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BeitragVerfasst: Montag 5. März 2018, 21:04 
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Hallo!

Sowie man Kühlwasser vorwärmen kann, gibt es auch 230 Volt Heizstäbe, die in die Ölablass-Schaube eingebracht werden, die das Motoröl vorwärmen. Z.B. für luftgekühlte Deutz..
Meine Frage - wird dadurch der Kaltstart auch erleichtert, oder ist es nur dafür, damit das Öl warm ist und gleich besser schmiert und überall hinkommt?
Solche Systeme sind oft günstiger als Wasserwärmer.
Gruß Berndi


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BeitragVerfasst: Dienstag 6. März 2018, 14:07 
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Hallo!

Da das Öl des Motors auch als Kühlmedium eingesetzt wird, macht eine Vorwärmung durchaus Sinn. Allerdings besteht gegenüber der Kühlwasservorwärmung ein gravierender Nachteil, nämlich der fehlende/nicht mögliche Thermosyphoneffekt, ohne dem eine halbwegs gleichmäßige Erwärmung des kompletten Motors ausgeschlossen ist. Daher ist dem Vorheizen des Kühlwassers der Vorzug zu geben, Ölvorwärmung wird nur dann eingesetzt, wo das nicht möglich ist.

Gruß F

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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. März 2018, 18:18 
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Den Ölvorrat zu erwärmen, ist nach meiner Erfahrung eine zweischneidige Sache. Bei starker Kälte hatte ich auch Probleme,die zum Anlassen nötige Startdrehzahl zu erreichen und deswegen mir in solche Fällen mittels Gaskocher oder ähnlichem die Ölwanne erwärmt.
Meine Erfahrungen ergaben folgendes : Einige Sekunden quält sich der Motor ,da das Öl im gesamten Motor kalt und zäh ist.Nach etlichen Umdrehungen dreht dann der Motor wie bei einer warmen Maschine und springt an. Ob das Öl nun wirklich an den Lagern angekommen ist,konnte ich nicht feststellen ,möglicherweise war auch nur die Ölpumpe leichter durchzudrehen und das Überdruckventil öffnete besser.Der Öldruck blieb jedenfalls wesentlich länger auf 0 ,teilweise bis zu einer halben Minute,aber das kann auch an der Anzeige gelegen haben,da diese bei Flosse und /8 nicht elektrisch am Motor abgegriffen wird ,sondern eine Fernanzeige mit einer ca. 1m langen Rohr und Schlauchleitung ist.
In jedem Fall halte ich von einer Kühlwasservorwärmung wesentlich mehr,hier wird wirklich der Motor vorgewärmt und damit auch das Öl in den Kanälen. Eine Ölvorwärmung würde ich deswegen nur zusätzlich,sozusagen als zweite Stufe, vorsehen.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. März 2018, 21:09 
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Hallo & Willkommen!

Bei den Strichachtern besteht fallweise ein ähnliches Problem, wie bei den Steyrern der 13er Baureihe, oder auch anderer Motoren mit "langer Leitung" zum Öldruckmesser. Nämlich, daß der ohnehin schon geringe Querschnitt mangels wirklichem Ölaustausch im Laufe der Jahrzehnte "zuwächst", und das Manometer im Tacho dadurch sehr träge reagiert oder falsch anzeigt. Deshalb schadet es nicht, wenn diese Leitung hin und wieder einmal durchgewaschen/durchgeblasen wird.
Wäre auch als Grund für das verzögerte Ansprechen bei erwärmter Ölwanne denkbar.

Gruß F

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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. März 2018, 22:39 
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Fadinger hat geschrieben:
Hallo & Willkommen!

Deshalb schadet es nicht, wenn diese Leitung hin und wieder einmal durchgewaschen/durchgeblasen wird.
Wäre auch als Grund für das verzögerte Ansprechen bei erwärmter Ölwanne denkbar.

Gruß F


Danke für das Willkommenheißen! Da hast du vollkommen Recht und bringt in der Tat etwas. Müsste auch bald mal wieder geschehen...

