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 Betreff des Beitrags: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 08:46 
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Hallo Forumgemeinde!
Nachdem ich bereits bei einem anderen Thema Schäden an meinem T80 geschildert habe und mittlerweile noch mehr Schäden ersichtlich sind, möchte ich hier meine Reparaturen dokumentieren. Ich hoffe auf die Unterstützung der anwesenden Profischrauber, dadurch wird nicht nur mir geholfen, sondern auch allen anderen, die dieselben Probleme haben.
Ich persönlich habe keine mechanische Ausbildung und meine Werkstatt kommt über den Status "Hobbygarage nicht hinaus, jedoch kann ich mir div. Spezialwerkzeug vom Nachbarn ausborgen.
Mein Traktor ist ein Erbstück. Er wurde vor ca. 20 Jahren komplett auseinander genommen, gereinigt, instand gesetzt und wieder zusammengesetzt. Seitdem war er eigentlich für einfache Arbeiten rund ums Haus in Verwendung. Vor wenigen Jahren wurde damit gepflügt und hierbei auf die Kontrolle des Kühlwassers vergessen, was der Traktor mit verriebenen Zylinderwänden belohnte. Daraufhin wurden Kolben, Büchsen und Pleuellager getauscht und der Motor eigentlich perfekt abgedichtet. Seitdem war der Traktor kaum in Betrieb - im Frühjahr jedoch wird er wieder vermehrt für Tätigkeiten beim Hausbau benötigt.
Wie in einem anderen Titel berichtet, habe ich Leistungsprobleme festgestellt und letztlich eine verschlissene Nockenwelle bzw. fehlerhafte Einstellung dafür verantwortlich gemacht.
Um die Nockenwelle zu kontrollieren, habe ich den linken Motordeckel geöffnet (man sieht dann durch den Spalt zwischen Pleuelstange und Kurbelwelle die "Einspritznocke"). Hier wurden keine Schäden an der Nockenwelle erkannt - als sich mein Blick etwas tiefer schwenkte, erkannte ich jedoch folgendes: :o


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pumpenzahnrad1.jpg
pumpenzahnrad1.jpg [ 258.18 KiB | 1487-mal betrachtet ]


Zuletzt geändert von Beanat am Mittwoch 10. Februar 2016, 14:22, insgesamt 2-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 08:51 
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Dann wurde der vordere Achsbock abgebaut und alle nötigen Deckel geöffnet. Und das Grauen wurde größer:
Vorerst werde ich ein neues Wellenlager und ein neues Pumpenzahnrad suchen und die Pleuellager kontrollieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 20:06 
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Hallo!

:yau: Freiheit für die Zylinderrollen, weg mit dem Käftg ...

Der Ring am letzten Bild war einmal Teil des Lagerkäfigs vom vorderen Kurbelwellenlager. Dahinter, zwischen Lager und Zahnrad, sollte sich ein ebensolcher Ring befinden. Der Rest vom Käfig (die Stege dazwischen) schwirrt wahrscheinlich in kleinen Bruchstücken irgendwo im Motor herum.
Den Seegerring und die Scheibe, die sich auf der Kurbelwelle vor dem Lager befinden, mußtest Du aber schon entfernen?

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 20:30 
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Ja der Seegering und die Blechscheibe waren in Ordnung - mich wunders nur, dass ich keines der Kleinteile gefunden habe. Dürfte wohl beim letzen Ölwechsel vor einer Woche entsorgt worden sein.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das hintere Lager auch hinüber ist?
Als nächstes würde ich nun den Traktor in der Mitte trennen und den gesamten Motor auseinander nehmen oder kann ich mir das ersparen und das neue Lager von vorne einsetzen?
Der Traktor hatte mit Handkurbel noch ordentlich Kompression - ist es erforderlich den Zylinderkopf abzunehmen und den Kolben sowie Büchse zu kontrollieren?
Das Rad für die Ölpumpe hab ich schon gebraucht organisiert - die Lager werde ich wohl gegen Neuteile ersetzen müssen.
Nach meiner Beurteilung hat nun aufgrund des defekten Wellenlagers, die Kurbelwelle im UT gegen das Pumpenrad gedrückt und dieses zerstört. Die Kurbelwelle stützte sich demzufolge zeitweise auf der Ölpumpenwelle (mal sehen ob die Ölpumpe noch ganz ist).

bG


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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 21:35 
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Hallo!

Das hintere Lager ist massiver, die Wahrscheinlichkeit, daß es sich ebenfalls bereits aufzulösen beginnt, ist geringer. Ich würde es darauf ankommen lassen.
Was Du überprüfen kannst/solltest:
Vor dem Entfernen des Lagers die Kurbelwelle so drehen, daß der Kurbelzapfen zur Nockenwelle schaut (90° zwischen o. T. und u. T.). In dieser Lage mehrmals (zehn mal oder öfter) um nicht mehr als 45° hin- und herdrehen. Dann das Lager entfernen, dabei darauf achten, die Kurbelwelle nicht zu stark zu verdrehen (die angesprochenen 45°).
Wenn das Lager ausgebaut ist, wird die Kurbelwelle etwas absacken. Sackt sie (deutlich) stärker ab, als sie sich Richtung Wartungsöffnung (von der Nockenwelle weg) drücken läßt, kann man annehmen, daß auch das hintere Lager einen Schaden hat.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Februar 2016, 23:19 
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So der Zapfen steht nun wenn ich von vorne auf den Traktor blicke genau auf 9 Uhr. Warum diese Bewegungen um nicht mehr als 45°? Die Kurbelwelle müsste nach dem Entfernen des Lagers nach oben gehen, da die Schwungmasse ja nach unten drückt. Man merkt das jetzt schon, da die oberen 2 Rollen im Lager klemmen und die Unteren frei beweglich sind. Für heute ist Feierabend morgen geht es weiter wenn ich mir überlegt habe wie ich nun das Lager nach vorne abziehen soll - Platz ist ja Mangelware.
bG


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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 09:42 
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Hallo!

