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 Betreff des Beitrags: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Montag 23. Februar 2015, 14:59 
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Hallo!

Vielleicht könnt ihr uns weiter helfen.
Meine Mann und ich wohnen am Hof meiner Schwiegereltern.
Mein Vater hat mir den Vorschlag gemacht, seinen Hof zu pachten und dann in 8 Jahren wenn er seine Pension bekommt zu übernehmen.
Wir würden uns gerne irgendwie absichern.

Was würdet ihr tun? Auf was müssen wir schauen?

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Montag 23. Februar 2015, 15:29 
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mutig und hilfsbereit
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Was ich in Deinem Fall tun würde, das könnte ich erst sagen, wenn ich ausreichend Informationen für eine Entscheidung hätte.
Betriebliche, familiäre, berufliche Situation z.B. und vor allem, was Eure eigenen Präferenzen und Alternativen sind.

Möglichkeiten gibt es ja von ---- bis....

Sofortige Übernahme und den Vater bis zur Pension weiterversichern, oder Vater behält Fruchtgenussrecht bis zur Pension oder pachten wie vom Vater angeboten oder oder oder.

Was habt ihr Euch denn selber so vorgestellt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Montag 23. Februar 2015, 17:05 
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Wir würden schon gerne pachten, jedoch unter ein paar Voraussetzungen oder Bedingungen.
Ich würde gerne eine Sicherheit haben dass wir in 10 Jahren den Hof bekommen.
Es muss halt alles festgelegt werden.

Mein Mann ist auch als Übernehmer bei seinem Vater vorgesehen.
Wenn wir jetzt jedoch den Hof meiner Eltern pachten, hat er vll nicht mehr so viel Zeit für seinen Hof und sein jüngerer Bruder würde evtl. Übernehmer werden.
Mein Mann hat lange, viel und hart hier gearbeitet. Für ihn ist ein gehen sicher nicht leicht.

Jedoch sehe ich für uns als Familie auf seinen Hof momentan keine Zukunft. Wir leben im Haus seiner Eltern das immer offen steht. Weil alle wegen irgendwas immer rein müssen. Also von Privatsphäre ist hier kaum die Rede. Wir wollten für uns eigentlich Grenzen setzen und haben auch mit den Eltern besprochen ob es nicht möglich ist die Benützung des Hauses einzuschränken somit wir 3 unsere Privatsphäre haben. Das kam dann aber leider nicht so besonders gut an und wurde nicht akzeptiert. Ich bin eigentlich auf der Suche nach mehr Privatsphäre für meine kleine Familie damit wir mehr Familie sein können.
Das Angebot kam von meinem Vater nur weil er weiß, dass ich hier nicht glücklich bin.
Ich zweifle an den Worten meines Vaters keine Sekunde - mein Mann leider schon.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Montag 23. Februar 2015, 20:20 
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mutig und hilfsbereit
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als erstes solltet ihr vielleicht mal festlegen, auf wievielen Hochzeiten ihr gleichzeitig tanzen wollt und wenn nur auf einer, dann auf welcher. Und dort dann Nägel mit Köpfen machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Dienstag 24. Februar 2015, 08:50 
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Servus Stefanie,
wie Sebastian schon geschrieben, sind die Angaben leider recht dürftig.
Aber wenn ich Dich richtig verstehe, bis Du nicht recht glücklich mit der Ist-Situation.
Ich könnte so nicht lange leben und wenn ich zwischen den Zeilen so lese Du auf Dauer auch nicht.
Daher würde ich mal klären, was Ihr Beide wollt. Du hast ja nicht seine Eltern sondern Ihn geheiratet.

Wie weit sind die Höfe auseinander?
Was sind das für Landwirtschaften und sind die lebensfähig?
Gibt es einen Nebenberuf?
Wo würdet Ihr bei Euren Eltern wohnen?
Fragen über Fragen ....

