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 Betreff des Beitrags: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Sonntag 5. Januar 2014, 13:09 
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Hallo,ich habe einen steyr T84a (18er Hackfruchter) und diesen eineinhalb Jahre restoriert (neue Reifen,komplett zerlegt und geschliefen und lackiert ,Öle neu,Filter,Buchsen,Bremsen,Laderegler uvm.)mein Problem liegt darin das der Traktor sehr schwer startet egal ob Sommer oder Winter.Hab schon entlüftet bis zur ESP,elektrisch alles in Ordnung,sogar wenn ich den Traktor mit Zündfix und Kurbel starten will das Gleiche Ergebniss.Brauche dringend Hilfe ,da ich den Traktor nur zu Oldtimertreffen Fahre und die saison bald beginnt. :|


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Sonntag 5. Januar 2014, 15:32 
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Hallo & Willkommen!

Das ist jetzt nicht so einfach pauschal zu beantworten, zumal ich aus Deinen Beitrag Ungereimtheiten herauslese ... :?
Ist es sicher ein T84a, und kein rot lackierter T80a?
Mache bitte mal ein Foto, eines vom Armaturenbrett reicht ... ;)
Warum sich mir diese Frage stellt: Den T84 als Exportmodell hat es serienmäßig mit elektrischer Vorglüheinrichtung gegeben, während der T80 mit 6-Volt-Anlage auf die Verwendung von Zündfix ausgelegt war.
Weiters: Der "Startmengenknopf" am Deckel zur ESP ist bekannt? Auch die Funktion und Anwendung?
Dateianhang:
Mehrmengenknopf Steyr.jpg
Mehrmengenknopf Steyr.jpg [ 80.7 KiB | 8054-mal betrachtet ]

Das Gleiche gilt für den Dekompressor ...
Schließlich könnte schlechtes Kaltstartverhalten auch von falschen Steuer-und Einspritzzeiten, falsch eingestellten Ventilen, fehlerhaft montierter Vorkammer, oder einfach schlechter Kompression kommen.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Mittwoch 8. Januar 2014, 20:20 
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Hallo ,erstmal danke für die Antwort und ja es ist ein T84 a Baujahr 1959 aus Familienbesitz.Der Traktor hat eine Elektrische 12V Anlage .Drehstartschalter,Zündschloss,Vohrglüheinrichtung,Laderegler sind neu Lichtmaschiene und Starter wurden in einer Fachwärstätte überholt und die Verkabelung habe ich auch nach den Originalschaltplänen neu gemacht.Ich habe nur mit Kurbel und Zünfix gestartet um ein Elektrisches gebrechen auszuschliesen,betreibe den Traktor aber normal elektrisch.Hatte mit dem Kurbelstart aber leider das gleiche Ergebniss.Ja die Funktionsweise des Startmengenknopfs und des Dekompressors sind bekannt.Kann es sein das ich beim zusammenbau die ESP verstellt habe.Denn der Traktor wurde total zerlegt wirklich alles bis auf Motor und Getriebe ,um gereinigt,blank geschlifen und dann lackiert zu werden.Da ich beim Zusammenbau das Zuggestänge der ESP mehrmals gedreht habe um das Gasgestänge einzuhängen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Mittwoch 8. Januar 2014, 22:00 
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Hallo!

OK, Bj. 59 müßte schon serienmäßig das Fernthermometer haben ...
Allerdings frage ich mich nach wie vor, wie es möglich ist, bei vorhandener Glühkerze ein Zündfix zu verwenden ... :?
Die Einspritzpumpe kann grundsätzlich nicht verstellt werden (die Einspritzmenge ist durch das Pumpenelement vorgegeben), es wird nur der Einfluß des Fliehkraftreglers auf die Regelstange eingestellt.
Eine Verstellung merkt man eventuell am Standgas, dann muß für die selbe Drehzahl halt entsprechend mehr oder weniger Gas am Hebel gegeben werden. Aber auf das Startverhalten selbst sollte es keine Auswirkung haben.
Zurück zum Zündfix: Damit könnte man das Problem schon weiter eingrenzen.
Hat es nicht von selbst gezündet?
Ist es vielleicht aus dem Luntenhalter rausgefallen?
Hat es zwar gezündet, ist aber dann (ungenutzt) verbrannt (Rest im Luntenhalter zurückgeblieben)?
Wenn der Motor nicht anspringt, raucht er dann weiß aus dem Auspuff?

