen (PDF).

Ich arbeite im Eisenbahnmuseum Schwechat, wo wir die (fast) komplette Palette an JW-Motoren betreuen.


Hier kurz die wesentlichsten Schritte, die Du setzen MUSST:

1. Dieseltank komplett entleeren und den Inhalt als "Waschbenzin" verwenden; dazu findest Du eine Ablassschraube am Tank.
Durch die lange Standzeit sammelt sich Kondenswasser am Tankboden an und es kommt kein (sauberer) Sprit mehr zur Anwendung.

2. Spritfilter abbauen und in der Substanz (oder Heizöl/Kerosin) gründlich reinnigen.

3. Ölwechsell auf allen Komponenten - sprich Motor UND Getriebe (Getriebe gleiches Öl wie Motor WD10 oder 15W40)

4. UNBEDINGT: Ölspaltluftfilter ausbauen und reinigen!!

5. Ölbadluftfilter zerlegen, reinigen und neues (Motor-)öl einfüllen!

6. Heisses Wasser hilft - ich konnte meinen JW8-Motor bei lediglich +7 Grad nicht mehr per Hand starten - eine Vorheizeinrichtung hat inzwischen Abhilfe geleistet.


Starten mit Zündfix erfordert das richtige "timeing" - sprich: wenn Du zu oft drehst, säuft das Zündfix ab und kann niicht arbeiten. Beim JW8-Motor heisst es immer 1-2-3-start!

Wichtig ist auch für den erfolgreichen Handstart:: vorkurbeln, um genügend Sprit in das System zu bringen.


Viel Erfolg!
Manfred
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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Dienstag 16. März 2010, 22:00 
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Hallo!

M. Böckl, willkommen bei uns!

Die Mailadresse von PosseTom findest Du mittels entsprechenden Button in seinen Profil.

Tankinhalt dürfte er bereits über Filter und Entlüftungsleitung der Einspritzpumpe abgelassen haben. Da wäre es eh nur mehr ein Handgriff, den Filter aufzuschrauben und den Filzeinsatz mit Diesel abzuwaschen.
Ölbadluftfilter hat der JW 15 Traktormotor nicht, einen solchen hat nur die stationäre Ausführung.
Beim Getriebeöl muß ich Dir widersprechen, ins Getriebe gehört unbedingt SAE 90 Getriebeöl hinein, sonst hat der Traktor bald "nasse" Bremsen. Bei diesen Getrieben mit "Seitenschaltung" ist nämlich das Hinterachsgehäuse (Differential und Achstrompeten) gänzlich mit Öl gefüllt. Zudem verzeiht das Hauplager der Vorgelegewelle, auf dem auch die Kupplung läuft, einen zu niedrigen Ölstand nicht. Für dieses Lager befindet sich im Getriebe ein kleines Schälchen, welches Öl auffängt und zu diesen Lager leitet. Hat das Öl nicht die entsprechende Viskosität ("Faden" ziehen), ist dieses Schälchen wirkungslos, und ein Lagerschaden vorprogrammiert.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 17. März 2010, 09:04 
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Guten Morgen Fadinger,

OK, ich bin - was das Getriebe betrifft - von Schienengebundenen Fahrzeugen ausgegangen (also Jenbacher Feld- u. Grubenloks JW8, 10, 15,und 20).

Bezüglich des Luftfilters: Ja klar - Traktoren und Schräglagen! Da wäre der Ölbadfilter fehl am Platz.

Wie bereits geschrieben - ich arbeite meist auf Schienenfahrzeugen.

LG
Manfred

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 24. März 2010, 00:33 
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Hallo ihr lieben Hilfsbereiten!

denkt nicht, ich hätte eure Hilfe nur "abgestaubt" und würde mich dann nicht mehr melden. Ich war in der letzten Woche nur leider Internet-technisch in der Diaspora.

Aber hier nun die frohe Kunde:

DAT DING LÄUFT!!!!

Hab mich gefreut wie ein kleines Kind zu Weihnachten, als er auf einmal die Kraft von der Kurbel weggenommen hat, und mit ordentlich Qualm und Ruß zum ersten Mal wieder angelaufen ist!

