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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 13:10 
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2009-05-20 / 08:56:18 / agricultura - Handel und PR GmbH

Ein Stück Zukunft vom Bio-Schweinefleisch
Wien (OTS) - Schweinefleisch stammt derzeit von weiblichen Tieren oder Kastraten. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Österreich) setzt sich dafür ein, dass in Zukunft männliche Masttiere - Eber - ohne Eingriffe gemästet werden. Verkostungen von Eber-Rohschinken und Eberrohwurst aus Schweizer Erzeugung bieten nun erstmals in Österreich kulinarische Einblicke in die Zukunft der Bio-Schweinefleischerzeugung.

Ziel des vom Lebensministerium an das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Österreich) vergebenen Projekts
"Marktforschung und Durchführbarkeitsstudie für Fleisch und Fleischprodukte aus Bio-Ebermast" ist es, die Ebermast als praxistaugliche Methode in der Bio-Schweinefleischerzeugung zu fördern, Marktteilnehmer und Konsumenten von den Vorzügen des Eberfleisches zu überzeugen und die dazu nötigen Vermarktungsmaßnahmen bei Direktvermarktern, Fleischereien und Großabnehmern zu erarbeiten.

Aufbauend auf einer umfangreichen Literaturstudie werden KonsumentInnen zur Zufriedenheit und Qualität von Eberfleisch-produkten befragt. Dazu werden in Fokusgruppen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark Blindver-kostungen durchgeführt. Nach der allgemeinen Beurteilung des Fleisches werden konkrete Fragestellungen der Vermarktung wie die Qualitätseinordnung und die Zahlungsbereitschaft für Eberfleisch behandelt.

"Die Ferkelkastration ist als schmerzhafter Eingriff in die Integrität der Schweine zu sehen. Der im Projekt verfolgte Ansatz geht davon aus, dass jeglicher Eingriff am Tier, auch wenn er unter Narkose erfolgt, Stress und Schmerz für das Tier bedeutet. Die derzeit zur Verfügung stehenden Methoden zur schmerzfreien Kastration beziehungsweise postoperativer Schmerz-behandlung sind jedoch entweder zu teuer oder noch nicht praxistauglich" - so Projektleiter DI Reinhard Geßl vom FiBL Österreich.

Unversehrtheit durch Ebermast
Die Ebermast gewährleistet größtmöglich die Unversehrtheit der Tiere. Der bei 1-30 % der männlichen Tiere auftretende Ebergeruch kann durch das Managementsystem, Zucht sowie Fütterung stark reduziert werden. Grundsätzlich spricht für die Ebermast, dass die unkastrierten männlichen Schweine ein besseres Fleischansatzvermögen bei niedrigerem Fettansatz und somit eine bessere Futterverwertung aufweisen. Derzeit stehen sensorische Analysen, Kochproben sowie analytische Methoden zur Erkennung geruchsbelasteter Schlachtkörper zur Verfügung. Für den Einsatz am Schlachthof wird derzeit von unterschiedlichen Stellen nach einer elektronischen Erkennung geforscht.

Akzeptanz der KonsumentInnen ist entscheidend
Die Akzeptanz von Eberprodukten durch die KonsumentInnen ist laut Literaturergebnissen wesentlich positiver zu bewerten als bisher angenommen. Frauen reagieren allgemein sensibler auf Ebergeruch, ältere Generationen haben verstärkt Vorurteile gegenüber Eberprodukten. Es zeigen sich zudem Länderunterschiede, sodass im Rahmen dieses Projektes die Akzeptanz der Österreicher durch Fokusgruppen untersucht wird.

"Wie Betriebe in der Schweiz und anderen Ländern Europas zeigen, ist die Produktion und Vermarktung von Eberfleisch durchaus erfolgreich möglich, allerdings auch mit einem höheren Organisationsaufwand verbunden. Langfristig gesehen könnten Ebermastsysteme als erfolgreiche Alternative zur herkömmlichen Schweinemast mit Kastration der männlichen Schweine etabliert werden" - ist DI Reinhard Geßl optimistisch.

Die ersten Projektergebnisse der aktuellen Verkostungsreihe bestätigen die Literaturangaben. Geschmack und Geruch der Eber-Rohschinken- und -wursterzeugnisse aus Schweizer Produktion wurden von den österreichischen VerkosterInnen überwiegend positiv bewertet. Die Ebererzeugnisse konnten nicht eindeutig von jenen Erzeugnissen aus "normaler" Produktion unter-schieden werden.