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Januar 2014, 09:16 
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Hallo,der Traktor war vom Werk elekrtisch zu starten ,nach ca.10 Jahren wurde die Glühkerze und Starter demontiert und nur noch mit Zündfix und Kurbel gestartet was auch super funktionierte.Bei der Restoration habe ich wieder auf elektrisch umgestellt.Ja als ich die Startprobleme hatte und kuezfristig wider auf Zündfix und Kurbelbetrieb umgebaut hatte hat der Traktor wenn er beim ersten Versuch nicht kam weis geraucht und der Zündfix war noch im Zündhalter und verrust.Kann es auch sein das ich in die Dieselleitung Verschmutzung bekommen habe und jetzt die Einspritzdüse verstopft ist.Beim zusammenbau habe ich natürlich Dieselfilter (neu) und ESP entlüftet.Es hört sich für mich beim starten so an als bekomme der Traktor zu wenig Diesel auch wenn ich den Startmengenknopf drücke.Da ich diesen Traktor schon seid meiner Kindheit kenne und starte höre ich das etwas nicht stimmt . Nur was :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Januar 2014, 09:22 
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Sorry falsche Datei,das war ich mit meinem 5 Jahre altem Sohn der mein Hobby mit mir teilt :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Januar 2014, 14:00 
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Hallo!

Danke für die Bilder.
Das mit den Zündfix wäre nun geklärt.
taschi 79 hat geschrieben:
Kann es auch sein das ich in die Dieselleitung Verschmutzung bekommen habe und jetzt die Einspritzdüse verstopft ist.
Die Düse selbst wohl nicht, dazu ist im Düsenhalter unter dem Anschlußstück für die Einspritzleitung nochmals ein kleines Sieb. Dieses überprüfen und ggf. reinigen/auswaschen.
Wenn man den Motor mit geöffneten Dekompressor und etwas Gas mit der Kurbel gemächlich durchdreht, muß man die Einspritzdüse "schnarren" hören, wenn die Einspritzpumpe fördert. Hört man nichts, macht eventuell das Kopfventil der ESP Probleme (es schließt nicht 100%ig). Dadurch wird vor allem beim Starten nicht richtig Druck aufgebaut. Eventuell dieses Kopfventil ausbauen, zerlegen und reinigen.
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Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Samstag 11. Januar 2014, 15:39 
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Ich werde dies überprüfen und reinigen und hoffe das war es dann,danke erstmal und ich melde mich wieder mit Ergebnissen. Gruss Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Sonntag 2. März 2014, 11:55 
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Da die Zylinderkopfdichtung undicht war wurde diese gewechselt(von einem Mechaniker der selbst einen 15 Steyr restouriert hat),da bemerkten wir das der Sitz der Ventile im Zylinderkopf nicht korrekt war (hat nicht 100%geschlossen).Dies wurde in einer Fachwerkstätte von einem sehr erfahrenem Mechaniker erledigt sodas wir den Traktor wieder zusammenbauen konnten.Der erste Startversuch war vielversprechend kein extremes rauchen mehr und der Traktor lief.Nur jetzt ist es so wenn ich ihm starte ist die ersten drei Sekunden so das er läuft(und man lässt denn Drehstartschalter aus) dann ca.vier Sekunden als bekäme er keinen Diesel dann läuft er einwandfrei,danach kannich ihn abstellen und starten mehrere male und er startet einwandfrei,einen Tag später wider das gleiche.Ist es möglich,das ich eine Undichtheit im System habe sodas der Traktor über Nacht Luft zieht. Und Heute wollte ich ihn starten und ich hörte ein pfeifendes Geräusch ich glaube bei der ESP dann drehte ich mit der Kurbel und hörte es deutlich ca.alle 1.5 Umdrehungen ,dieses Geräusch höre ich beim Traktor meines Vaters (Steyr T84 nicht restouriert)nicht.??? :| :| :|


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Sonntag 2. März 2014, 15:16 
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Hallo!

