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BeitragVerfasst: Freitag 6. März 2015, 07:35 
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Grüß Euch!
Ich habe mich hier angemeldet, da das Thema Warchalowski schon mehrmals behandelt wurde und ich Auskunft zu der Einspritzpumpe benötigen würde.
Vor einigen Tagen habe ich bei meinem Linder HL17A mit Warchalowski-Motor SD 21 die Einspritzdüsen erneuert und bei dieser Gelegenheit auch den Dieselfilter getauscht.
Danach wie üblich den Filtertopf und die Leitung zur ESP entlüftet und ein paar Startversuche gemacht. Kein Erfolg - daher die Leitungen an den Einspritzdüsen geöffnet und wieder gestartet - kein Diesel. Danach die Leitungen, die zu den Düsen führen an den Ausgängen der Einspritzpumpe geöffnet - neuerlicher Startversuch - kein Druckaufbau und keine Dieselförderung von der ESP weg!
Komisch: Ich habe den Traktor vor wenigen Wochen (Winterpause) voll funktionsfähig abgestellt und kann an einen so plötzlichen Schaden fast nicht glauben (obwohl bei dem alten G´raffl natürlich immer etwas kaputt werden kann und Defekte oft auch ohne Vorankündigung auftreten). Vielleicht ist ja noch ein Luftpolster in der ESP, der die Förderung bzw. den Druckaufbau verhindert.
Aber bevor ich herummurkse oder die Pumpe vielleicht unnötiger Weise ausbaue und zu einem Fachmann bringe, frage ich lieber jemanden, der die Pumpe kennt. Wie gehe ich am besten weiter vor? Das Druckventil auf der Oberseite ausbauen und reinigen oder...................
Vielen Dank für hilfreiche Antworten und viele Grüße aus der Steiermark
Franz


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BeitragVerfasst: Freitag 6. März 2015, 12:36 
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Hallo & Willkommen!

Hast Du den Deckel mit dem Luftfilter bereits vom Kühlgehäuse demontiert? Dann hast Du bestimmt auch die nach außen geführte Entlüftungsleitung der Einspritzpumpe gesehen, falls Dir diese noch nicht bekannt war ... ;)
Das Herausschrauben eines Kopfventiles ist eine gute Idee. Ich würde vorerst aber nur eines entfernen, um nur die Funktionen überprüfen zu können. Folgendes (ähnliches!) Bild sollte sich Dir zeigen:
Dateianhang:
Abstellnut.jpg
Abstellnut.jpg [ 56.41 KiB | 2496-mal betrachtet ]
Folgende Punkte lassen sich überprüfen:
  • Verdrehen der Abstellnut = Regelung in Ordnung, Regelstange steckt nicht
  • In Stellung "Stop" = kein Standgas - muß sich die Pumpe allmählich über die Abstellnut mit Diesel füllen (der "Becher" wo das Kopfventil eingeschraubt ist) = Kraftstoffversorgung sichergestellt
  • Kolbenhub der Einspritzpumpe - beim Durchdrehen des Motors von Hand muß der Plunger einen Hub von ca. 5mm ausführen = Pumpenkolben nicht fest
Bei einer FM-Pumpe kann das Kopfventil selber auch auseinandergenommen werden.
Dateianhang:
Kopfventil4.jpg
Kopfventil4.jpg [ 79.63 KiB | 2496-mal betrachtet ]
Falls die Regelstange fest ist, sollte normalerweise das mehrfache rasche Betätigen des Gaspedals helfen (ein paar mal Vollgas mit zurückschnellen lassen).
Wenn der Pumpenkolben steckt (meist in oberer Stellung), beim vorsichtigen Durchrehen des Motors (vorsichtig deshalb, weil das Pumpenelement in erster Linie von der Verschraubung des Kopfventils in der Pumpe fixiert wird) mit einen Splintentreiber oder dgl. auf den Plunger drücken. Halt so, daß der Rollenstößel wieder auf der Nockenwelle aufliegt und die Pumpbewegung ausführt.
Das wäre es für´s Erste. Würde mich auch über eine Rückmeldung freuen. Danke.

Gruß F

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BeitragVerfasst: Freitag 6. März 2015, 13:03 
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Hallo Fadinger!

Vielen Dank für die wertvollen Informationen und die aussagekräftigen Bilder! Ich werde am kommenden Wochenende alles durchprobieren und dann berichten!

Viele Grüße
Franz


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BeitragVerfasst: Montag 9. März 2015, 07:49 
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Hallo!

Der Motor läuft wieder! Was die eigentliche Ursache war, habe ich nicht herausgefunden. Ich habe einfach nacheinander die Kopfventile aus der Einspritzpumpe ausgebaut und gereinigt, dabei den Hub der Kolben beim Durchdrehen und die Dieselversorgung überprüft und dann die Ventile wieder eingebaut. Danach die Leitungen nochmals mit ausgeglühten Dichtringen zusammengebaut, entlüftet (einschließlich der Entlüftungsleitung von der Pumpe weg) und dann ist der Motor relativ problemlos angesprungen. Läuft eigentlich ganz gut, mit wesentlich weniger Rauch als mit den alten Düsen.
Lediglich bei den Überwurfmuttern der Düsen "saftelt" es ein wenig, aber das ist offensichtlich nicht ganz wegzukriegen, obwohl ich schon verschiedene Düsenhalter probiert und die mit dem besten Gewinde genommen habe und auch der Konus der Leitungen nicht sichtbar beschädigt ist. Auch aus einer der Schrauben auf der Pumpe, unter denen die Kopfventile sitzen, schwitzt ein wenig - das ist halt so, wenn man etwas zerlegt, ohne gleich neue Dichtungen bei der Hand zu haben. Das Gewinde wollte ich aber nicht unbedingt mit Loctite mittelfest abdichten - vielleicht wiederhole ich die Arbeiten, sobald ich neue Dichtungen aufgetrieben habe.
Nochmals vielen Dank für die Unterstützung durch die Beschreibung und die Bilder, die wesentlich aussagekräftiger sind als der kurze Text in Werkstattbuch von Warchalowski.
Viele Grüße,
Franz


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BeitragVerfasst: Montag 9. März 2015, 13:35 
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Hallo!

Danke für die positive Rückmeldung.
Die Verschraubungen der Einspritzleitungen bekommt man am ehesten durch Polieren der Auflageflächen dicht.

Daß eine Warchalowski Einspritzpumpe keinen Druck aufbaut, scheint ja öfter vorzukommen ... :mrgreen: ;)

Gruß F

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BeitragVerfasst: Dienstag 10. März 2015, 07:39 
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Hallo!

Nur keine Panik wegen der Einspritzpumpen - ich wette einen sehr hohen Betrag, dass es sich um ein und dieselbe Pumpe handelt. Leider ist aber das Landwirt-Forum zu einer Art "Quatschbude" verkommen, wo kaum einmal Dank für gebotene Unterstützung ausgesprochen wird und auch immer seltener fachlich qualifizierte Antworten zu bekommen sind.
Im Internet ist es allgemein üblich geworden, dass Dauerposter tausende Beiträge im Jahr produzieren, überall ihren Senf dazugeben, so tun, als ob das Geschriebene absolut sicher ist, aber sich eigentlich einen Sch...........auskennen.
Den Tipp mit dem Polieren werde ich einmal ausprobieren, aber jetzt muss "der Kleine" einmal ein bisschen arbeiten und den Grünschnitt aus dem Garten abtransportieren.

Viele Grüße
Franz


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