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BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Februar 2010, 14:07 
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Ferkelkastration: Ab 1.01.2010 nur noch mit Schmerzausschaltung!

Eingriffe
Das Abklemmen der Zähne, das Kupieren der Schwänze, das Einsetzen von Nasenringen und Rüsselklammern ist verboten. Das Kastrieren von männlichen Schweinen darf seit dem 1. Januar 2010 nur noch unter Schmerzausschaltung vorgenommen werden.

Gemäss Tierschutzverordnung ist die Kastration männlicher Ferkel seit dem 1. Januar 2010 nur noch mit Schmerzausschaltung erlaubt. Dieser Routineeingriff hat lange Tradition und betrifft rund 1,3 Millionen Ferkel pro Jahr. Damit wird die Fleischqualität gesichert, weil Fleisch von geschlechtsreifen Ebern manchmal einen unangenehmen Geruch aufweist, der von Geschlechtshormonen und anderen Geruchsstoffen herrührt. Kastrationen sollten in den ersten Lebenswochen geschehen, da dann die Wundheilung am besten verläuft, das Verhalten am wenigsten beeinträchtigt und die Schmerzreaktionen am geringsten sind.

Ferkelkastration mit Schmerzausschaltung
Siehe auch rechts: Fachinformationen zu schmerzhaften Eingriffen bei Schweinen

Bereits bei neugeborenen Ferkeln sind Schneide- und Eckzähne voll ausgebildet. In der Praxis werden die Eckzähne oft gekürzt, um Verletzungen der Ferkel untereinander und des Gesäuges zu vermeiden. Neuere Untersuchungen haben jetzt gezeigt, dass Bissverletzungen von Ferkeln und Gesäuge sehr selten sind. Das Abklemmen der Zähne führt hingegen oft zu leistungsmindernden Nebenwirkungen. Das Abklemmen der Zähne ist verboten. In Einzelfällen kann ein Abschleifen der Eckzähne erfolgen. Dies darf jedoch nur mit speziell hierfür vorgesehenen Geräten erfolgen.

Mit dem Kupieren der Schwänze wird versucht, das Schwanzbeissen bei Schweinen zu reduzieren. Mit diesem Eingriff werden allerdings nur Symptome behandelt, da die Ursachen für das Schwanzbeissen in den Haltungsbedingungen zu suchen sind.
Der Eingriff selber ist schmerzhaft. Durch das Kürzen wird die Schwanzspitze zudem schmerzempfindlicher, weshalb die betroffenen Tiere sich dem Schwanzbeissen durch andere Tiere eher entziehen. Das Kupieren von Schwänzen ist deshalb verboten.

Nasenringe hindern Schweine am Wühlen, da der Ring im empfindlichen Rüssel Schmerzreize verursacht. Gerade das Wühlen gehört aber zum natürlichen Nahrungssuchverhalten von Schweinen. Um Flurschäden in Grenzen zu halten, empfiehlt sich ein geeignetes Weidemanagement. Das Einsetzen von Nasenringen sowie Klammern und Drähten in die Rüsselscheibe ist verboten.
Fachkontakt: info@bvet.admin.ch

Quelle:
http://www.bvet.admin.ch/tsp/02204/0221 ... ml?lang=de


In Österreich haben wir - AMA/VÖS sei Dank - den Schweinlehrpfad, der alle diese Eingriffe samt Begründung bereits den Schulkindern "spielerisch" vorführt.


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