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 Betreff des Beitrags: Funktion Schubschraubtriebstarter
BeitragVerfasst: Mittwoch 18. April 2012, 22:29 
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Hallo!

Wie funktioniert ein gebräuchlicher Anlasser? Darüber macht man sich eigentlich keine Gedanken ...
Aber nur, solange er funktioniert ...
Um bei einer Nichtfunktion nicht immer neu beginnen zu müssen, habe ich jetzt mal eine kurze Erklärung abgefaßt.
Dateianhang:
Schubschraubtriebstarter.jpg
Schubschraubtriebstarter.jpg [ 85.44 KiB | 3248-mal betrachtet ]
Legende:
A = Magnetschalter Zug(Schub)spule
B = Magnetschalter Haltespule
C = Magnetschalter Schaltkontakt
D = Startermotor Feldwicklung
E = Startermotor Ankerwelle
F = Freilauf auf der Ankerwelle
G = Starterritzel auf der Ankerwelle
H = Hebel, der vom Magnetschalter betätigt wird, und das Ritzel einrückt
Bewegliche/sich drehende Teile sind blau eingefärbt.
1 = Schaltorgane am Armaturenbrett (Zündschloß und/oder Starterschalter/taster)
2 = der eigentliche Anlasser wobei ...
2a = Magnetschalter und ...
2b = Elektromotor Teile davon sind.
"a" bzw. "b" bezeichnen die beiden Schrauben am Magnetschalter, an "a" ist das von der Batterie kommende Kabel gelegt, "b" ist der Anschluß für die elektrische Verbindung zum Startermotor.

Elektrische Funktion

Der Starter (die Schraube "a") ist ständig mit der Batterie verbunden (Ausnahme: Batterietrennschalter). Der Schalterkontakt im Magnetschalter ist in Ruhestellung geöffnet.
Wird der Starterschalter (1) geschlossen, liegt an Klemme 50 Spannung an und es fließt Strom sowohl über die Haltespule "B" (5 - 10A) als auch über die Zugspule "A" und den Anlassermotor (25 - 50A). Die Leistung beider Spulen zusammen (300 - 600W) reicht aus, um den Magnetschalter aus der Ruheposition zu bewegen, und erzeugt im Anlassermotor bereits ein schwaches Drehmoment. Hat der Magnetschalter angezogen, schließt der Kontakt (C), und der Starter wird voll bestromt. Es wird dadurch aber auch die Zugspule überbrückt (an Schraube "b" herrscht nun das selbe Potential wie an Klemme 50), somit fließt über den Starterschalter nur mehr der Strom der Haltespule. Die Leistung der Haltespule (ca. 60W) reicht aus, um den Magnetschalter in angezogener Stellung zu halten. Wenn der Starterschalter losgelassen wird, fließt auch über die Haltespule kein Strom mehr, der Magnetschalter fällt ab, der Schaltkontakt öffnet und der Startermotor wird abgeschaltet.
Im Prinzip unterscheidet sich die Schaltung auch bei positiver Masse (Pluspol der Batterie am Masseband, Minuspol isoliert zum Magnetschalter und zur weiteren Elektrik) nicht.

Mechanische Funktion

Das Starterritzel (G) ist auf der Ankerwelle (E) am hinteren Ende in einer Art "Gewinde" gelagert (Schubschraubtriebstarter).
Dateianhang:
Anker.jpg
Anker.jpg [ 194.47 KiB | 3247-mal betrachtet ]
Das vordere Ende, also das eigentliche Ritzel selbst, kann sich zwischen ausgerückter Stellung und Ruheposition frei hin und her bewegen. Am Anfang des Startvorganges schiebt der Magnetschalter über einen Hebel das Anlasserritzel in den Zahnradkranz auf der Schwungmasse des Motors. Dieser als "Einspuren" bezeichnete Vorgang wird einerseits durch die Drehbewegung, die die "Schraube" verursacht, unterstützt. Andererseits hilft auch das vom Strom der Zugspule im Anlassermotor ausgelöste Drehmoment mit. Beginnt der Startermotor zu drehen, wird zusätzlich durch das "Gewinde" und die Masseträgheit das Ritzel Richtung Zahnkranz gedrückt. Um zu verhindern, daß der Starter über das Ritzel vom Motor angetrieben wird (die "Schraube" würde auch umgekehrt wirken), wodurch Ritzel und Starter beschädigt werden könnten, befindet sich zwischen Ritzel und Ankerwelle ein Freilauf (F). Sobald der Startermotor zu drehen aufhört, "schraubt" sich das Ritzel unverzüglich in seine Ruheposition zurück.

Gruß F

_________________

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. April 2012, 22:42 
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Hallo Fadinger,

sehr interessant :)
so detailliert könnte ich es nicht beschreiben
aber die grundsätzliche Funktionsweise kann ich denke ich erklären

Gruss
Matthias


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