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 Betreff des Beitrags: Bauer hielt Knecht wie einen Sklaven
BeitragVerfasst: Dienstag 13. April 2010, 17:42 
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... ist nicht nur in der KRONE nachzulesen:

http://www.krone.at/krone/S25/object_id__194747/hxcms/

Mir ist das nicht fremd.
Da, wo ich meine Jugendzeit verbrachte, gab es auch so einen Fall.
Ich glaube, der Knecht lebt heute noch dort.
Es interessiert(e) niemanden, auch nicht den Pfarrer oder Bürgermeister oder einen Pfarrkirchenrat. Ist normal auf dem Land - wie es scheint.


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. April 2010, 18:30 
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ehrlich und tapfer
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@else
Dass dieser Fall nicht "normal" auf dem Land ist, weisst Du selber. Es ist genauso(wenig) normal, dass in der Stadt die Leute sterben und erst nach Wochen oder Monaten mit der Spachtel aus der Wohnung gekratzt werden.

Als Student in Wien habe ich mit Freunden regelmäßig überprüft, ob unsere Nachbarin, die 85 jährige "Dörrzwetschke" noch auf den Beinen ist. Den Bäcker, der in der Früh um 2 beim Aufstehen noch schnell seine Frau verprügelt hat, haben wir auch manchmal zur Räson gebracht und dafür am nächsten Tag angesoffen die Stiege hochgetragen. Sonst hätte das ja keiner gemacht.

Im Gegensatz zu jenen, die ihre Nachbarn oder Verwandten in der Stadtwohnung verrotten lassen, wird der Bauer und sein Sohn eine drastische Strafe ausfassen.

Auf einen Kronenzeitungsartikel würde ich mich übrigens in so einem Fall nicht verlassen. Nicht einmal eine Top-seriöse Zeitung wird in der Lage sein, ein jahrzehntelanges Verhältnis in einen Artikel zu pressen, der der Sache auch nur annähernd gerecht wird.


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. April 2010, 20:37 
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Hallo!

Den Krone-Artikel habe ich jetzt nicht gelesen, denn ich glaube mich noch an die Diskussion erinnern zu können, als der Fall aufgeflogen ist.
Auch in unserer unmittelbarer Nachbarschaft hat es einen Fall mit gewissen Ähnlichkeiten gegeben. Allerdings hat dieser "unter Verschluß" geendet. Jener "Fall" hat bis Mitte der 80ziger Jahre auf einen Hof mit und wie Pferd gearbeitet. Nach einen Besitzerwechsel wurde er dann mangels technisches Verständnis nicht mehr gebraucht. Es gab zwar ein Wohnrecht, welches aber immer weniger in Anspruch genommen wurde, vielmehr ist es vorgekommen, daß man am Heuboden einen ungepflegten, seit Tagen nicht mehr rasierten Mann begegnet ist ...
Irgendwann kam dann die Abschiebung in ein Pflegeheim, Entmündigung, ständige "Flucht", bis dieser "Fall" irgendwann komplett durchdrehte, und weggesperrt werden mu0te ...
Interessiert hat es niemanden, vor allem dann nicht, als dieser "Fall" weggesperrt war!
Und, soweit ich es beurteilen kann, das Leben zuvor als Knecht war sicher würdevoller, als jenes später als Herr ...

Gruß F

_________________

... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. April 2010, 12:43 
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Denke auch dass so etwas wie bei dir, Fadinger öfter vorkommt.
Kenne selbst zwei ähnliche Fälle, in beiden ist der "Knecht" behindert (Sprachbehinderung bzw Lernschwäche, der mit Sprachbehinderung
ist ein Gehirnathlet, er merkt sich alle Daten die er hört, weiß also wann jener Nachbar einen Traktor etc angeschafft hat)

Ich schätze wenn die zwei aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen würde, gingen sie daran zugrunde.

LG
Matthias


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. April 2010, 17:52 
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matthias hat geschrieben:
@else
Dass dieser Fall nicht "normal" auf dem Land ist, weisst Du selber. Es ist genauso(wenig) normal, dass in der Stadt die Leute sterben und erst nach Wochen oder Monaten mit der Spachtel aus der Wohnung gekratzt werden.

