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 Betreff des Beitrags: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Montag 20. Juni 2016, 19:47 
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Hallo,
Ich habe vor nicht all zu langer Zeit einen sehr günstigen Steyr 288 bekommen, der mir für Arbeiten um Haus und Hof dienen soll. Das bisschen landwirtschaftliche Fläche, das ich/wir haben, ist leider schon seit langem verpachtet.
Google hat mich zu diesem Forum geführt, und es scheint, als würden hier einige Teilnehmer unterwegs sein, die wirklich Ahnung von der Materie haben, daher würde ich gern eine Frage zu meinem neuen alten Traktor stellen.

Mir bereitet der Öldruck etwas Sorge. Wieviel sollte ein WD406 in etwa erreichen? Ich stiess auf verschiedenste Angaben, von "der ist drucklos" bis zu "mindestens 2 bar".
Kalt bei 800rpm schafft er ~3-4 bar, warm ca. 0,8-1 bar. Richtig heiss wurde er mangels schwerer Arbeit bisher noch nicht. Nach dem Starten dauert es 2-3 Sekunden bis Druck aufgebaut wird, das erfolgt dann in deutlich sichtbaren Stufen. 4-5 Schritte mit ca. 2 Sekunden Pause dazwischen.
Wenn warm steigt der Druck mit steigender Drehzahl um etwas weniger als 1bar pro 1000rpm.
Das Handbuch spricht von "mindestens 1 bar im Leerlauf", nur führt es nicht an wieviel rpm Leerlauf sind.

Öldruck wurde selbstverständlich mit externem Manometer gemessen (stimmt mit dem eingebauten ganz gut überein), Öl und Filter wurden vor einigen Betriebsstunden gewechselt.

Schonmal herzlichen Dank für alle Hinweise und Hilfestellungen
Robert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Montag 20. Juni 2016, 23:33 
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Hallo & Willkommen!

Üblich sind beim betriebswarmen Motor und einer Leerlaufdrehzahl von etwa 750 bis 800U/min um die 1,5bar. Weniger Standgas macht ohnehin keinen Sinn, da ja die Ladekontrolle sonst zu glimmen/leuchten beginnt. Jedenfalls sollte die Ladekontrolle deutlich vor der Öldruckkontrolle zu leuchten beginnen, bzw. die Öldruckkontrolle sollte erst leuchten, wenn der Motor schon steht. Dann ist alles im grünen Bereich ... ;)
Leuchtet die Öldrucklampe im Betrieb, dann ist der Öldruck zu gering. Mangelnder Öldruck hat aber oft eine recht banale Ursache, nämlich einfach zu dünnes Motoröl.
Darum jetzt die Kernfrage: Welches Motoröl wird verwendet?
Die Ansprüche des Motors sind nicht hoch, ausgelegt ist er für Sommerbetrieb mit Einbereichsöl SAE30, Winterbetrieb mit SAE20. Deshalb verträgt er kein modernes Mehrbereichs-Leichtlauföl 10W.. oder dünner. Selbst 15W40 ist schon grenzwertig und sollte nur unter besonderes Augenmerk auf den Öldruck verwendet werden.
Geeignetes Mehrbereichsöl wäre zB. ein mineralisches 20W50. Dünner braucht es nicht sein, wer fährt denn schon bei unter Minus 10° mit dem "Cabrio" aus ... ;)

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Dienstag 21. Juni 2016, 15:51 
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Danke für Deine Antwort.
Dann lag ich mit meiner Einschätzung für Standgas bei 800rpm nicht so falsch. Ladekontrolle beginnt bei 500-600 leicht zu glimmen, eine Oeldruckkontrolllampe hat der Traktor nicht.

Motoröl ist (mineralisches) 15W40, wurde von den Vorbesitzern gefahren und mir auch sonst empfohlen. Normales SAE30, wie im Handbuch beschrieben, lässt sich kaum noch auftreiben hier.
Dann werde ich also bald einen Ölwechsel einplanen und 20W50 versuchen.

Wuerde es sich Deiner Meinung nach lohnen, mal die Oelwanne abzunehmen und nach der Pumpe samt O-Ring in deren Saugleitung sowie dem Überdruckventil zu schauen? Könnte das gleich mit dem nächsten Ölwechsel verbinden.

Zitat:
. Dünner braucht es nicht sein, wer fährt denn schon bei unter Minus 10° mit dem "Cabrio" aus ...