Ein "pfeifendes Geräusch" ist halt ziemlich weit gefaßt ... :?
Eventuell machst Du bitte ein Video, lädst es irgendwo hoch, und bettest es dann hier ein.
Ich könnte mir vorstellen, daß es entweder das Einspritzgeräusch ist. Dieses Schnarren der Einspritzdüse würde ich aber nicht mit "pfeifen", sondern eher mit quietschen oder quaken, oder ganz einfach nur als "pfurzen" umschreiben ... :mrgreen:
Dieses Geräusch kommt rythmisch/regelmäßig jede zweite Umdrehung an einer bestimmten Stelle (20° vor dem oberen Totpunkt).
Oder es ist ein von der Kurbelgehäuseentlüftung verursachtes Geräusch. Die Kurbelgehäuseentlüftung ist beim T80/84 in zwei Varianten ausgeführt.
Ein runder Deckel/Haube am Öleinfüllstutzen, mit Flatterventil und Drahtfilter, das ist die ältere Version, die direkt in die Botanik entlüftet.
Oder ein flacher, viereckiger Deckel mit der Aufschrift "Öl". Dann ist aber vom Deckel über der Einspritzpumpe eine Verbindungsleitung zum Luftfilter. Das ist die neuere Version, der Vorschrift entsprechend, Kubelgehäuseentlüftungen nicht ins Freie zu führen.
Welche Variante ist bei Deinen 18er verbaut? Je nachdem, welche Version verbaut ist, kann die Geräuschkulisse unterschiedlich sein.

Zum (Kalt)Startverhalten:
Daß das Kraftsstoffsystem Luft zieht, ist unwahrscheinlich. Der T84 hat keine Kraftstoffpumpe, die Dieselzufuhr erfolgt durch die Schwerkraft.
Ich denke eher, es sind "Zündaussetzter", also daß bei kalten Motor der eingespritzte Diesel noch nicht jedesmal zündet. Versuche mal "nachzuglühen". Damit meine ich, den Startschalter nach dem Start nicht einfach loszulassen, sondern die entsprechenden paar Sekunden in der Vorglühstellung festzuhalten. Aber vorsichtig, nicht "dreinstarten" ... :njet:

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Dienstag 4. März 2014, 18:39 
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Hallo
Danke für die schnelle Antwort,ja wenn ich nachglühe startet der Traktor viel besser,das Geräusch das ich hörte höre ich nicht mehr :o



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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Dienstag 4. März 2014, 18:55 
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Meine Frage wäre was sind Zündaussetzer und was kann ich dagegen tun ? :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Dienstag 4. März 2014, 22:00 
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Hallo!
taschi 79 hat geschrieben:
... das Geräusch das ich hörte höre ich nicht mehr :o
Gib mal (Voll)Gas beim Kurbeln, dann hörst Du wahrscheinlich auch das Geräusch wieder ... ;)
Zündaussetzer: Wenn (vor allem bei kalten Motor) nicht bei jeden Arbeitstakt eine Zündung erfolgt.
Hört sich dann etwa so an:
Starter dreht, Dekompressor wird zugemacht - rrrrrrrrrrrr - öff - öff - töff - öff - öff - töff - töff - töff - töff ...
Wobei "öff" für die Zündaussetzer steht. Mit Nachglühen sollten sie sich aber auf ein Minimum beschränken.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Sonntag 16. März 2014, 11:38 
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Stimmt ja, mit nachglühen startet der Traktor ohne Probleme und da es jetzt wärmer wird brauch ich nachglühen auch nicht mehr.Aber meine Frage bezüglich Zündaussetzer kann ich was degegen machen ,wenn ja was ?Oder hat das was mit der Glühkerze zu tun,die hab ich nämlich nicht neu .


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Montag 17. März 2014, 21:47 
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Hallo!
taschi 79 hat geschrieben:
Aber meine Frage bezüglich Zündaussetzer kann ich was degegen machen ,wenn ja was ?
Bis auf die Verwendung der Kaltstarteinrichtungen kann man dagegen nichts machen. Denn genau dafür sind diese auch da.
Eventuell Diesel mit einer Cetanzahl von über 55 verwenden. Man kann es aber auch übertreiben ... ;)