Als Student in Wien habe ich mit Freunden regelmäßig überprüft, ob unsere Nachbarin, die 85 jährige "Dörrzwetschke" noch auf den Beinen ist. Den Bäcker, der in der Früh um 2 beim Aufstehen noch schnell seine Frau verprügelt hat, haben wir auch manchmal zur Räson gebracht und dafür am nächsten Tag angesoffen die Stiege hochgetragen. Sonst hätte das ja keiner gemacht.

Im Gegensatz zu jenen, die ihre Nachbarn oder Verwandten in der Stadtwohnung verrotten lassen, wird der Bauer und sein Sohn eine drastische Strafe ausfassen.

Auf einen Kronenzeitungsartikel würde ich mich übrigens in so einem Fall nicht verlassen. Nicht einmal eine Top-seriöse Zeitung wird in der Lage sein, ein jahrzehntelanges Verhältnis in einen Artikel zu pressen, der der Sache auch nur annähernd gerecht wird.


Ich schrieb:
Es interessiert(e) niemanden, auch nicht den Pfarrer oder Bürgermeister oder einen Pfarrkirchenrat. Ist normal auf dem Land - wie es scheint.

Damit habe ich nicht gemeint, daß ein solcher "Fall" normal ist, sondern daß es normal ist, daß es keinen interessiert. Ich sehe darin einen wesentlichen Unterschied.

Den Kronenzeitungs-Artikel habe ich absichtlich ausgewählt, weil ich annehme (siehe lw Foren), daß es die meistgelesene Zeitung der bäuerlichen Bevölkerung ist. Es gibt auch seröse Quellen zu diesem "Fall".

Ich melde mich dazu noch einmal.
Denn Deine Aussage "Im Gegensatz zu jenen, die ihre Nachbarn oder Verwandten in der Stadtwohnung verrotten lassen, wird der Bauer und sein Sohn eine drastische Strafe ausfassen." ist ziemlich unreflektiert. Eine solche Äußerung bewirkt tatsächlich ein Kribbeln in mir.

Bin heute schon in Verzug. War etliche Stunden in einem Altenheim ...

Dennoch vorweg die Frage:
Soll man die Behinderten lieber in ihrer Situation belassen, weil sie die Veränderung nicht vertragen (könnten)??
Könnten wir nicht darüber reden, wie es überhaupt solange gedauert hat und warum?
Da könnte ich wirklich hüpfen.
Ihr redet über das "Ergebnis". Ich denke an das Vorhergegangene.

Ein Beispiel:
Ein aufgrund meines Einschreitens - nennt man wohl Zivilcourage - behinderter Mensch auf einem Bauernhof ist nach Jahrzehnten!!! befreit worden. Lebt zwar immer noch auf dem Bauernhof, wird aber täglich betreut, hat unwahrscheinlich viel gelernt und ist dem Menschsein ein bißchen näher gekommen. Lebt also nicht mehr wie ein schlecht gehaltener Hund.
Die Behörde (vorher lahmarsc ...) hat diesen "FAll" - wenn auch viel zu spät - gut gelöst.
Damit ist nicht der oben erwähnte Knecht gemeint!


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. April 2010, 19:36 
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Und im anderen Forum scheint es einige Insider zu geben.
In diesem Fall lohnt es sich nachzulesen:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. April 2010, 19:44 
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ehrlich und tapfer
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@else

ich gratuliere Dir zu Deiner Zivilcourage, die ich Dir auch so aus der Ferne zutraue.
Du wirst aber Verständnis haben, dass ich als LAndwirt auch ein wenig in Verteidigungsposition gehe, wenn mir ein Angriff ein wenig pauschal erscheint.

was Du damit:

"Denn Deine Aussage "Im Gegensatz zu jenen, die ihre Nachbarn oder Verwandten in der Stadtwohnung verrotten lassen, wird der Bauer und sein Sohn eine drastische Strafe ausfassen." ist ziemlich unreflektiert. Eine solche Äußerung bewirkt tatsächlich ein Kribbeln in mir."

gemeint hast, habe ich nicht ganz verstanden. Vielleicht kannst Du mir erläutern, wo ich in meiner Aussage falsch liege.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. April 2010, 09:51 
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Der Bauer verhält sich nicht gerade geschickt und der Fall scheint nach einer Verlängerung zu verlangen.

