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 Betreff des Beitrags: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. November 2010, 09:43 
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Hatten letztens eine interessante Diskussion über das befahren von Forstwegen und deren rechtlichen Hintergrund. Es ging dabei darum dass 6 Landwirte privat einen Forstweg (angeblich ohne Förderung :D) errichtet haben und mittels Tafeln das Befahren per Rad verbieten wollen.
Ironischerweise ist der Weg aber in einer Mountainbikekarte eingezeichnet als Teilstück einer Strecke von Oberösterreich nach Italien ;)

Was meint ihr dazu? Kennt ihr die genaue Rechtslage? Wie kann sich der Besitzer bzw Errichter der Straße davor schützen, bei Unfällen oder dergleichen belangt zu werden?
Dazu läuft ja ein Schauprozess von/mit dem Alpenverein, weiß dazu jemand etwas?

Gruss
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. November 2010, 11:03 
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Hallo!

Das ist bei uns in letzter Zeit leider in heißes Thema!

Rechtslage: Fahrradfahren auf Forststraßen ist verboten, außer mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundbesitzers. Dann übernimmt aber(leider) auch der Grundbesitzer die Haftung für die Ordnungsgemäße Befahrbarkeit seiner Straße.
Mountainbiker sind leider oft sehr unverschämt, daher sind viel Strecken in Karten eingezeichnet, obwohl es dort Fahrverbote gibt.
In der Praxis sollte ein Froststraßenbesitzer bei der entsprechen Tafel auch das Zusatzschild "gilt auch für Mountainbiker" anbringen!

Ich habe im Grunde nichts gegen friedliche Radfahrer auf meine Wegen, aber die "schwarzen Schafe" sind leider bereits in der Überzahl!

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lg
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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. November 2010, 14:13 
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Hallo!
leitn hat geschrieben:
Fahrradfahren auf Forststraßen ist verboten
Dem ist nicht so! Ist kein Verbotsschild vorhanden, darf der Radfahrer den Weg/die Straße "im guten Glauben" und "in angemessener Weise" benutzen. Haftbar ist, sofern der Radfahrer nicht selbst "grob fahrlässig" handelt, der Besitzer/Wegerhalter.
Erst bei Vorhandensein der Fahrverbotstafel, welche ja auch für Radfahrer gilt, ändert sich die rechtliche Situation dahingehend, daß dem Radfahrer schon mal Teilschuld angelastet wird, und der Besitzer nur mehr bei grober Fahrlässigkeit seinerseits haftbar gemacht werden kann.
In unserer Gegend gibt es eher Probleme mit Reitern. Dabei ist strittig, inwieweit das Fahrverbot Gültigkeit für das Pferd hat. Während im "Allgemeinen Fahrverbot" auch das Schieben oder Tragen von Fahrrädern untersagt ist, könnte ein Reiter dieses Verbot umgehen, indem er absitzt.
Also werden die benötigten Stangen für die Forststraßentafeln immer länger - um genug Platz für die Zusatztafeln zu haben ... :mrgreen:

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. November 2010, 16:46 
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Eigentlich ist es ja zum Lachen.
Wenn die Rechtslage nach "Hausverstand" geändert werden würde (ich meine damit, dass keinerlei Ansprüchen bei Unfällen stattzugeben ist)
würden ein großteil der Grundbesitzer sicher kein Problem haben jemanden auf Forststraßen oder dergleichen Reiten, Radfahren, was auch immer zu lassen :)

Weiters ist noch hinzuzufügen, dass ein großteil der Forststraßen gefördert werden (von welchem Topf auch immer), daher ist ein 100%iger Besitzsanspruch
seitens des oder der Landwirte auf die Forststraße abzulehnen. Weil auch Nichtlandwirte zahlen ja Steuern!

Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. November 2010, 22:03 
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matthias31 hat geschrieben:

Weiters ist noch hinzuzufügen, dass ein großteil der Forststraßen gefördert werden (von welchem Topf auch immer), daher ist ein 100%iger Besitzsanspruch
seitens des oder der Landwirte auf die Forststraße abzulehnen. Weil auch Nichtlandwirte zahlen ja Steuern!

Matthias


Hallo Matthias!