Österreichisches Tierschutzgesetz: Handlungsbedarf bei Ferkelkastration
Jährlich werden in der EU etwa 100 Millionen Schweine geschlachtet, ca. 5,5 Millionen davon in Österreich. Mit Ausnahme von England, Irland, z. T. Portugal, Spanien, Dänemark und Zypern werden praktisch 100 % der männlichen Mastschweine innerhalb der ersten sieben Lebenstage ohne jegliche Schmerz-ausschaltung kastriert. Ziel der Kastration ist vor allem die Vermeidung von "Ebergeruch" im Fleisch. Das an Urin erinnernde Aroma entsteht durch einen Cocktail von Substanzen, allen voran Androstenon und Skatol.

Laut österreichischem Tierschutzgesetz (§§ 5,7, 1. Tierhalte-verordnung 2.10) ist es grundsätzlich verboten, Tieren ungerecht- fertigt Schmerzen, Schäden und Leiden oder schwere Angst zuzufügen. Zulässige Eingriffe sind u. a. das betäubungslose Kastrieren männlicher Schweine bis zum 7. Lebenstag.

"Grundsätzlich nimmt Österreich durch das Tierschutzgesetz bei den Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere eine Vorreiterrolle in Europa ein. Was die Kastration männlicher Schweine anbelangt, besteht jedoch Handlungsbedarf. Praxisorientierte Forschungsprojekte für die Ebermast sind dringend notwendig, um auch in diesem Bereich tatsächlich dem Tierschutz gerecht zu werden" - so DI Reinhard Geßl abschließend.

Rückfragehinweis:
Fachlicher Kontakt:
Dipl.-Ing. Reinhard Geßl
01/9076313-35, M 0676/4059098
E reinhard.gessl@fibl.org


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 14:10 
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Hallo!

Den Schweinen möchte man also das Kastriern ersparen, dafür sollen alle Bauernkatzen serwohl kastriert werden? Tut es denen nicht weh?

Im Grunde sehe ich die Ansätze jedoch durchaus positiv. Schmerzen und Eingriffe, die nicht sein müssen, sollen auch nicht sein. Die Farge, ob sich Eberfleisch am Markt durchsetzt, wird hier wohl die Entscheidende sein. :|

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lg
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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 20:19 
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@ ELSE

altes mädl - vielleicht erlebe ich es noch. wogegen du mit all deiner verborgenen wut vorgehen willst - das gibt es in ö gar nicht. industrielle tierproduktion ist aufgrund unserer - im vergleich zum weltmarkt - keuschlerähnlichen flächenstruktur gar nicht möglich.

also justier dein zielglas neu und such dir die richtigen ziele

oder gehts dir ev. gar nicht so sehr um die sache selbst?

gruß


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 20:58 
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Also gibt jetzt nur eines, meine liebe Else.......Eberfleisch derart salonfähig machen, dass Andy und Alex daran auch nicht mehr vorbeikommen. Und du als bekennende Biokonsumentin solltest dich von den Kichererbsen lossagen und zum Kraut dir eine feine würzige Eberstelze gönnen........wenn dann unser Tierdiplomat dies auf Aiderbichl auch noch seinen Promifreunden serviert, ja dann besteht echt die Chance dass Eberfleisch salonfähig wird.
helmar


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 21:16 
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Liebe Bio-Bauern und Fast- sowie Ex-Biobauern!

Gerade Antworten wie diese, sehr geehrte Frau Helmar und lieber leitn verhindern einen echten Austausch. Das war im Qualitätsforum so und scheint hier genauso zu sein.

Andi und Alex - wer san den die ? Die sprechende Kronenzeitung, welche Ihr so liebt?

Für Euch gibt es anscheinenend nur Fleisch und Milch ... - Bauern.
In diesem - beschränkten - Kreis tanzt Ihr um Euch selbst herum und singt Eure Klagelieder.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 21:21 
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leitn hat geschrieben:
Hallo!

Den Schweinen möchte man also das Kastriern ersparen, dafür sollen alle Bauernkatzen serwohl kastriert werden? Tut es denen nicht weh?