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Dienstag 18. März 2014, 17:58 
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Danke für den Tipp,stimmt man kann es Übertreiben :lol: .Aber rein aus Neugierde was ist eine Kaltstarteinrichtung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Samstag 22. März 2014, 11:13 
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Hallo!
taschi 79 hat geschrieben:
Was ist eine Kaltstarteinrichtung?
Unter dem Begriff "Kaltstarteinrichtung" werden Vorrichtungen zusammengefaßt, die den Kaltstart von Verbrennungsmotoren erleichtern (sollen).
Dazu zählt zB. der bekannte "Choke" beim Ottomotor.
Beim Dieselmotor werden hauptsächlich Glühkerzen verwendet (Rudolf-Diesel-Gedenkminute ... :mrgreen: ). Beim T84 zählt auch der Knopf für die Start-Mehrmenge und der Dekompressor dazu.
Glühkerzen werden unterschieden in die klassischen Glühkerzen, wie sie beim T84 und älteren Vorkammermotoren verbaut sind, und Schnellglühstifte, verwendet in moderneren Direkteinspritzermotoren, oder bei Steyr ab der Jubiläumsserie (T190). Weiters gibt es noch Flammglühkerzen für Flammstarteinrichtungen (der T188 hatte am Anfang eine Flammstartanlage vom System Thermostart). Viele Dieselmotore (vor allem die Direkteinspritzer) verwenden Heizflansche ("Heizigel") zur Vorwärmung der Ansaugluft. Bei Verteilereinspritzpumpen läßt sich in vielen Fällen der Einspritzzeitpunkt auf früher verlegen. Zusätzlich wird mehr Diesel eingespritzt (Startmengen/Kaltstartbeschleuniger). Es gibt auch automatische Kaltstartbeschleuniger.
Bei älteren Motoren besteht manchmal auch die Möglichkeit, "vorzupumpen". Dabei wird die Einspritzpumpe von Hand betätigt und (mehrmals) Krafstoff eingespritzt. Nicht zu verwechseln mit dem Handhebel zum Betätigen der Kraftstoffförderpumpe. Damit kann der Kaltstart besonders nach längerer Stehzeit erleichtert werden.
Nicht zu vergessen, auch die Zündlunte ("Zündfix") unserer Oldies ist eine Kaltstarthilfe.
Eine eher "exotische" Kaltstarteinrichtung ist die Startpilotanlage ("Ätherstartanlage"). Dabei wird Äther in den Ansaugtrakt gesprüht. Manchmal bei englischen/amerikanischen Motoren zu finden (John Deere, Victor Diesel, ...).

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Montag 24. März 2014, 20:47 
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Danke nochmal dafür. Hätte da schon wieder ne Frage :lol: .Mein Mechaniker (hat selbst einen sehr schön restaurierten 15er) hat bei mir die Zylinderkopfdichtung getauscht da undicht, dann brachten wir den Zylinderkopf samt Kipphebel und Ventile zum Mechanikermeister (hat sehr viel Erfahrung mit Traktoren insbesondere Steyr Oldies), er hat den Sitz der Ventile wieder optimiert. Da ich im Netz gelesen habe das man beim wechseln der Dichtung mit Dichtmasse arbeiten soll um auf Nummer sicher zu gehen fragte ich ihm das, seine Antwort darauf war er hat schon zig Zylinderköpfe abgedichtet und immer ohne Dichtmasse und alle waren dicht. Ich verstehe nur nicht das meiner beim Zusammenbau nicht dicht ist, da wir äusserst sauber gearbeitet haben und am Zylinderkopf weder Risse noch Unebenheiten waren. Oder gibt es bei den Dichtungen Qualitätsunterschiede ? hab meinen Satz beim Gady erworben. Muss es nun nochmal machen aber diesmal mit Dichtmasse.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Mittwoch 26. März 2014, 14:38 
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Hallo!

