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 Betreff des Beitrags: Abschmieren einmal anders
BeitragVerfasst: Donnerstag 17. März 2016, 22:21 
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Hallo!

"Wer gut schmiert, der auch gut fährt" ... sagt schon ein altes Sprichwort.
Das gilt im Großen wie auch im Kleinen! Deshalb habe ich jetzt statt Fettpresse und Ölkanne eine Pipette genommen, und habe meine Computer (jawohl!) abgeschmiert.
Jetzt laufen sie wieder ... "wie geschmiert" eben ... :idea:

Auslöser für die Aktion war, daß mir letztens das CD-ROM-Laufwerk die Zusammenarbeit verweigerte, ausgerechnet, als ich dringend auf eine Installations-CD zugreifen hätte sollen.
Eigentlich hatte es schon die letzten Jahre immer wieder einmal Probleme, eine eingelegte CD zu erkennen. Man mußte diese (oft mehrmals) herausnehmen und frisch einlegen, damit das Laufwerk startete. Wenn es dann einmal gelaufen ist, machte es keine Schwierigkeiten mehr, es lief auch nach dem Wechsel einer CD wieder problemlos an. Letztens aber, nach wahrscheinlich mehr als einem Jahr Nichtgebrauch, war es auch nach dem zwanzigsten Herausnehmen und erneutem Einlegen der Disc nicht mehr zum Leben zu erwecken. In meiner Not habe ich das Laufwerk ausgebaut, die Verkleidungsteile abgenommen, und "naked" betrieben. Dabei habe ich gesehen, daß der Motor mehrmals versucht, zu starten, die Scheibe sich aber nur eine knappe Umdrehung dreht, danach aber sofort wieder anhält. Beim Versuch, die CD von Hand zu drehen, ist mir dann aufgefallen, das sich die Scheibe zwar nicht allzuschwer drehen läßt, sie aber auch nicht frei ausläuft. Normalerweise drehen sich die Disc´s durch den Schwung ja etwas nach. Ich habe dann das Laufwerk komplett auseinandergenommen und den Laufwerksmotor ausgebaut. Als ich diesen dann zerlegt hatte, wunderte mich nichts mehr, denn das Motorlager hat förmlich "gestaubt".
Dateianhang:
Motor CD-ROM Laufwerk.jpg
Motor CD-ROM Laufwerk.jpg [ 179 KiB | 4496-mal betrachtet ]
Also habe ich ihm mit einer Pipette einen Tropfen Motoröl spendiert. Zusammengebaut, angesteckt, und das CD-ROM lief auf Anhieb wunderbar, ganz ohne Startschwierigkeiten. Schon konnte die Reparatur von "Windoof" durchgeführt werden ... ;)
Ermuntert vom durchschlagenden Erfolg, habe ich mir dann auch gleich den nächsten Kandidaten mit Wartungsbedarf vorgenommen. Bei diesem mußte die Bios-Batterie erneuert werden (damit er wieder "anspringt", wenn man den Startknopf drückt), laut "Health Status" drehte der Ventilator vom Prozessorkühler nur mehr zwischen 2600 und 2800U/min und machte dabei schon ordentlich Krach, sowie konnte das DVD die Lade nicht mehr öffnen, wenn keine Disc eingelegt war.
Der Tausch der Bios-Batterie war kein Akt, die Abnahme des Prozessorkühlers war da schon problematischer, sollte er doch ohne Verschieben vom Prozessor abgehoben werden, auch galt es darauf zu achten, nicht in die Wärmeleitpaste zu greifen. Erst wurde der Lüfter vom Kühlkörper abgeschraubt, dann wurde der Staub nach unten weggepinselt. Mit einer Pipette wurde in bewährter Manier ein Tropfen Motoröl im Lager des Lüftermotors plaziert. Und siehe da, er drehte mit 3600U/min wieder voll aus, und das beinahe geräuschlos.
Dateianhang:
Dateikommentar: Nach etwa 5000000000 Umdrehungen freut sich der Motor des Prozessorlüfters über einen Tropfen Motoröl.
Der Motor des Netzteillüfters ebenso!