Ohne eure Hilfe hätte ich wohl nicht mal gewusst, wo was ist, und was wie zu bedienen ist! Also für die ersten Schritte an das mir bis dahin unbekannte, seltsam aussehende, eigentlich häßliche, aber dann irgendwie doch coole Objekt "Jenbach JW15" sei gedankt.


Nu aber zu den zielführenden Punkten:

Nachdem ich wußte (dank euch) wo alles ist, hab ich das Frostschutzmittel aus dem Verdampfertank aufgefangen. Sind gut 2 Eimer gewesen, Fassungsvermögen sollte also bei ca 20 LItern liegen. Habe daraufhin mit Warmwasser den Tank gespült und dabei erwärmt. Hab gewiss 300 Liter in Etappen durchlaufen lassen bis das Wasser halbwegs klar war und keine Bröckchen mehr am Auslass mit Fummeln eines Nagels im Loch mehr kamen.

Den nun sauberen Wassertank habe ich dann mit kochendem Wasser aus meinem 2Liter Wasserkocher befüllt. Könnt euch denken, dass das ne Weile gedauert hat....
In der Zeit hab ich dann den Dieseltank + Leitung bis zum Filter abgeschraubt. Im "Dieselfäßchen" saß unten ne ganz schön eklige, butterähnliche Suppe drin! Habe dann alles schön mit Benzin gereinigt, geschwenkt + wieder eingebaut. Das versaute Benzin hat ordentlich geholfen beim Reinigen des ganzen Traktors (natürlich nur über der Grube mit Ölbscheider! ;-) )

Das war es eigentlich auch schon....

Als die Kiste richtig warm war und neuen Diesel hatte kam er nach paar Zündfix (die ich dennoch angezündet hatte) auf einmal mit eigener Kraft. Die Rußwolke war ordentlich, aber für mich in dem Moment war es reines Parfum!

Seit dem startet er wie ne EINS!

Achso, hab natürlich vorher zugesehen, dass er genug Öl hat. Das verliert er im Übrigen auch fleißig hier und da.
Als der Motor warm war hab ich auf kurzer Strecke geschaut, ob auch die restlichen Geschichten laufen; und ja: sie taten es! Der Treker geht Morgen in die Landwirtschaft! (oder er könnte es zumindest)

Nebst den anderen Traktoren hab ich ihn nun auf "eigenen Füßen" auf nen Verladeanhänger bekommen und schon in eine schön trockene Halle verfrachtet.

Das war mein Ziel für die (und die anderen) Kiste(n), vielen Dank für eure Hilfe dabei! Jetzt passiert den sauber gereinigten Schmuckstückchen nichts mehr und ich kann mir im Sommer einen nach dem anderen vorholen um die Wartungen zu machen.


Vielen Dank an alle, die fleißig Ihre Tips und Ratschläge kundgetan haben! Besonders danke ich aber Fadinger, der mich hierher eingeladen hat, und besonders bei der Behebung meiner Probleme mitgeholfen hat!
Ihr seit echt ein super Laden hier!

Ich werde euer Forum auch weiterhin mit Freuden weiterhin lesen, kann aber nicht sagen, wie regelmäßig dies der Fall sein wird. Für einen direkten Kontakt bin ich unter Thomas-Preusser@t-online.de zu kriegen.

Liebe Grüße und nochmals besten Dank,
Tom


Nachtrag: Bildchers machen es immer schöner...


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Mittwoch 24. März 2010, 20:35 
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Ausbildung: keine Ausbildung
Hallo Tom,

dass hast du ganz prima gemacht! :respekt:
Ich freue mich mit dir und wünsche noch viel Freude an und mit deinen Oldis.

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Gruß, Lutz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Donnerstag 25. März 2010, 15:20 
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Ich schließe mich Felix an, wirklich super Gerät :)

zum Fahren wahrscheinlich katastrophal aber was macht das schon?

was hatn der Traktor für ein Getriebe drinnen?

oder ändert man da einfach die Drehzahl des Motors? ;)

LG
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Donnerstag 25. März 2010, 22:50 
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Ich danke euch ganz lieb für die Glückwünsche!

Freu mich ja selbst auch wie ein Keks, dass das Dingelchen läuft (eigentlich ziemlich cool hämmert).