Dichtmasse ist etwas für Murkser ... ;)
Ich halte von der Verwendung in Kombination mit einer Flächendichtung schon nicht recht viel, bei einer Kupferringdichtung, wie sie bei der 13er-Serie verbaut ist, ist Dichtmasse meiner Meinung nach nur der sprichwörtliche "Schas im Wind" ...
Jedenfalls hat es, als diese Motoren gebaut wurden, keine Dichtmasse gegeben. Und auch früher wurde bei Reparaturen so etwas nicht verwendet. Komischerweise waren damals Probleme mit der ZKD eher selten.
Wichtiger ist es, die richtige Stärke zu verwenden. Wenn eine "1" eingeschlagen ist, heißt das nicht "1mm", sondern die Eins steht für die 1,2mm starke Zylinderkopfdichtung. "2" hingegen bedeutet, es ist eine ZKD mit 0,8mm zu verwenden. Manchmal werden auch noch Kopfdichtungen mit 1,0mm angeboten.
Auch bei den O-Ringen an den Blechhülsen der Übergänge gibt es verschiedene Ausführungen und Maße. Bei den ersten Baujahren ist eine tiefere Nut eingefräßt (4mm), später dann nur mehr 3,5mm.
taschi 79 hat geschrieben:
Ich verstehe nur nicht das meiner beim Zusammenbau nicht dicht ist ...
Wo genau ist er nicht dicht? Verliert er Kompression? Öl? Wasser?
taschi 79 hat geschrieben:
Oder gibt es bei den Dichtungen Qualitätsunterschiede ? hab meinen Satz beim Gady erworben.
Ja, der Gady verkauft viel. Auch Zylinderköpfe mit "Mailbrenner" ... :lol:
Aber noch wichtiger wie die Qualität ist, wie schon geschrieben, das richtige Maß. Ich schätze, daß bei den Dichtsätzen nur das gebräuchlichste Maß enthalten ist, wenn man die dickeren O-Ringe oder die stärkere Kopfdichtung benötigt, muß man die wohl extra nachkaufen ... :roll:

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Mittwoch 26. März 2014, 19:12 
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Hallo, der Traktor verliert Öl, wo bekomme ich Dichtungen der passenden Stärke? Damit ich (natürlich kein Murkser :lol: ) es diesmal besser hinbekomme. Dann hatte der Mechanikermeister in der Werstatt also recht, "haben wir früher auch nicht gehabt und war auch dicht" :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Mittwoch 26. März 2014, 23:56 
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Hallo!
taschi 79 hat geschrieben:
wo bekomme ich Dichtungen der passenden Stärke?
Bei mir in der Nähe ist zB. in Rastenfeld ein Motoreninstandsetzer (Eichinger). Hat aber normal auch jede Lagerhauswerkstätte, oder kann sie zumindest besorgen. Bei den O-Ringen ist es so, daß jene für die Hülsen bei den Stößelstangen für die alte Ausführung 1mm stärker sind. Ich habe die genauen Maße jetzt nicht im Kopf, aber ich glaube neu sind sie 6mm stark, für die alte Version müssen sie 7mm haben.
Hier (runterscrollen) habe ich online Dichtsätze mit jeweils der Kopfdichtung in allen drei Dicken gesehen.
Die Kupferdichtung könnte man ja wiederverwenden. Man müßte sie nur weich machen. Früher wurde das auch öfter gemacht. Entweder mit dem Autogenbrenner auf einer Eisenplatte vorsichtig (nicht durchbrennen!) ausglühen und dann in Wasser abschrecken, oder, so wie ich es mache, auf einen alten elektrischen Kocher legen, Damit kann man prima exakt und gleichmäßig auf blaue Anlaßfarbe gehen. Das reicht zum Weichmachen, bzw. ist optimal dazu. Eine kalte Dusche braucht das Kupfer anschließend natürlich auch ...
taschi 79 hat geschrieben:
... der Traktor verliert Öl ...
Bist Du Dir sicher, daß das Öl zwischen Block und Zylinderkopf austritt? Ich denke eher, es kommt "von oben" ...
Nämlich von den zwei Stehbolzen, die sich innerhalb des Ventildeckels befinden. Dort liegen ja unter den Zylinderkopfschrauben keine normalen Beilagscheiben, sondern spezielle, vergütete, polierte 4mm starke Scheiben. Eventuell waren die "nicht mehr ganz neu"?
Und wenn man dort beim Zusammenbau diese Scheiben an der Unterseite mit Dichtmasse bestreicht, so daß sie zu den Stehbolzen hin abdichten, ist es wahrscheinlich auch kein Fehler ... ;)
Am sichersten ist aber, an diesen zwei Stehbolzen gleich entsprechende neue Scheiben zu verwenden.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Freitag 28. März 2014, 07:16 
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Vielen Dank für die schnelle und exakte Antwort .Und ja es tritt Öl aus und nit mal wenig und zwar genau zwischen Motorblock und Zylinderkopf man merkt sogar wenn mann Vollgas gibt nach dem starten wie sich der Spalt langsam mit Öl füllt .werde das mit dem Maßen nachschauen und dann nochmal probieren und hoffe das wars dann :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Freitag 28. März 2014, 18:47 
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Hallo!
taschi 79 hat geschrieben:
Und ja es tritt Öl aus und nit mal wenig und zwar genau zwischen Motorblock und Zylinderkopf man merkt sogar wenn mann Vollgas gibt nach dem starten wie sich der Spalt langsam mit Öl füllt.
Sorry, da habe ich die Frage wohl falsch gestellt ... ;)
Also nochmals: Bist Du Dir sicher, daß das Öl nicht von oben aus dem Raum für die Kipphebel kommt, in den Bohrungen im Zylinderkopf für die Stehbolzen für die Zylinderkopfschrauben hinunterläuft, und dann am Spalt zwischen Block und Kopf austritt?
Überprüfe erst mal, welche Stärke der Zylinderkopfdichtung notwendig ist. Das Spaltmaß hat auch Einfluß auf das Startverhalten!
Wenn Du die richtige Kopfdichtung schon jetzt eingebaut hast, würde ich Dir Folgendes raten: Lasse den Kopf vorerst drauf. Besorge Dir ein Tuberl Hylomar M (günstig und gut) und eventuell zwei neue Unterlegscheiben für die Zylinderkopfschrauben. Dann schraubst Du nach Abnahme des Ventildeckels nur eine Mutter von einen Stehbolzen ab, nimmst die Scheibe raus, und wischt um den Stehbolzen sauber ab (sollte halbwegs ölfrei sein). Wenn die Beilagscheiben noch völlig plan und nicht zerkratzt sind, kann man sie wieder verwenden. Sind sie aber schon eingedrückt und voller Riefen, würde ich sie tauschen. Danach legt man am Zylinderkopf auf der Auflagefläche für die Unterlegscheiben rund um den Stehbolzen eine dezente Raupe Dichtmasse. Scheibe drauflegen, es sollte so viel Dichtmasse dort aufgebracht worden sein, daß es im Loch der Scheibe am Stehbolzen etwas herausquillt, wenn man die Unterlegscheibe festdrückt. Danach die Zylinderkopfmutter aufschrauben und mit den vorgeschriebenen 12 Kilo festziehen. Jetzt kann dieser Vorgang an der zweiten Zylinderkopfschreube unter den Ventildeckel durchgeführt werden.
Damit stehen die Chancen nicht schlecht, das Dichtheitsproblem mit weniger als 10,- Euro Aufwand zu beseitigen. Den Kopf runterreißen kannst Du noch immer, falls es nicht geholfen hat ... :bier:
Nicht vergessen: Nach einmal Warmfahren sollte das Anzugsdrehmoment der Zylinderkopfschreuben und das Ventilspiel überprüft werden. Sind ja noch keine Dehnschreauben ... ;)