Also leitn, von Dir hätte ich mir eine eine vernünftigere und sachliche Antwort erwartet.
Aber es ist wie es ist: D'Bauern miassn zsamm haltn.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 21:30 
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Kochsendungen sind in, liebe Else..und Andi und Alex sind Köche und präsentieren die Kochsendung auf ORF2.....werben für Qualität aus Österreich, auch bio.
helmar


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 21:47 
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Frau Helmar,
ich bin nicht lieb, und die zwei Fernsehbuben halt' kein vernünftiger Mensch länger als fünf Minuten aus.
Es ist eine Werbesendung (aber nicht für Bio) und sonst gar nix.
Kronenzeitung-Niveau.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 21:50 
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..und was mach ma jetzt? Ich werd wohl eine Pause machen.
helmar


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 22:52 
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else hat geschrieben:
Liebe Bio-Bauern und Fast- sowie Ex-Biobauern!



Für Euch gibt es anscheinenend nur Fleisch und Milch ... - Bauern.



.........ist das die neue standard - antwort? ich lese diesen satz in ähnlicher formulierung schon beim 3. oder 4. beitrag!!


gruss bäuerchen


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 08:16 
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Als beinahe Vegetarierin hat natürlich "Professorin" E. kein Interesse an Milch- u. Fleischerzeugenden Bauern, auch wenn sie Bio sind.
Die wirtschaftliche Not der Milchviehbauern kommentiert sie mit "Jammerei"! Lieber bevorzugt sie Bioprodukte aus aller Welt. Auf solche Konsumenten kann man gerne verzichten!
MfG Hubsi


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 11:54 
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holadrio hat geschrieben:
Es gibt Leute die nur eines am liebsten machen HETZEN.


Kein einziger sachlicher Beitrag zum eigentlichen Thema von Euch.

Bloß Unterstellungen wie zB "Hetzen" nach dem Motto "kill the messenger" :x

Schönen Himmelfahrtstag wünsch ich Euch.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 12:04 
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bäuerchen hat geschrieben:
else hat geschrieben:
Liebe Bio-Bauern und Fast- sowie Ex-Biobauern!
Für Euch gibt es anscheinenend nur Fleisch und Milch ... - Bauern.

.........ist das die neue standard - antwort? ich lese diesen satz in ähnlicher formulierung schon beim 3. oder 4. beitrag!!
gruss bäuerchen


Standardantworten gibts bei mir nicht. Und was ist so schlimm an meiner Feststellung, bäuerchen?

Aber bitte um eine Antwort dazu: gibt es hier im Forum Bauern, welche etwas anderes als Fleisch und Milch produzieren - als Lebensmittel (nicht als Futtermittel)?

Sind das keine Bauern, welche zB (Bio)Gemüse und -Getreide für den menschlichen Verzehr herstellen?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 13:14 
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Hallo Else,

Ich nehme an, der halodrio hat eher den hubsisturmi gemeint, als dich. Demnach re-agierst du wirklich etwas sehr .... naja, sag ma mal über ;)

Und ja natuerlich gibt es auch Gemüse- und Ackerbauern, aber die "sudern" halt meist nicht.
Sei es, weil sie "anders" sind - sei es, weil sie nichts zu jammern haben?

Ich vermag es nicht zu be-urteilen, aber sicher hats dafür einen "Grund" - nichtzuletzt auch die Tatsache, dass die meisten Ackerbauern in Großstadtnähe (sozusagen) befindlich sind und allein dadurch der "großen, realen, weiten Welt" (.......) um so einiges näher sind, als so mancher Landwirt mit Tieren. (Betonung auf so mancher gell - nicht dass man mich mistversteht ;-)

mfg Ice

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*** Ein Nein aus tiefster Überzeugung ist besser und größer als ein Ja, das nur gesagt wird, um zu gefallen oder um Schwierigkeiten zu vermeiden.
(Mahatma Gandhi)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 13:36 
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else hat geschrieben:
leitn hat geschrieben:
Hallo!

Den Schweinen möchte man also das Kastriern ersparen, dafür sollen alle Bauernkatzen serwohl kastriert werden? Tut es denen nicht weh?



Also leitn, von Dir hätte ich mir eine eine vernünftigere und sachliche Antwort erwartet.
Aber es ist wie es ist: D'Bauern miassn zsamm haltn.



