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 Betreff des Beitrags: "Interne" Regelungen und Weisungen
BeitragVerfasst: Dienstag 26. November 2013, 18:50 
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Hallo!

Ein Kuh-Mord beschäftigt derzeit nicht nur die Anti-Jagd-Szene:

Jäger erschießt statt Hirsche 3 Kühe des Bürgermeisters

Kuh-Mord: Erhebungen laufen

Statt Hirsche sollen bereits vor zwei Wochen drei Kühe von einen bislang unbekannten Schützen "erlegt" worden sein. Dabei ist auch von Vertuschung die Rede, Schütze und Geschädigter sollen sich durch Zahlung von mehreren tausend Euro bereits einig geworden sein. Eine interne Regelung sozusagen ...
Der Generalsekretär der Landesjagdverbände, Peter Lebersorger, spricht zwar von einen unentschuldbaren Fehler, er führt diesen aber auf "Leistungsdruck" zurück. So etwas passiere nur dann, wenn auf Jäger ein enormer Druck ausgeübt werde, die Wildbestände massiv zu reduzieren.
Wo kommt dieser Druck her? Gibt es auch bei den Jägern "interne Weisungen", die eine Mindestquote einfordern? ZB. Sieben "Abschüsse" im Monat? ...

Gruß F

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. November 2013, 21:54 
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Wia 's mir is gång beim Hirscherljågn, dås mecht i euch dazöhln, es is koa Jågdlatein, drum soll koa Wåhrheit fehln. So månches Jåhr wårt i 's schon drauf, auf so a Weidmannsglück, auf oamål geht dås Rätsel auf und håst an Mords Anblick. [Strophe 1]

In åller Fruah beim Morgengraun i Kuahla melchn soll, då kimmt mei Weiberl grennt: "Geh tua schnell weg dein Stuhl. Då obn auf unsern Acker, jå fåst am Wåldesrånd, durt san zwoa große Viecha, die mir net san bekånnt." [Strophe 2]

I håb mein Stuhl auf d'Seitn gstellt, bin einigrennt ins Haus und håb mei Büchserl gschnåppt und wår scho wieder draußt. "Die Viecha san jå Hirschn, Hubertus steh mir bei! Ich mecht gern aufi schiaßn, auf's Herzal mit mein Blei." [Strophe 3]

Bin zuwiglegn zum Sauhåltzaun und nimm mei Glås in d'Hånd, gråd wia i eini schau, wår's Büchserl a schon gspånnt. An Stårkn und an Schwåchn håb i gsegn im Glasl drinn, mein Kopf fångt ån zum Kochen und 's Kugerl wår dahin. [Strophe 4]

A traurigs Gsicht glei nåch dem Schuss, dås håt wuhl a sein Grund, dås Hirscherl ziacht davon, åls war es no gånz gsund. Håt zwoamål no a Hoberl gmåcht, i denk mir no: "O weh!", für immer dånnn sei Haupt aufschlågt, bricht zsåmm auf gfrornen Schnee. [Strophe 5]

Mei Herzerl dånn is ghupft voll Freud åls wia a Lindnbliah, und 's Fiaber is dånn kemm, bis åbi zu die Knia. A so a Fieber måcht net krånk, dås dauert nur a Weil: "Hubertus, Dir a Weidmanns Dank, für mein Wiedmanns Heil!" [Strophe 6]


Strophen normiert:

Wie es mir ist gegangen beim Hirscherljagen, das möchte ich euch erzählen, es ist kein Jagdlatein, darum soll keine Wahrheit fehlen. So manches Jahr wart ich es schon darauf, auf so ein Weidmannsglück, auf einmal geht das Rätsel auf und hast einen Mords Anblick. [Strophe 1]

In aller Frühe beim Morgengrauen ich Kühe melken soll, da kommt mein Weiberl gerennt: "Geh tue schnell weg deinen Stuhl. Da oben auf unserem Acker, ja fast am Waldesrand, dort sind zwei große Viecher, die mir nicht sind bekannt." [Strophe 2]

Ich habe meinen Stuhl auf die Seite gestellt, bin reingerennt ins Haus und habe mein Büchserl geschnappt und war schon wieder draußen. "Die Viecher sind ja Hirschen, Hubertus steh mir bei! Ich möchte gern rauf schießen, auf das Herzal mit meinem Blei." [Strophe 3]

