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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 08:04 
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Hat sich einer von euch Landwirten schon mal Gedanken gemacht wie ihr euren Betrieb aufrecht halten könnt wenn es einmal zu einem Lieferengpass von Erdöl kommt?

Weiters wird es in den nächsten Jahrzehnten meiner Meinung nach ohnehin dazu kommen,
dass Treibstoff zuerst den "besseren" (Militär, Administration, Wirtschaft, ...) zur Verfügung
stehen wird und dann erst "uns" Otto-Normalverbraucher.

Also ich für meinen Teil tanke schon lange mindestens 50% Pflanzenöl im Auto.
Das macht bei mir Sinn da ich jeden Tag um die 90 Kilometer zur Arbeit und zurück fahren muss. Auch bei meinen Oldtimern wird das in Zukunft vermehrt erprobt und ich denke da werde ich bald zu 100% mit Pflanzenöl fahren. Zumindest in der warmen Jahreszeit.

Gruss
Matthias


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 11:25 
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Ich habe seit Jahren schon immer einen Vorrat von ca. 100 Liter Diesel und 50 Liter Benzin. Das reicht bei unserem Betrieb für den ganzen Sommer. Auto ist nicht lebensnotwendig.
Weiters rechne ich im Ernstfall auch mit bestimmten Zuteilungen an die Landwirte weil dann sofort die Eigenversorgung mit Lebensmitteln wieder ganz wichtig ist!

Auch wenn dann die Lebensmittelpreise extrem steigen würden, freuen brauchen wir uns auf eine solche Zeit nicht!!!

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Ein Altbauer, der in der Stadt wohnt aber sein Herz am kleinen steilen Bergbauernhof zurückgelassen hat.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 11:55 
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org hat geschrieben:
Ich habe seit Jahren schon immer einen Vorrat von ca. 100 Liter Diesel und 50 Liter Benzin. Das reicht bei unserem Betrieb für den ganzen Sommer. Auto ist nicht lebensnotwendig.
Weiters rechne ich im Ernstfall auch mit bestimmten Zuteilungen an die Landwirte weil dann sofort die Eigenversorgung mit Lebensmitteln wieder ganz wichtig ist!

Auch wenn dann die Lebensmittelpreise extrem steigen würden, freuen brauchen wir uns auf eine solche Zeit nicht!!!



Du hast meinen Frage nur halb beantwortet, oder machst du dir keine Gedanken über Alternativen zum Erdöl?

Im Automobilsektor gibt es ja schon überlegungen wie Elektroautos etc, aber im LW Bereich hab ich davon noch nichts gehört...

Niemand freut sich auf Veränderung bzw persönliche Einschränkungen, da bist du sicher nicht der einzige

Gruss
Matthias


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 13:05 
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Hallo!

Also die Landwirtschaft wird damit wohl das kleinste Problem haben, zumal es jene Sparte ist, die sich notfalls am leichtesten selber mit Energie versorgen kann. Ich glaube sogar, daß es positive Auswirkungen haben wird.
Problematisch sehe ich eher damit einhergehende Konflikte und Umbrüche. Autarkie und Autonomie wird da in vielerlei Hinsicht gefragt sein ...
Man ist ja ohnehin gewohnt, "mehrgleisig" zu fahren, und plant immer gewisse Reserven ein. Bei mir selber dürften sich auch keine Schwierigkeiten ergeben, zumal Improvisation eine Stärke von mir ist. Wenn es wirklich "dick" kommt, wäre sogar noch zum Teil die Ausrüstung und das Wissen für die Rinderanspannung vorhanden ... :cool:
Der Luftgekühlte Warchalowski-Motor ist ohnehin ein idealer PÖL-Motor. So verwendet Ludwig Elsbett in senen Motor zB. ebenso Hohlkolben.

Gruß F

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... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 14:25 
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Fadinger hat geschrieben:
Hallo!

Also die Landwirtschaft wird damit wohl das kleinste Problem haben, zumal es jene Sparte ist, die sich notfalls am leichtesten selber mit Energie versorgen kann. Ich glaube sogar, daß es positive Auswirkungen haben wird.
Problematisch sehe ich eher damit einhergehende Konflikte und Umbrüche. Autarkie und Autonomie wird da in vielerlei Hinsicht gefragt sein ...
Man ist ja ohnehin gewohnt, "mehrgleisig" zu fahren, und plant immer gewisse Reserven ein. Bei mir selber dürften sich auch keine Schwierigkeiten ergeben, zumal Improvisation eine Stärke von mir ist. Wenn es wirklich "dick" kommt, wäre sogar noch zum Teil die Ausrüstung und das Wissen für die Rinderanspannung vorhanden ... :cool:
Der Luftgekühlte Warchalowski-Motor ist ohnehin ein idealer PÖL-Motor. So verwendet Ludwig Elsbett in senen Motor zB. ebenso Hohlkolben.

Gruß F


Da mache ich mir auch keine Sorge um dich, eher um die Stadtbevölkerung die gewohnt ist wenig selbstständig zugreifen zu müssen
wenn auf einmal der Supermarkt leer ist, was sollen die Menschen machen? Und wenn kein Sprudl da ist ist der Supermarkt innerhalb von Tagen leer...

Gab es da einen Zusammenhang zwischen Elsbett Motor und dem Warchalowski Motor? ev. Industriespionage :mrgreen: :mrgreen:
Hab am Samstag erstmal PÖL getankt, etwa im Verhältnis 60:40 und man kennt keinen Unterschied.
Mal sehen wie er dann mit mehr % anspringt!