Hallo Else!

Du hast hier ein Thema eröffnet, ohne auch nur ein einziges Wort deiner eigenen Meinung einzubringen. Und dann erwartest du sachliche Antworten?
Ich halte nun schon seit ein paar Jahren keine Schweine mehr (weil sie nicht mehr ihre natüliche Nahrung fressen dürfen). Daher hab ich sicher nicht die beste Fachmeinung.
Ich könnte mir, von meinen Erfahrungen als Tierhalter heraus aber vorstellen, das hier große Probleme bei der Aufzucht auftauchen. Nicht kastrierte Eber leben halt dann auch den vollen sexualtrieb aus, was bei der ja vorgeschriebenen Gruppenhaltung bestimmt zu Zwischenfällen führt, was auch mit sehr großen Schmerzen für Einzeltiere verbunden ist! (viel mehr schmerzen, als die Kastration innerhalb der ersten 7 Lebenstage verursacht!). Genau das ist ja auch ein Hauptargument der Befürworter der Katenkastrierer, auf deren Webseiten du mich soch mehrmahls hingewiesen hast!

Übrigens: Ich lebe in einer Hanglage, wo weder Gemüse noch Ackerbau "lebensfähig" ist. Und Gras von meinen Steilhängen kann immer noch am besten über den Wiederkäuermagen zu hochwertigen Lebensmitteln veredelt werden!
Nebenbei gibts von meine Streuobstwiesen noch Most und Apfel-Birnensaft, Brände diverser Früchte, Marmeladen und Kompotte usw...
Ohne Tierhaltung tät ich mitten im Wald leben, und das ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei, und da täten sich bei mir auch keine Gäste wohl fühlen!

Das man Tiere nicht über den Ackerbau ernähren sollte, da bin ich ganz deiner Meinung! Am Acker könnte man sinnvollere Sachen anbauen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 15:18 
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geh bitte auf die "Brände" näher ein!
Das ist doch mal was, zumal ich grad in einer "brandseeligen Laune" bin.

Gruß, Lutz!

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Der kleine Landwirt ist die Seele der Erde. Seine Rechte sind legitim-einverstanden?
Aber es ist nicht nett, ihn zu bitten zu verstummen.....also?
Wird die Welt das Opfer sein!
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Des Bauern Hand erhält das Heimatland!

Gruß, Lutz!


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 15:29 
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In den letzten Jahren "brennts" bei uns nicht mehr so viel! :mrgreen:
Das war dem Großvatern sein Spezialgebiet, der hat fast alles zu Brand gemacht( Obst, Zwetschke, Dirndl, Schlehen, Holler, Ribisel, Kräuter, Eslbeeren, Nuß, Brombeeren,... das ganze auch in Likör, dazu noch Weinbrannt)
Heute ist der Vater zuständig, jetzt gibts nur mehr: Obstler, Zwetschke, Dirndl und Kräuter!
:bia: :trink2: :irre:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 19:20 
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leitn hat geschrieben:
Du hast hier ein Thema eröffnet, ohne auch nur ein einziges Wort deiner eigenen Meinung einzubringen.

Ja, da hast Du recht.
Ich wollte in erster Linie die Meinung von Euch Bauern dazu hören.
Meine Meinung kennt Ihr ohnehin. In diesem Fall bedeutet sie: ja, ich finde das Projekt sehr gut. Ja, ich bin interessiert an allem, was das Leid der Tiere vermindert.
Ja, ich persönlich richte meinen Konsum danach aus.

Und ja (> sturmi): Tierleid zu vermindern erschöpft sich für mich nicht darin, Bauernkatzen (auf meine Kosten) kastrieren zu lassen. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 19:26 
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Icebreaker hat geschrieben:
Hallo Else,
Ich nehme an, der halodrio hat eher den hubsisturmi gemeint, als dich. Demnach re-agierst du wirklich etwas sehr .... naja, sag ma mal über ;)


Ja, wenn Du meinst, daß der halodrio den sturmi gemeint hat ...
Soll mir recht sein, Ice.

Hauptsach, Du bist wieder da :D


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 20:08 
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@ else

Wie gesagt: Aus meiner Sicht als "nicht Schweinebauer" besteht duchaus die Gefahr, das damit das Leid der Eber größer wird als vorher?