Kleine Zeitung

Landwirt soll Zeugen gedroht haben

Neuerliche Ermittlungen der Kripo im Fall des Knechtes Maximilian L. Der 62-jährige Landwirt soll mehreren Zeugen, die zugunsten des 56-jährigen Knechtes ausgesagt hatten, gedroht haben.
Einer der Betroffenen informierte am Dienstag die Polizei über die Drohungen - die Ermittlungen laufen

Foto © APA/SujetEiner der Betroffenen informierte am Dienstag die Polizei über die Drohungen - die Ermittlungen laufen

Noch ist das Strafverfahren gegen einen obersteirischen Bauern, der über Jahrzehnte seinen Knecht ausgenutzt und geschlagen haben soll, nicht beendet. Da wird bereits wieder ermittelt. Das bestätigen der zuständige Leobener Staatsanwalt Gunter Kirschenhofer und Gerhard Wind von der Kriminalaußenstelle Niklasdorf. Es geht um gefährliche Drohung, möglicherweise sogar um Zeugenbeeinflussung.
Vorverfahren

Der 62-jährige Landwirt soll mehreren Zeugen, die bei der Polizei und im gerichtlichen Vorverfahren zugunsten des Knechtes Maximilian L. (56) ausgesagt hatten, gedroht haben. Diese Zeugen sollten auch am Montag in der Verhandlung gegen Philipp P. im Leobener Landesgericht aussagen. Im Zuge ihrer Zeugenaussagen wollten sie, so die Betroffenen, den Richter auch über die Drohungen informieren. Doch der Prozess wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Jetzt haben die Zeugen Angst.

Einer der Betroffenen habe sich Dienstag an die Polizei gewandt, so der Staatsanwalt. Sofort nahmen die Beamten der Kriminalaußenstelle Niklasdorf die Ermittlungen auf. Am Mittwoch wurden die Betroffenen einvernommen. Sie bleiben dabei, dass sie der Bauer attackiert und bedroht habe.

Wie berichtet ist Philipp P. wegen Vernachlässigung des geistig eingeschränkten Knechtes sowie wegen schweren Betruges und Urkundenfälschung angeklagt. Parallel dazu läuft auch ein Zivilgerichtsverfahren. Das Pflegschaftsgericht hat eine Klagsführung über 428.000 Euro bewilligt. Dabei handelt es sich um Entgeltansprüche des betroffenen Knechtes.

HANS BREITEGGER


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BeitragVerfasst: Mittwoch 21. April 2010, 13:57 
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matthias hat geschrieben:
@else
Du wirst aber Verständnis haben, dass ich als LAndwirt auch ein wenig in Verteidigungsposition gehe, wenn mir ein Angriff ein wenig pauschal erscheint.

Natürlich. Aber warum gleich einen Angriff sehen?
Ich sehe in Deiner Reaktion keinen Angriff, aber einen humpelnden Vergleich.

Zitat:
"Denn Deine Aussage "Im Gegensatz zu jenen, die ihre Nachbarn oder Verwandten in der Stadtwohnung verrotten lassen, wird der Bauer und sein Sohn eine drastische Strafe ausfassen." ist ziemlich unreflektiert. Eine solche Äußerung bewirkt tatsächlich ein Kribbeln in mir."
habe ich nicht ganz verstanden. Vielleicht kannst Du mir erläutern, wo ich in meiner Aussage falsch liege


Der Bauer steht zu seinem (behinderten) Knecht in einer ganz anderen Beziehung als ein Nachbar zu einem Nachbarn in einer Stadtwohnung.
Für den Knecht als Arbeitskraft gibts schon einmal gesetzliche Regelungen.
Für den Behinderten, der auf dem Hof "sein" darf und keine Arbeitnehmer-Funktion hat, bestimmt auch ...
Also kann man sagen, der Bauer steht zum Behinderten/Knecht AUCH zumindest in einem Rechtsverhältnis.
Das menschliche Verhältnis kommt da noch hinzu.