Gruss
Matthias


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 15:23 
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hallo Mathias31!
Dass ich mir keine Gedanken um die Zukunft ohne Öl mache weise ich entschieden zurück!
Aktuell haben wir auf der Alm eine Photovoltaik-Insellösung (weil für die Einspeisung zu wenig bezahlt wird war es sinnvoller einen guten Batterieraum zu bauen.)
Die Pläne für eine Hackschnitzelheizung (mit Alternative Stückholzheizung für große Scheiter) mit "Totem-Generator" für Eigenstromerzeugung sind fertig und Bau ist genehmigt.

Also glaube ich, dass wir (Meine Familie und ich) doch dabei sind uns auf die Zukunft vorzubereiten. Ausserdem habe ich bereits zu viel erlebt um mich noch von Umstürzen und besonderen Ereignissen schrecken zu lassen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 16:01 
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Biodiesel war heute an der Zapfsäule rund 18 Cent billiger als Diesel.

Diesel kriegt man auch aus Holz oder man baut halt wieder einen Holzgaser auf.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Juni 2010, 16:25 
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org hat geschrieben:
hallo Mathias31!
Dass ich mir keine Gedanken um die Zukunft ohne Öl mache weise ich entschieden zurück!
Aktuell haben wir auf der Alm eine Photovoltaik-Insellösung (weil für die Einspeisung zu wenig bezahlt wird war es sinnvoller einen guten Batterieraum zu bauen.)
Die Pläne für eine Hackschnitzelheizung (mit Alternative Stückholzheizung für große Scheiter) mit "Totem-Generator" für Eigenstromerzeugung sind fertig und Bau ist genehmigt.

Also glaube ich, dass wir (Meine Familie und ich) doch dabei sind uns auf die Zukunft vorzubereiten. Ausserdem habe ich bereits zu viel erlebt um mich noch von Umstürzen und besonderen Ereignissen schrecken zu lassen.


Das freut mich dass es so vernünftige Leute gibt die zb in Photovoltaik und nicht in
ein neues Auto investieren! :)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Juni 2010, 09:36 
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matthias31 hat geschrieben:
Das freut mich dass es so vernünftige Leute gibt die zb in Photovoltaik und nicht in
ein neues Auto investieren! :)


Danke für das Kompliment! Aber ob es vernünftig ist, ist aus monetärer Ansicht sehr zu bezweifeln. Es ist und war bei mir eher die Neugier ob es funktioniert...
Siehe da, es geht. Natürlich müssen wir da etwas mitdenken. Licht und Fernseher und Kleingeräte 24 Stunden kein Problem. Waschmaschine, E-Herd nur am Tag zu bedienen und der 3 KW Drehstrommotor, der für Kreissäge, Bodenseilwinde usw. usw. verwendet wird kann nicht mit Waschmaschine gleichzeitig gehen. Und in der Nacht arbeite ich sowieso nicht.
Ich überlege gerade ob ich im Austraghaus nicht ebenfalls diese Art der Stromversorgung mit Insellösung einbaue. Der Vorteil dabei wäre, wenn ich wirklich einmal "anstehe", dann könnte ich mit 100m Kabel beim Bauernhof Strom "ausborgen". Aber ob ich mich in meinem Alter noch darüberwage ist nicht sicher weil ich nur im Sommer dort wohne und im Winter das Haus leer steht und mit Stromheizung gegen den Frost gesichert ist. Daher müsste auch die Heizung neu gemacht werden... (ich denke, das können die Jungen tun, z.B. Anschluß an geplantes Heizhaus...)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Juni 2010, 11:07 
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matthias31 hat geschrieben:
Gab es da einen Zusammenhang zwischen Elsbett Motor und dem Warchalowski Motor? ev. Industriespionage :mrgreen: :mrgreen:
Na ja, Industriespionage nicht, ich würde es als gewisse Lernfähigkeit und Lernbereitschaft bezeichnen.
Adolf Warchalowski war ein österreichischer Luftfahrtpionier, als solcher ist er natürlich nicht an technischen Meilensteinen wie der "Tante Ju" vorübergegangen. Auch der JuMo dürfte auf Interesse gestoßen sein. Und Elsbett war als Ingenieur bei Junkers tätig, von daher kann es durchaus sein, daß gewisse Entwicklungen der Flugzeugtechnik in den "blauen Flieger" eingeflossen sind.
Ich habe mal einen Thread zum Thema "Gegenkolbenzweitaktdieselmotor" gestartet, dieser nutzt auch heute noch Patente, die Elsbett bei Junkers erarbeitet hat.

Gruß F

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BeitragVerfasst: Sonntag 27. Juni 2010, 15:04 
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man sollte sich sicherlich auf das postfossiles zeitalter vorbereiten, aber keine zu großen hoffnungen haben damit auf der sicheren seite zu sein.
allein wenn man sich ansieht, wie es nach (eher) lokalen katastrophen zugeht, können einem die haare zu berge stehen.
.... der mensch wird zur bestie, wenn es um das überleben geht.

.....und auf die kontinuität die (in österreich) besteht sollte man sich nicht verlassen und sich die geschichte des truthahnes vor augen halten.
dieser glaubt nämlich auch es geht immer so weiter, jeden tag futter und wasser und sicherheit, aber dannn kommt weihnachten :o

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