Aber egal. Stand vor Jahren vor dem selben Problem. Hatte auch 2 Betriebe (Ackerbau) Abstand rd. 20km. Habe auf einem mitgearbeitet (eigenes Haus ist auch zum Absperren) und auf dem Anderen bei Bedarf ausgeholfen. Der eine wurde bald komplett übernommen. Der Andere ist später dazugekommen. Hier wollte mein Bruder übernehmen. Habe Ihm gesagt er soll mal mitarbeiten. Was er auch getan hat. Aber nach 2 Jahren - als er alles selber machen sollte, hat er mir gesagt, ich kann den Hof gerne haben. Bei der vielen Arbeit mit so wenig Ertrag. Nun habe ich einen Betrieb, welcher dzt. groß genug ist um davon leben zu können - aber wenn das so weitergeht, wir mein Betrieb auf Dauer auch zu klein sein. Glücklicherweise, habe ich noch einige Jahre - und die Frage, in welcher Form der Hof weitergeführt wird stellt sich aktuell nicht. Aber zumindest eines meiner Kinder kann sich ein weiterarbeiten vorstellen - schauen wir mal was die Zeit so bringen mag. Werde die Übergabe ähnlich angehen, zuerst mitarbeiten und ….
Noch was zum Betrieb. Der Betrieb geht auf meine Frau, welche den Papierkram macht. Ich mache die komplette Feldarbeit. Weiters habe ich noch eine Firma. Hier bin ich mein eigener Chef und kann mir die Arbeit sehr gut einteilen.
Hoffe Dir geholfen zu haben.
lg und viel Glück Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Dienstag 24. Februar 2015, 11:07 
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Sebastian, es ist immer alles einfacher gesagt als getan.

Die Höfe sind ca 20 min von einander entfernt.
Auf dem Betrieb meiner Schwiegereltern geht alles Hand in Hand. Da ist noch eine Schihütte die bewirtet wird und da wäscht immer die eine Hand die andere. Man kann das momentan schwer trennen. Der Schwiegervater ist der Chef.

Mir ist wichtig, dass ich nicht erst in 10 Jahren auf meinen Hof komme und sage so jetzt bin ich da. Ich möchte mich einleben und angagieren.

Die Wohnsituation bei meinen Eltern ist auch ein kompliziertes Thema.
Meine Eltern sagen wir sollen eine alte Ferienwohnung renovieren die man so und so fast nicht mehr vermieten kann.
Mein Mann sagt, er mach nichts investieren - auch nicht mit Absicherung.

Alles nicht sooooo einfach!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Dienstag 24. Februar 2015, 12:08 
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Und warum will dein Vater nicht übergeben? Er könnte ja, wenn er noch nicht in Pension gehen kann, als mitarbeitender mitversichert, seine Beitragzeiten zusammen bekommen.
Ich war selber vor vielen Jahren Pächterin, und das war jener Fehler welchen ich am allerwenigsten noch mal machen würde. Redet euch aus was jeder möchte, schreibt es unabhängig voneinander auf, und nehmt, wenn es sein muß, auch jemanden Neutralen als Mediator. Aber überstürzt nichts. Und wenn du das Gefühl hast dass du "nur" den Namen hergeben sollst, dann überlege es dir doppelt und dreifach. Den Pachtvertrag kannst du später immer noch unterschreiben. lass dich zu nichts drängen.
Helga


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Dienstag 24. Februar 2015, 20:15 
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mutig und hilfsbereit
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In meinem Hauptberuf auf der Bank hatte ich mehrere solcher Fälle wo die Jungen gepachtet haben und die Alten eine spätere Übergabe versprochen haben, teilweise auch im Pachtvertrag schriftlich...
Von wenigen Ausnahmen abgesehen hat das die Jungen nur arbeitsmäßig ausgebeutet und in die Schulden getrieben! Eine spätere Übernahme war niemals sicher und - wenn vielleicht durch Investitionen eine Wertsteigerung des Hofes erkennbar war - dann hat das nur die Begehrlichkeiten der weichenden Geschwister geweckt die den Pflichtteil in die Höhe trieben.
Obwohl es mir egal sein könnte und ich damit sogar einige gute Geschäfte verlor bin ich dazu übergegangen jungen Pächtern keine Finanzierung für den gepachteten Hof mehr zu geben.
Ein Übergabevertrag mit klaren und Bedingungen ohne unkalkulierbaren Kosten ist Bedingung!!!! Auch solche früher gängigen Klauseln von Verpflegung und Pflege der Übergeber sind abzulehnen. Klare Summen, maximal mit Indexklausel sind unabdingbar!