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Steyr startet schlecht
BeitragVerfasst: Freitag 28. März 2014, 23:02 
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Einen Tip hätte ich noch parat ... :idea:

Du hast ja die alte Ausführung des Deckels am Öleinfüllstutzen, mit Filter und Flatterventil der Kurbelgehäuseentlüftung drinnen. Eventuell diesen Filter mal wieder in Benzin auswaschen. Wenn es schon länger nicht gemacht wurde, am besten ein paar Stunden einweichen. Einfach den Deckel umgedreht hinlegen und etwas Benzin hineinleeren. Ein sauberer Filter und ein funktionierendes Flatterventil ist Voraussetzung dafür, daß im Kurbelgehäuse der nötige Unterdruck zustande kommt. Und wenn der Motor dort "frei ausatmen" kann, dann neigt er an den anderen Stellen etwas weniger zum Schwitzen.

Gruß F

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BeitragVerfasst: Dienstag 15. April 2014, 17:13 
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Juhu :lol: :lol: :lol: .Hab jetzt Zylinderkopfdichtung tauschen die zweite vor zwei Wochen abgeschlossen und bin auch schon einige Kilometer gefahren war ja auch perfektes Wetter zum fahren :P .Der Traktor ist trocken juhu :lol: :lol: ,wollte mich nochmal für die ganzen Tipps die sehr hilfreich waren bedanken . DANKE.Mfg.Jürgen


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