10 Grad unter Null schrecken mich noch nicht ab :lol2:.
Aber der Traktor steht in einer beheizten Garage und zur Not wird im Winter halt auf was dünneres gewechselt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Dienstag 21. Juni 2016, 21:20 
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30 iger Motoröl ist leider nicht mehr zu kriegen, daher habe ich in meinem auch 15/40 drinnen. Habe den nur noch zum Holzspalter betreiben. Fahre den jetzt aber mit deutlich mehr Standgas als früher, denn niedrig tourig "saut" er ein bissl. Kontrolliere sehr oft den Ölstand und Wasser, und hier kann man keinen wirklichen Verlust fest stellen. Aber wie gesagt, wenn er einige Zeit auf Standgas läuft, spuckt er hin und wieder etwas Öl aus. Nur ein paar Tropfen, aber doch. Was meinst du Fadinger? Den Kübel mal etwas genauer unter die Lupe nehmen? Neue Kolbenringe verpassen?
Helga


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Juni 2016, 09:56 
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Hallo!

Mit neuen Kolbenringen alleine wird es wahrscheinlich nicht getan sein. Wenn der Motor einmal offen ist, macht man normalerweise auch gleich die Kolben und die Laufbuchsen neu. Allerdings "wertet" eine ordentlich durchgeführte Motorrevision den Traktor um etwa 1k€/Zylinder auf ... ;)
Deshalb würde ich vorerst nur weiter genauer beobachten.
Ohne Last mit etwas über Standgas vor sich hintuckern mögen die meisten älteren Dieselmotoren nicht. Dadurch beginnen die Düsen zu verkokeln und nachzutröpfeln. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Kondensat und unverbranntem Diesel, welche dann ggf. beim Auspuff ausgespuckt wird. Das ist kein Motoröl, es schaut nur ähnlich aus.

Einmal die Ölwanne abzunehmen wird bestimmt nicht schaden, insbesonders dann, wenn sie ohnehin neu abgedichtet werden sollte. Der Schnorchel der Ölpumpe hat ein Saugsieb, welches man reinigen könnte. Zudem schwimmen in einer Ölwanne manchmal die unmöglichsten Dinge herum ... :shock:

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Juni 2016, 18:57 
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Erst mal danke für deine Tipps, geschätzter Fadinger. Werde mir das Vehikel weiter unter Beobachtung halten. Eigentlich dient der 288 nur meiner Bequemlichkeit. Ich habe den Spalter fix dran, weil ich nicht immer umhängen mag.
Helga


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Donnerstag 23. Juni 2016, 07:09 
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stets bereit
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Bei solchen „langsamen“ Arbeiten wie Spalten oder mit dem K300 häckseln nutze ich gerne die stationäre Wegzapfwelle weil man sich da die Zapfwellendrehzahl recht schön aussuchen kann.
Der Stockmann Spalter will so ~450U/min haben, dabei versuche ich die Motordrehzahl auf ~1200U/min zu halten. Das wäre bei mir der 3. Gang VN.
Damit der Traktor auch warm wird und bleibt hänge ich eine Jacke oder eine alte Decke über den Kühler so das die Maske 2/3 bis 3/4 abgedeckt ist. Wenn die Temperaturanzeige mittig im Grünen Bereich ist läuft der Motor am besten. Dann gibt’s keinen Blaurauch und keine Ölspuckerei.
Was ich noch sagen möchte ist das es durchaus auch von dem Öl im Ölbadluftfilter ausgehen kann der er Öl ansaugt und verbrennt oder auch ausspuckt.
Mein Steyr 650 hat vor ein paar Jahren eine umfassende Motorüberholung bekommen und läuft mit 10W40.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Donnerstag 23. Juni 2016, 08:26 
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Hallo!

Blaurauch kann vom Ölbadluftfilter kommen, ausgespucktes Öl eigentlich nicht. Wird tatsächlich über den Luftfilter Öl mit angesaugt, besteht vielmehr die Gefahr, daß der Motor "durchgeht" und unkontrolliert hochdreht.
Blaurauch wird aber auch gerne von zu dünnem Motoröl verursacht! Bis hinauf zur 80iger-Serie empfiehlt Steyr für Winterbetrieb SAE20, das dünnste empfohlene Mehrbereichsöl ist SAE 15Wxx.
Da Kärnten nicht unbedingt am Nordpol liegt (eher Balkan ... :mrgreen: ), wäre vielleicht ebenso ein 20W50 angebrachter, als ein 10W40. Dieses würde ich in dem Traktor wirklich nur bei überwiegendem Betrieb bei Temperaturen unter Minus 10° verwenden.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr 288 Öldruck
BeitragVerfasst: Donnerstag 11. August 2016, 15:01 
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SAE-30-Motoröl gibt es sehr wohl noch.
Ich beliefere damit einige Oldtimerclubs in Österreich.
In meinem Onlineshop ist es zu finden.
http://www.schmierstoffe-meixner.at


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