_________________
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Ein Altbauer, der in der Stadt wohnt aber sein Herz am kleinen steilen Bergbauernhof zurückgelassen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Sonntag 8. März 2015, 14:15 
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Wir sind jetzt so verblieben, dass wir die Wohnung bei meinen Eltern auf deren Kosten renovieren.
Immerhien gehört uns nix und wenn ers dann eh übergeben will dann alles zusammen.

Der Bau beginnt im Herbst dann.
Bisher ist diese Wohnung nur als mein Rückzugsort gedacht.
Ich würde da aber dann gerne hinziehen. Da haben wir sicher mehr Privatsphäre.

Vielleicht können wir den Betrieb ja dann doch früher übernehmen oder pachten? Mein Vater hat noch eine neue berufliche Veränderung vor sich die sicher viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich glaube, dass auch mein Mann anders denken würde, wenn wir den Betrieb gleich oder bald übernehmen könnten.

Eine Übernahme auf dem Betrieb der Schwiegereltern ist meiner Meinung nach noch lange zu warten.
Der Vater ist viel zu gerne Chef und am liebsten kontrolliert er alles selber und es läuft wie er will. Außerdem ist er ja auch noch recht jung. Wobei ich mir aber denke, wenn man so viel hat, kann man ja auch was abgeben.

Für mich persönlich würde auch ein Betrieb reichen. Ich glaub wir haben mit einem Betrieb auch genug zu tun. Mein Mann muss dann halt im Winter arbeiten gehen.
Wenn wir aber beide bekommen, würden wir auch nicht verzichten.

Wie seht ihr die Situation?

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Sonntag 8. März 2015, 16:02 
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mutig und hilfsbereit
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Du geizt noch immer mit Details.
Was sagt denn der Schwiegervater konkret zur Übergabe?
Wie jung ist jung? Ist der Schiegervater 38, 48 oder 58?
Wer soll Euch die Entscheidung abnehmen, ob ihr beide Betriebe haben wollt oder nur einen?

Kann es sein, dass ihr euch ein Luxusproblem selber zusammenbastelt, so nach dem Motto "Wir sind so schlecht dran, weil wir wollen zwei Betriebe, können uns aber schon beim ersten nicht entscheiden, ihn zu nehmen"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Mittwoch 11. März 2015, 18:20 
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Der Schwiegervater will jetzt nicht übergeben und ist 45 Jahre alt.

Es ist auch immer eine Frage des ideellen Wertes.
Man lässt nicht so einfach mal nebenbei den Heimatbetrieb hinten wenn man schon lange dafür gearbeitet hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hof von den Eltern pachten?
BeitragVerfasst: Freitag 5. Mai 2017, 15:39 
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treu ergeben
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Registriert: Freitag 12. Oktober 2012, 18:01
Beiträge: 122
Betriebsschwerpunkt: Milchkühe
Betriebsart: Vollerwerb
Ausbildung: Facharbeiter
Hallo!

Es passt jetzt nicht direkt zum hier beschrieben Fall, nur was ich generell zum Pachten von elterlichen Betrieben sage:
Kenne auch Fälle, wo die Altbauern mit 65 Jahren alles wieder zurücknahmen, und irgendwie weiterwurschteln.
Ich würde den Hof NIE von meinem Eltern pachten.
Wo liegt das Problem, wenn die Eltern die Pension bekommen und übergeben? Für was gibt es die Bauernpension?


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