Bin dazugelegen zum Sauhaltzaun und nimm mein Glas in die Hand, gerade wie ich rein schau, war das Büchserl schon gespannt. Einen Starken und einen Schwachen habe ich gesehen im Glas drinnen, mein Kopf fangt an zum Kochen und das Kugerl war dahin. [Strophe 4]

Ein traurigs Gesicht gleich nach dem Schuss, das hat wohl auch seinen Grund, das Hirscherl zieht davon, als wäre es noch ganz gesund. Hat zweimal noch ein Hoberl gemacht, ich denke mir noch: "O weh!", für immer dannn sein Haupt aufschlagt, bricht zusammen auf gefrornen Schnee. [Strophe 5]

Mein Herzerl dann ist gehüpft voll Freude als wie eine Lindenblüte, und das Fieber ist dann gekommen, bis runter zu den Knien. Ein so ein Fieber macht nicht krank, das dauert nur eine Weile: "Hubertus, Dir ein Weidmanns Dank, für mein Wiedmanns Heil!" :klatsch:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 27. November 2013, 14:49 
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Nicht ganz uninteressant ist dass die ganze Sache erst nach rund 2 Wochen ihren Weg in die Medien gefunden hat. Die Bezirke Wr.Neustadt und auch Neunkirchen haben sich in den letzten Jahren zu wahren Hot-Spots von Wildsaugrabereien und Schälereien durch sehr hohe Rotwildbestände entwickelt........der Rat von Politik, BH, BBK u.a. war bis dato immer "Ihr müßt auf die Jäger mehr Druck ausüben dass diese mehr schießen"........und Lebersorger hat ja diesen "Druck" auch beklagt. Ich denke der Jäger war ein schlaues Kerlchen. Er hat ein paar Rinder geschossen in der Hoffnung dass nun die Bauern nicht mehr drücken.....
Helga


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BeitragVerfasst: Mittwoch 27. November 2013, 17:31 
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Hallo!
helmar hat geschrieben:
Ich denke der Jäger war ein schlaues Kerlchen. Er hat ein paar Rinder geschossen in der Hoffnung dass nun die Bauern nicht mehr drücken.....
Das wäre doch auch DIE Lösung für die Wiener Bullizei. Einfach ein paar "hohe Tiere" mittels Anzeige "erlegen", wenn mal wieder welche im Suff unterwegs sind ... :mrgreen:

Gruß F

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BeitragVerfasst: Freitag 29. November 2013, 21:38 
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In Osttirol haben Tourengeher 9 Ziegen und ein Schaft gesichtet.....die Tiere sollen im Herbst nicht Heimkehrwillig von der Alm gewesen sein. Das wär doch eine Aufgabe für ein paar zünftige Vertreter ihrer Berufsgruppe......je nachdem wer zuerst dort ist. Wenn die Jäger da sind, wird geschossen, wenn etwa Polizisten kommen, die Viecher festgenommen.......aber was fangen beide dann mit den 4 Pfotern an?
Helga


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BeitragVerfasst: Freitag 29. November 2013, 22:20 
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Hallo!
helmar hat geschrieben:
Das wär doch eine Aufgabe für ein paar zünftige Vertreter ihrer Berufsgruppe......je nachdem wer zuerst dort ist. Wenn die Jäger da sind, wird geschossen, wenn etwa Polizisten kommen, die Viecher festgenommen ...
Das wird schon grundsätzlich daran scheitern, daß dort weder SUV noch Dienstwagen hinkommen ... :roll:

Gruß F

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BeitragVerfasst: Sonntag 1. Dezember 2013, 11:16 
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Fadinger hat geschrieben:
Hallo!
helmar hat geschrieben:
Das wär doch eine Aufgabe für ein paar zünftige Vertreter ihrer Berufsgruppe......je nachdem wer zuerst dort ist. Wenn die Jäger da sind, wird geschossen, wenn etwa Polizisten kommen, die Viecher festgenommen ...
Das wird schon grundsätzlich daran scheitern, daß dort weder SUV noch Dienstwagen hinkommen ... :roll:

Gruß F


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Ein Altbauer, der in der Stadt wohnt aber sein Herz am kleinen steilen Bergbauernhof zurückgelassen hat.


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