Hingegen die Bewohner einer Stadtwohnung ...
zB in einem (vielstöckigen) Haus, wo sich die Mieter kaum kennen, weil sie mit dem Lift in die Tiefgarage und von dort mit ihrem Auto zur Arbeit fahren und am Abend erst nachhause kommen. Wie sollen sich da die Menschen näherkommen?
Da kommt es auf soviele Faktoren an. Ich könnte Dir aus meiner eigenen 40-jährigen Stadt-Wohnerfahrung betreffend Unterschiede etliches berichten.

Es gibt aber bestimmt Menschen in Stadt-Wohnungen, welche ganz bewußt Kontakte vermeiden und sich schon gar nicht "verantwortlich" fühlen für andere Menschen. Die keine Zeichen registrieren wie zb ein überquellendes Postfach oder sich stappelnde Zeitungen vor der Eingangstür. Oder Geräusche. Oder Stille.
Aber wirklich verantwortlich (Gesetz) ist ein solcher Mensch nicht.
DAHER kann der auch nicht für sein Verhalten gerichtlich verurteilt werden.

Wenn ein Mensch seinen Verwandten "verrotten" läßt:
Da muß ich an ein sehr trauriges Ereignis in unserer Nachbarschaft vor einem Monat denken. Trotz aufmerksamer und hilfsbereiter Nachbarn (darunter ich) lag eine noch nicht siebzigjährige Frau 6 Tage lang tot in ihrer Wohnung ...
Sollten die Nachbarn nun gerichtlich verurteilt werden?
Solltest Du am WARUM interessiert sein, schreib mir eine PN.

Ich gehöre ohnehin zu den Leuten, welche nicht wegschauen, sondern sich "verantwortlich fühlen". Obwohl Wegschauen sooo bequem wäre.
Und schließlich möchte ich selbst auch nicht in meiner Wohnung umfallen und "verrotten" müssen. Obwohl der Verrottende selbst seine "Verrottung" ja nicht mehr wahrnimmt ...

Habe ich Dir den Unterschied zwischen Bauer:Knecht und den Stadt-Wohnungsmenschen:Nachbarn deutlich machen können?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 21. April 2010, 19:00 
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dass es da einen UNterschied gibt, streitet ja keiner ab.
Wenn man aber Argumente zugunsten der beim Verrotten wegschauenden verwandten findet, dann sollte man ähnliche Argumente auch für den Bauern nicht ausschließen.

Dass das rechtsverhältnis zwischen Bauern und Knecht im konkreten Fall ganz sicher nicht einfach und eindeutig ist/war, das kann ich Dir aber garantieren und der FAll wird ja noch länger andauern.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 21. April 2010, 21:06 
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Verwandte: welche Verwandte? Kinder? Geschwister?

Erstens kann es Verwandte geben, die keine Kontakte pflegen - aus welchen Gründen auch immer - oder sie sogar abgebrochen haben.

Es kann ein Stadtbewohner zwar Verwandte haben, aber die leben weiß Gott wo - auch im Ausland - und haben nur selten Kontakte.

Der Bauer samt Sohn und vermutlich auch deren Verwandte und Nachbarn hatten aber bestimmt regelmäßig Kontakt. Oder nicht? Schließlich lebte der Knecht doch auf dem Hof der Bauern-"Familie".

Die Situation eines alleinstehenden und allein lebenden Menschen in einer Stadtwohnung wirst Du doch nicht wirklich mit dem im Familienverband lebenden Knecht vergleichen wollen.

Wie lange hast Du denn in der Stadt Wien gewohnt?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 21. April 2010, 21:16 
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Und noch einmal weise ich darauf hin, daß es am Land halt meistens so ist:

Da gibt es einen Mißstand, die Nachbarn wissen davon, halten aber den Mund bzw. tauschen sich untereinander aus, schreiten aber nicht ein.

Keiner will der Böse sein. Man will es sich doch nicht vertun mit dem Grundnachbarn.

1) Etwas zu wissen und nicht zu handeln, das ist zu verurteilen.

2) Etwas nicht zu wissen und nicht zu handeln, das ist - was?

3) Etwas nicht wissen wollen, um nicht handeln zu müssen, das ist die bequeme Art, durchs Leben zu schlendern.