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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 20:12 
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Warum genau?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 20:19 
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Hast du meinen obigen Beitrag nicht gelesen?

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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 20:27 
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Doch, habe ich.
Aber vielleicht sind Deine Erfahrungen eben Deine Erfahrungen.

Es wird doch auch sonst (konv.!) viel auf Forschung gehalten ...
Warum nicht auch hier?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. Mai 2009, 20:52 
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else hat geschrieben:
Doch, habe ich.
Aber vielleicht sind Deine Erfahrungen eben Deine Erfahrungen.

Es wird doch auch sonst (konv.!) viel auf Forschung gehalten ...
Warum nicht auch hier?


Zu Teil hast du dabei schon recht, aber eben nur zum Teil. So manche Verbesserung der Tierhaltungvorschriften wird scheinbar nur von "Bürohengsten" gemacht und ist in der Praxis nur aufwendig und Teuer und sogar kontraproduktiv! Ich denke da jetzt zb an die Standplatzbreite bei Rindern in Anbindehaltung: Hier ist die Standbreite pro Kuh erhöht worden. Nun ist es noch schwerer, den Standplatz rein und Trocken zu halten, und die dominanten Kühen können noch mehr schräg liegen, was den Platznachbarn noch weniger Spielraum lässt.
Für die Bauern kostet es jedoch eine menge Geld, ohne das er die Sicherheit hat, da nicht schon in wenigen Jahren (zb bei Regierungswechsel) wieder eine Neue Voschrift herauskommt, die der jetztigen entgegensteht?

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 08:51 
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Schönen Sonntag!
Aus meiner Sicht wird das Tierleid nur vorgeschoben um handfeste finanzielle Interessen eines Pharmakonzern durchzusetzen.
Für uns Bauern bringt die Ebermast eine Reihe von Nachteilen. Die Schlachtgewichte von derzeit 95 kg Totgewicht müssten auf unter 80 kg reduziert werden. Für die gleiche Fleischmenge müssten mehr Tiere gehalten werden. Weiters müsste eine geschlechtergetrennte Haltung durchgeführt werden. 5 % der Schweine würden trotz Immunisierung den urinhältigen Geschmack beibehalten. Das bedeutet für uns einen finanziellen Schaden aufgrund dieses minderwertigen Fleisches. Die Impfung muss 2-mal erfolgen, mit 30 kg und mit 80 kg Lebendgewicht. Ein 80 kg Schwein subkutan (unter die Haut) zu impfen ist in der Praxis schwierig und birgt auch für den Bauern und für die Bäuerin gefahren. Beim Bauern könnte eine unbeabsichtige Selbstinjektion den gleichen Effekt haben wie beim Schwein. Schwangeren Bäuerinnen wird überhaupt abgeraten solche Immunisierungen durchzuführen.
Ich als Konsument würde kein immunisiertes Eberfleisch kaufen. In der Praxis wird´s dann wohl so sein dass dieses minderwertige Fleisch in der Wurst oder im Hundefutter "verschwindet" bzw. unter den Entstehungskosten an den "Mann" gebracht werden müsste. Hingegen würde Fleisch von weiblichen Schweinen Mangelware werden und dementsprechend einen hohen Preis in der Fleischtheke erzielen. Abzuwarten bleibt für uns Bauern ob der besser erzielte Preis für weibliche Mastschweine den Minderpreis von Eberschweinen kompensiert.
MfG Hubsi
PS: Die Änderungen beinhalten ausschließlich die Korrekturen von Rechtschreibfehlern und der Grammatik!


Zuletzt geändert von hubsi OÖ am Sonntag 24. Mai 2009, 12:17, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 09:40 
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Betriebsart: kein Betrieb
Ausbildung: keine Ausbildung
Hallo, auch von mir einen schönen Sonntag!

Also die Hubsi-Argumente klingen ja nun selbst für meinen Holz-Verstand auch einleuchtend.
Schön ist, wenn über Neuerungen nachgedacht und diskutiert wird. Nicht ganz so toll ist´s dann, wenn etwas Unausgereiftes gleich durchgezogen und womöglich noch mit Auflagen belegt würde.

Wie gesagt, ich kann mich den Argumenten nicht verwehren, zumal da ja wie beschrieben, nicht unerhebliche Gefahren für den Tierhalter bestehen.

Gruß, Lutz!

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