Klaro hat er ein Getriebe (1-4 + R)
Das Gaspedal ist aber eigentlich auch nur "drangefriemelt" von Jenbach, gewählt wird die Drehzahl eigentlich über nen Hebel der von Leerlauf-800-1200-1500 reicht (Stationärmotor). Daher wohl auch die Leistungsangabe von 8-15PS.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 26. März 2010, 00:04 
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Hallo!

Ich schließe mich der Gratulantenschar an ... :hops2:
matthias31 hat geschrieben:
was hatn der Traktor für ein Getriebe drinnen?
4V+1R und Seitenschaltung (!!!). Er macht damit gute 20km/h, ist also deutlich schneller als der normale T84.
In Anbetracht der eher nur so beiläufig "hineingehängten" Bremsbacken, die in den Gußfelgen (!) bremsen (!!!), also "High Speed". Da sind 20km/h noch ein echtes Abenteuer ...
PosseTom hat geschrieben:
Achso, hab natürlich vorher zugesehen, dass er genug Öl hat. Das verliert er im Übrigen auch fleißig hier und da.
Die Ursache für ein "Auslaufmodell" liegt oft an einer Undichtheit an der Welle vom Spaltfilter. Der Knebel läßt sich dann schon sehr leicht drehen. Das läßt sich aber ganz einfach beheben. Man braucht nur die Schraube (siehe Bild) etwas nachziehen, damit die Filzdichtung wieder gut gegen die Welle gepreßt wird.
Dateianhang:
JW Oeldicht.jpg
JW Oeldicht.jpg [ 34.33 KiB | 8066-mal betrachtet ]
Auf die Seilwinde gehört natürlich noch das Seil drauf ... :mrgreen:
Der Traktor im Hintergrund des ersten Bildes (mit der offenen Haube) ist das ein Eicher?

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 26. März 2010, 01:01 
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Verdammt gutes Auge!


Jupp, is ein Eicher, der stärkste in meiner Truppe mit 22 Ps.


Genaue Bezeichnung muss ich Dir wohl nich mehr geben....

Tom


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 26. März 2010, 01:27 
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Ich bin unendlich Stolz auf dei kleine Knattertante (Seil kommt nu dran).

Wie gesagt, nu steht sie trocken in ner Halle.
Nur um halbwegs ne Ahnung zu haben : Was is das Ding wet?

Merci


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2015, 21:48 
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Fadinger hat geschrieben:
Für dieses Lager befindet sich im Getriebe ein kleines Schälchen, welches Öl auffängt und zu diesen Lager leitet. Hat das Öl nicht die entsprechende Viskosität ("Faden" ziehen), ist dieses Schälchen wirkungslos, und ein Lagerschaden vorprogrammiert.


Hallo Fritz

Bin gerade beim Stöbern auf diesen alten Beitrag gestoßen. Ich habe vor kurzer Zeit erst im Getriebe einige Zahnräder, Büchsen und Wellen ersetzt und wieder zusammengebaut. Ein Schälchen ist mir dabei aber nicht untergekommen. Hast du vielleicht ein Bild davon?
Lenksäule mit Gehäuse habe ich leider noch immer nicht aufgetrieben.

Liebe Grüße aus dem Burgenland
Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2015, 22:16 
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Hallo!

Nachdem heute ein Regentag war, und mir eine Alternative zu anderen ungeliebten Schlechtwetterarbeiten eh gelegen kam, habe ich mich am Getriebe vom Lindner zu schaffen gemacht. Natürlich sind Schrauben mit unterschiedlichen Köpfen verbaut (13er und 14er), das macht die Arbeit schon mal abwechslungsreicher ... ;)
Spannend ist dabei auch immer, zu versuchen, die Teile ohne Beschädigungen der Dichtungen abzunehmen, und der Moment, wo sie dann irgendwie doch brechen ... :zensur:
Trotzdem kam das Objekt der Begierde rasch zum Vorschein, es ins rechte Licht zu rücken und halbwegs scharf in den Kasten zu bringen, war da schon langwieriger. Mit mehreren Versuchen mit Aufhellungsblitz und einer aufdringlich werdenden Akkuladezustandsanzeige kam letztlich nur ein brauchbares Bild zustande. Aber das sollte ja reichen ...
Am Ende war auch die Kamera "gut geölt" und durch Fingerabdrücke mit einer persönlichen Signatur versehen.
Logischerweise bin ich sofort wieder darangegangen, alles so gut es geht zu montieren. Abschließend noch ein Test aller Gänge, wäre ja schlimm, wenn ein Gerät, welches eh nur herumsteht, nicht einsatzbereit wäre ...
So, nachdem die Kamera zuvor schon recht hungrig nach Strom geschrien hat, und unbedingt ans Ladekabel wollte, habe ich die Speicherkarte herausgenommen (bin ja in Besitz eines Cardreaders), die Cam in Isopropanol geduscht, und zum Laden angesteckt.
Karte in den Rechner geschoben, kopieren nach ..., und ... IMG kann nicht kopiert werden - Dateifehler ...
:beisstischkante: :hb1: :wall:
Um welche Datei es sich gehandelt hat, brauche ich wohl nicht zu erklären. Ich hätte dann noch versucht, das Foto über die Kamera zu laden, vergeblich. Selbst die Kamera konnte es nicht mehr lesen oder anzeigen.
Also was soll´s, es regnet, die Dichtungen sind sowieso schon kaputt, was bleibt mir anderes über, als die Übung zu wiederholen.
Dafür habe ich dann aber auch die Lenkung fotografiert, damit Du weißt, welche High-Tech auf Dich zukommt ... :mrgreen:

Das Bild sollte eigentlich selbsterklärend sein. Der gebe Pfeil markiert das Schälchen, der kleine grüne Pfeil die Öffnung, durch die das Hauptlager mit Öl versorgt wird.
Dateianhang:
Schmierung Getriebe JW20.jpg
Schmierung Getriebe JW20.jpg [ 211.17 KiB | 2833-mal betrachtet ]
Dateianhang:
Lenkgetriebe JW20.jpg
Lenkgetriebe JW20.jpg [ 278.58 KiB | 2833-mal betrachtet ]

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2015, 11:05 
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Hallo Fritz

Danke für die Mühe, die du dir meinetwegen gemacht hast. Da meine Getriebedeckeldichtungen noch nicht mit Dichtungsmasse bestrichen sind, könnte ich dir die Dichtung bei Bedarf gerne nachmachen, kurzes Mail genügt.
Ich habe den JW 20 Bj. 52 und das Getriebe dürfte bei mir nicht baugleich mit deinem sein.
Die Welle mit Antriebszahnrad der Kupplung ist bei mir im Getriebe drinnen nicht mehr gelagert, nur aussen mit 2 Doppellager. Daher dürfte die Schale bei mir auch überflüssig sein. Bin jetzt wieder beruhigt.
Ich hoffe, man kann es auf den Bildern halbwegs sehen. Habe die Bilder beim Demontieren gemacht, nach der Restauration habe ich momentan kein geeignetes Bild zur Hand, kann es aber bei Bedarf noch machen.
Wie gesagt, wenn du eine Dichtung brauchst, nur melden.

Liebe Grüße aus dem Burgenland
Jürgen


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Lindner 13 klein.jpg
Lindner 13 klein.jpg [ 431.85 KiB | 2817-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2015, 12:38 
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Hallo nochmals

Es hat mir ja doch keine Ruhe gelassen. Also rauf aufs Palettenregal, wo das Getriebe momentan verstaut ist, zur Zeit habe ich den Motor an der Reihe - Büchse und Kolben ersetzen, einen 13er Schlüssel zur Hand, die originalen Schrauben mit 14er Köpfen mußte ich in Anbetracht des Zustandes der Gewinde ersetzen, Deckel runter und nochmals im Detail fotografiert.
Ich kann bei mir auch keine Gewindebohrung für ein eventuelles Schälchen entdecken.


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Lindner 35.jpg
Lindner 35.jpg [ 227.08 KiB | 2810-mal betrachtet ]
Lindner 34 klein.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Jenbacher JW 15
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2015, 15:10 
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Hallo!

Danke. Genau solche Bilder, in denen ersichtlich ist, ob Bohrungen vorhanden sind, wollte ich haben.
Interessanterweise stammt das Getriebe am Foto von mir aber ebenfalls von einen JW20 Bj. 52 ... :?
Die Dichtungen sind keine Tragödie. Da solche aus Klingerit ja auch brechen, wenn es darauf ankommt, werde ich mir bei Gelegenheit einfach welche aus Karton zurechtschneiden. Ist leichter zu bearbeiten ... ;)

Gruß F

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