Punkt 1) ist nunmal die am Land bevorzugte Art - meiner Erfahrung nach.
Auch wenn Du in dieser meiner Feststellung einen "Angriff" siehst.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 21. April 2010, 23:08 
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zu deinem letzten Eintrag gebe ich Dir völlig Recht. Nur eine Frage dazu: WAs unterscheidet im Umgang mit MIssständen jetzt die Leute von Stadt und Land?

Noch einmal ganz zurück: Du hast gestartet mit einem Kronenzeitugs-Artikel, der natirgemäß der Sachlage nicht so ganz gerecht wird. Und darunter hast Du sehr verallgemeinert, dass ein schlechter Umgan mit Missständen am Land "Normal" wäre.

Da kann halt eine zart besaitete Seele wie ich schon mal auf die Idee kommen, dass dies ein "Angriff" auf uns Landleute sei.

Zum konkreten Fall: Der Bauer wird bitter bezahlen. Das ist sicher.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 22. April 2010, 12:17 
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matthias hat geschrieben:
... Nur eine Frage dazu: WAs unterscheidet im Umgang mit MIssständen jetzt die Leute von Stadt und Land?

Daß den Leuten am Land ihr eigenes friedliches Dasein wichtiger ist:

Ein "kleinerer" LW ist oft von einem größeren abhängig, weil er von ihm lw Tätigkeiten durchführen läßt.
Aber auch Nicht-Bauern, vor allem die erwachsenen Kinder der Bauern, welche in Einfamilienhäusern wohnen und ebenfalls Grundnachbarn sind, schauen weg und handeln nicht. Weil sie ihren "Frieden" haben wollen. Und zugezogene Städter tun es ihnen aus demselben Grund oft gleich.
Auch in meiner kleinhäuslerischen Herkunftsfamilie gab es solche "friedliebende" Wegschauer.

In Stadt-Wohnungen lebende Nachbarn wohnen zwar dichter beieinander, haben aber nicht unbedingt engen Kontakt und sind auch meistens nicht aufeinander angewiesen. Man könnte sagen, sie können sich die Kontakte aussuchen.
So finden sich bei vielen Wohnungs-Bewohnern leichter Menschen, die sich trauen, also sich Zivilcourage "leisten", und bei einem Mißstand die Behörde informieren.

Zitat:
Noch einmal ganz zurück: Du hast gestartet mit einem Kronenzeitugs-Artikel, der natirgemäß der Sachlage nicht so ganz gerecht wird.

Ich habe die von mir negierte KRONE deshalb gewählt, weil ich zu wissen glaube, daß sie bei lw Foren-Usern sehr beliebt ist.
Ich habe aber auch geschrieben "nicht nur in der Krone ...".

Zitat:
Und darunter hast Du sehr verallgemeinert, dass ein schlechter Umgan mit Missständen am Land "Normal" wäre.

Ja, ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung. Leider - für die Betroffenen.

Zitat:
Da kann halt eine zart besaitete Seele wie ich ...

Ich bin auch zart besaitet. Und gerade deshalb glaube ich viel auszuhalten (war aber nicht immer so).
Sonst hätte ich unter der Hetzjagd, welche veranstaltet wurde, nachdem ich die "Befreiung" der von mir erwähnten Behinderten initiiert hatte und mich dazu bekannte, bestimmt gelitten.
Aber selbst ein solches - vorübergehendes - "Leiden" würde mich nicht davon abhalten, mich für ein Geschöpf einzusetzen, welches sich selbst nicht wehren kann, weil es keine Stimme hat und deshalb dauer-leiden muß.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 22. April 2010, 13:23 
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ich hätt eigentlich nicht gedacht, dass Du so mit Vorurteilen behaftet bist


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BeitragVerfasst: Donnerstag 22. April 2010, 20:34 
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:walla_huh:

Bitte klär mich auf!
Ich habe mir soviel Zeit genommen, Dir zu erklären, wie ich was gemeint habe.
Und dieser Dein Satz ist das Ergebnis. Da ist mir im nachhinein leid um die Zeit, die ich dafür aufgewendet habe.

Übrigens hast Du mir noch nicht gesagt, wielange Du in Wien gewohnt hast.

Womit bist Du eigentlich behaftet?
Ich trau mich das nicht so locker festzulegen.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 22. April 2010, 21:03 
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