Jep, auf die Schwungmasse hatte ich vergessen ... :oops:
Nach oben kann die Kurbelwelle wegen dem Nockenwellenzahnrad nicht so wirklich aus, man müßte sie deshalb nach unten drücken und die "Beweglichkeit" zwischen horizontal und vertikal vergleichen. Ist diese horizontal merkbar größer, deutet das auf ein ebenfalls kaputtes hinteres Kurbelwellenlager hin.
Warum hin- und herdrehen: Damit die Rollen nach unten fallen, falls sie lose sind.
Das Ölpumpenzahnrad könnte sich auch an den Bröseln vom Lagerkäfig die Zähne ausgebissen haben.
Ein Abzieher läßt sich eventuell am Bund vom Lagerring, oder die Arme quer eingeführt, an den Rollen ansetzen. Auf das Lager brauchst Du ja nicht mehr achtgeben ... ;)

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Samstag 13. Februar 2016, 10:24 
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Hallo; ich habe nun mehrmals versucht den Innenring durch die kleine Öffnung im Motorblock abzuziehen - der Erfolg waren zwei zerstörte Abzieher.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen den gesamten Motor auszubauen.
Ich habe mich dazu entschlossen alle Lager im Motor zu tauschen und auch die Kurbelwelle schleifen zu lassen.
Dateianhang:
schwungmasse.jpg
schwungmasse.jpg [ 394.09 KiB | 1344-mal betrachtet ]


Zuvor möchte ich noch eine Problemstellung schildern:
Und zwar geht es um die Einstellmarken der einzelnen Zahnräder. Ich habe auf der Schwungmasse OT eingestellt und alle Marken fotografiert.
Dateianhang:
einstellfenster.jpg
einstellfenster.jpg [ 393.87 KiB | 1344-mal betrachtet ]

Dateianhang:
einstellmarke nockenwellenrad.jpg
einstellmarke nockenwellenrad.jpg [ 413.87 KiB | 1344-mal betrachtet ]

Dateianhang:
kurbelwellenrad.jpg
kurbelwellenrad.jpg [ 340.52 KiB | 1344-mal betrachtet ]


Normalerweise sollten ja alle Markierungen zusammenpassen - wie man sieht ist das bei mir nicht der Fall wie soll ich beim Zusammenbau vorgehen?
Wie bereits in zu einem andren Thema gepostet - habe ich beim Einstellen Abweichungen festgestellt (z.B. Förderbeginn war bei 16,5°)

beste Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Samstag 13. Februar 2016, 13:17 
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Hallo!

Wie ich bereits in Deiner PN geantwortet habe, vermute ich ein Problem mit der Paßfeder. Deshalb stimmen auch die Einstellmarken nicht wirklich überein. Am Bild ist nur das halbe Kurbelwellenzahnrad zu sehen, ich kann daher leider nicht sagen, ob die zugehörigen Körnerschläge möglicherweise "irgendwo" sind.
Meine Befürchtung, daß sich das zu einer größeren Baustelle auswachsen könnte, ist ja schon eingetroffen ... :mrgreen:
Der Lager-Innenring wird wahrscheinlich nur mit gezieltem Anwärmen abzubekommen sein, das Zahnrad ebenso. Und den gespannten Abzieher zwischendurch immer mit dem Hammer "massieren", das erhöht auch seine Standzeit ... ;)
Dateianhang:
Steyr T80 Kurbelwelle Explosionszeichnung.jpg
Steyr T80 Kurbelwelle Explosionszeichnung.jpg [ 161.41 KiB | 1316-mal betrachtet ]

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2016, 00:59 
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Heute habe ich alle Ringe und Räder abgezogen. Es ging nicht problemlos - den vorderen Innenring musste ich einschneiden und spalten - aber nun passt es soweit. Tauschen muss ich beide Kurbelwellenlager. Die Kurbelwelle werde ich schleifen lassen. Nur der Zusammenbau macht mir noch Sorgen. Das Wellenzahnrad ist für mich klar, hier stelle ich auf OT. Nur was stimmt nun beim Nockenwellenrad - die Eins oder der gekörnte Punkt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2016, 11:40 
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Könnte mir bitte jemand ein gutes Foto vom Nockenwellenzahnrad hochladen wobei die Markierungen und die Nut erkennbar sind. Am Besten noch ein Lineal auflegen Mittelpunkt Zahnrad - Mitte Nut- in Verlängerung ergibt das einen Zahn. Von hier aus könnte ich die richtigen Markierungen selbst setzen durch Abzählen der Zähne.


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 Betreff des Beitrags: Re: Reparatur Steyr T80
BeitragVerfasst: Dienstag 16. Februar 2016, 23:54 
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Hallo!

Die Einstellung ist relativ einfach, da denkst Du fast ein bischen zu kompliziert ... ;)
Darum auch zwei Marken an Nockenwellenzahnrad - der Körnerschlag wird zum Kurbelwellenzahnrad ausgerichtet. Wobei eigentlich das Kurbelwellenzahnrad zwei Körnerschläge haben müßte ... :?
Es sei denn, der Punkt wird zur Keilnut ausgerichtet. Eventuell untersuchst Du das Kurbelwellenzahnrad einmal genauer, oder noch besser, Du machst Fotos davon. Bitte Vorder- und Rückseite. Richtig herum montiert war es aber schon?

Gruß F

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