Mit dem abgelutschten Argument komm ein bekannter von mir auch gerne. Aber wenn ein zb ein Hausbesitzer deine Förderung für den neuen Heizkessel bekommt, darf ich, als Steuerzahler, dann auch in seine warme Stube? Oder die Staatsnahen Betriebe, die ja auch massiv auch dem Steuertopf ernärt werden, kann der kleine Steuerzahler dort einfach rumspazieren? klare Antwort: NEIN!!
Es darf doch eh jedermann frei jeden Wald und jede Forststraße benützen!

@Fadi
Eine Forststraße MUSS mit der entsprechenden Tafel gekennzeichnet sein, sonst gilt sie rechtlich nicht als Solche. Die Zusatztafel "Gilt auch für Reiter und Mountainbiker" wird jedoch sogar von Anwälten bei uns dringend empfohlen. :|

Natürlich wäre mir ach lieber, es würde hier wieder der "gesunde Menschenverstand" eingeführt, aber der ist leider von Aussterben bedroht(wahrscheinlich wegen dem Klimawandel?)! Nur wie rücksichtslos, saugefährlich und arrogant viele MTB Fahrer bei uns unterwegs sind, ist unwahrscheinlich. :(

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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Freitag 5. November 2010, 10:40 
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Hallo Leitn, ja, da kann ich dir nicht unrecht geben ;)

Also ich weiß nur die Situation bei meinem Onkel, da geht der Fernwanderweg
direkt beim Haus vorbei und zuerst über seinen "Heuweg" und da gabs eigentlich noch nie ein Problem, wahrscheinlich darum weil die Steigung für Hobbysportler nicht zum
"derblosn" ist :D:D:D

Gruss
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Freitag 5. November 2010, 12:42 
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Hallo!
leitn hat geschrieben:
Eine Forststraße MUSS mit der entsprechenden Tafel gekennzeichnet sein, sonst gilt sie rechtlich nicht als Solche.
Genau Das ist der springende Punkt! Gerade Mountainbiker sind da sehr talentiert, "Zufahrten" zu finden, wo sie Tafel und Schranken nicht gesehen haben (müssen).
Bei uns hebt die Forstverwaltung entlang von öffentlichen Straßen ja teilweise schon Gräben aus, oder errichtet Wälle aus Wurzelstöcken.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Samstag 6. November 2010, 11:00 
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wenn die freizeitsportler wenigstens auf den wegen blieben. ich habe derzeit massive probleme mit freizeitsportler die quer über die wiese radeln, joggen oder nordic walken

auf den forststrassen würde mir die tafel "benützen auf eigene gefahr" sehr gut gefallen, weil grundlegend habe ich nichts gegen die benützung nur eben was gegen den mangelnden hausverstand (der ist ja jetzt beim billa das kann nicht gut gehen)


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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Sonntag 7. November 2010, 18:16 
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ich stimme agrarökonom da voll und ganz zu.
generell habe ich nämlich auch nichts dagegen, dass sportler die wege benutzen, vielmehr geht es da um das gefühl, wo man fahren sollte und wo nicht. wenn wege und wiesen als spielplatz benutzt werden, wird es eben heikel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Sonntag 7. November 2010, 23:24 
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agrarökonom hat geschrieben:
wenn die freizeitsportler wenigstens auf den wegen blieben. ich habe derzeit massive probleme mit freizeitsportler die quer über die wiese radeln, joggen oder nordic walken

auf den forststrassen würde mir die tafel "benützen auf eigene gefahr" sehr gut gefallen, weil grundlegend habe ich nichts gegen die benützung nur eben was gegen den mangelnden hausverstand (der ist ja jetzt beim billa das kann nicht gut gehen)


Ja, auf den Wegen bleiben. Aber wenn ich mit Kinderwagen und Hund auf einer steilen Forststraße unterwegs bin, und eine Schar von bestimmt 30 Radfahrern kommt in vollem Schuss den Berg herab, so das eigentlich keiner eine Chance hat, rechtzeitig anzuhalten? Und keine Einsicht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Landwirte vs Freizeitsportler
BeitragVerfasst: Donnerstag 11. November 2010, 16:38 
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Man sagt doch im Auto sind viele rücksichtslos weil sie sich geschützt wissen.
Wie das wohl beim Radl ist ;)


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