CPU-Lüfter abschmieren.jpg
CPU-Lüfter abschmieren.jpg [ 188.45 KiB | 4495-mal betrachtet ]
Nun galt es, den Problemen des DVD-Laufwerks auf die Spur zu kommen. Als Ursache wurde ein rutschender Antriebsriemen festgestellt. Reinigung mit Isopropanol schaffte Abhilfe.
Dateianhang:
Antriebsriemen Auswurfmechanik DVD-Laufwerk.jpg
Antriebsriemen Auswurfmechanik DVD-Laufwerk.jpg [ 146.13 KiB | 4495-mal betrachtet ]
Das Abschmieren des Laufwerksmotors erledigte ich gleich mit. Hier was das Motorlager wenigstens noch nicht staubtrocken.
Dateianhang:
Laufwerksmotor DVD-ROM.jpg
Laufwerksmotor DVD-ROM.jpg [ 139.54 KiB | 4495-mal betrachtet ]
Da ich nun schon dabei war, wollte ich auch gleich den CD-Brenner warten. Hier erlebte ich eine sehr positive Überraschung. Nicht nur, daß die Auswurfmechanik ganz ohne Verschleißteile (Riemen) auskam, auch das Motorlager konnte ohne Ausbau des Motors abgeschmiert werden. Zudem hatte der Brenner ja immer noch anstandslos funktioniert.
Dateianhang:
Dateikommentar: Der Motor des Lite-On-Brenners hat eine kleine "Ölwanne" zum Abschrauben.
Wartungsfreundlicher Lite-On CD-Brenner.jpg
Wartungsfreundlicher Lite-On CD-Brenner.jpg [ 202.22 KiB | 4495-mal betrachtet ]

Resümee der Aktion:
Auch Computer wollen gewartet werden, man soll/muß sie nicht nach Gebrauch wegwerfen.
Mit geringem Aufwand sind in Bezug auf Ausdauer wahre Höchstleistungen der einzelnen Komponenten möglich.

Gruß F

_________________

... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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 Betreff des Beitrags: Re: Abschmieren einmal anders
BeitragVerfasst: Dienstag 9. August 2016, 16:02 
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ohne Furcht und Tadel
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Als gelernter EDV Techniker kann ich dir nur ein Lob aussprechen.
Es ist schade, dass in der heutigen Zeit kaum jemand noch ein Teil repariert.
:klatsch:

... und nicht vergessen: Daten sichern!


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 Betreff des Beitrags: Re: Abschmieren einmal anders
BeitragVerfasst: Dienstag 9. August 2016, 21:05 
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I LIKE!!

Problem ist, wenn man selbst weder das Werkzeug noch die Kenntnis und Feinmechanik hat, ist diese Aktion unleistbar, da leider ein CDR bzw. ein CDRW so gut wie nichts mehr kostet.... Leider!


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 Betreff des Beitrags: Re: Abschmieren einmal anders
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. August 2016, 09:27 
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Dazu möchte ich noch beitragen, dass nicht nur die Lüfter bzw. bewegten Teile gewartet werden wollen.

Nach einigen Jahren ist es durchaus auch angebracht, die Wärmeleitpaste zwischen CPU / Kühler oder auch Grafikprozessor / Kühler zu erneuern.
Um ganz ehrlich zu sein, tausche ich ratterne Lüfter lieber aus, als sie zu ölen. Wenn er einmal anfängt zu eiern, wird es mit Öl auch nicht mehr besser. Wäremleitpasten erneuere ich so irgendwo alle 3-4 Jahre. Halbjährlich werden die Kühler gereinigt und Gehäuse gesäubert.
Das bringt eine wesentliche Reduktion der Temperaturen unter denen die Komponenten arbeiten, verlängert auch die Lebenserwartung.


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