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BeitragVerfasst: Donnerstag 8. März 2018, 08:29 
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Hallo konzett danke für die Erfahrungen!!

Wie hast du das Öl aufgewärmt? Einfach den Gasbrenner unter die Ölwanne gestellt? Wie lange?
Gruß


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BeitragVerfasst: Sonntag 11. März 2018, 10:30 
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Hallo!
Ich werde es mit einem Gnom machen, kostet zwar, aber der Karren läuft besser an ;)

Andere Frage: Ich habe mir so einen Heizstab gekauft, um beim Lindner das Hydrauliköl zu erwärmen, weil da immer elend lang nichts geht, wenn es echt kalt ist.
Um 26 Euro kann man sich nichts erwarten, ja ...
Aber warum kann der FI Schalter fallen, wenn nicht mal ein Schutzleiter angeschlossen ist? :lol2:
Es ist ja nur eine Phase und der Neutralleiter angeschlossen?!?

Gruß


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2018, 13:46 
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Hallo Berndi!

Schutzleiter und Fehlerstromschutzschalter sind unterschiedliche Schutzmaßnahmen, sie arbeiten (wie Du selber auch festgestellt hast) voneinander unabhängig.
Vermutlich ist der Traktor zB. über den abgesenkten Frontlader trotzdem geerdet. Stünde der Traktor nur auf den (isolierenden) Reifen, dürfte der FI beim Betrieb des schadhaften Heizers nicht auslösen. Erst wenn Du den Traktor berührst - am besten barfuß und mit nassen Händen - sollte der Schutzschalter fallen ... :mrgreen:
Zumindest wenn er vorschriftsmäßig mit maximal 30mA auslöst - dann solltest Du den daraus resultierenden Stromschlag auch überleben ... ;)
Das sollte auch die Wichtigkeit der Schutzmaßnahmen erklären. Es sind drei, nämlich:
  • die Nullung über die Potentialausgleichschiene
  • die Nullung "Erdung" über den Schutzleiter
  • der Fehlerstromschutzschalter
Der Schutzleiter verhindert elektrisches Potential zwischen elektrisch leitenden Metallteilen (Blechgehäuse, Brausetasse, Wasserleitung, ...) und dem tatsächlichen Boden/Erde, wodurch Stromfluß grundsätzlich ausgeschlossen wird.
Der FI-Schalter verhindert ebenfalls Stromfluss, er benötigt aber erst einmal einen solchen zum Auslösen.
Ist die Erdung angeschlossen, ist das Potential zwischen Schutzleiter und Umgebung gleich, dadurch kann etwa zwischen dem Gehäuse eines Gerätes und dem Fußboden kein Strom fließen. Kommt es trotzdem zu einem Defekt, löst der Schutzschalter infolge Stromflusses zwischen Schutzleiter/Erde und den Außenleitern aus.
Ist jedoch die Erdung nicht angeschlossen, aber das Gerät hat "Bodenkontakt", fällt im Fehlerfall der FI trotzdem durch den Stromfluß zwischen Außenleitern und Erde. Ohne Bodenkontakt des Gerätes fließt erst einmal kein Fehlerstrom, erst wenn zB. durch Berührung einer Person der Stromkreis geschlossen wird, kann der Fehlerstromschutzschalter reagieren. Wobei 30mA durchaus "spürbar" sind ... ;)
So richtig gefährlich wird es aber, wenn mehrere Schutzeinrichtungen versagen, etwa wenn der Schutzleiter nicht angeschlossen/unterbrochen ist und der FI nicht auslöst, weil defekt oder alt (über 30mA). Dann besteht Lebensgefahr!
Deshalb sind Steckdosen, Stecker, Zugentlastungen, ... so konstruiert/angeschlossen, daß immer der Schutzleiter als letztes trennt/ausreißt. Eine nicht angeschlossene Erdung gilt als grob fahrlässig ... :roll:

Gruß F

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