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BeitragVerfasst: Samstag 1. Mai 2010, 16:49 
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http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bgbl ... II_129.pdf

Ist das eine begrüßenswerte Maßnahme vom Minister Berlakovich aus Eurer Sicht?


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BeitragVerfasst: Samstag 1. Mai 2010, 18:38 
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ehrlich und tapfer
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@else

Diese Verordnung ist eine Reaktion auf den Milchstreik des vorigen Jahres.
Im Durchschnitt wird je Betrieb etwa 140€ ausbezahlt werden (hundertvierzig).
Es soll damit der durchschnittliche Milchgeldverlust von rund 7000 bis 10000€ (siebentausend bis zehntausend) abgefedert werden.
Muss ich da noch mein persönliches Urteil dazuschreiben?

Auf jeden Fall hilft es den Agrarpolitikern, ihr Gesicht zu wahren (um das Geld gekämpft wie die Löwen) und der Öffentlichkeit, das Klischee zu bestätigen (Bauern hängen am Subventionstropf)


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BeitragVerfasst: Samstag 1. Mai 2010, 22:00 
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matthias hat geschrieben:
Im Durchschnitt wird je Betrieb etwa 140€ ausbezahlt werden (hundertvierzig).
Es soll damit der durchschnittliche Milchgeldverlust von rund 7000 bis 10000€ (siebentausend bis zehntausend) abgefedert werden.

Der Durchschnitt (pro Jahr, pro Monat) sagt dem Laien wenig.
Ein Beispiel mit dem "kleinen Bergbauern" etwa und einem ev. gräflichen Milchproduzenten würde das schon besser erklären.

Zitat:
Muss ich da noch mein persönliches Urteil dazuschreiben?

Müssen nicht, aber interessieren tät es schon.

Zitat:
Auf jeden Fall hilft es den Agrarpolitikern, ihr Gesicht zu wahren (um das Geld gekämpft wie die Löwen) und der Öffentlichkeit, das Klischee zu bestätigen (Bauern hängen am Subventionstropf)

Das Klischee (=Vorurteil)?
Hängen die Bauern also nicht am Subventionstropf?


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BeitragVerfasst: Samstag 1. Mai 2010, 22:52 
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@else

es gibt rund 0,2 Cent je kg Milchquote aus dieser "Sonderhilfe".
Rund 70 000 kg Quote besitzt der durchschnittliche LLIeferant in Ö. Ergibt also rund 140 Euro EINMALIG für dieses JAHR. UNd dieser durchschnittliche Betrieb hat je nach Molkerei ca. 10 bis 15 Cent Milchpreis verloren, also rund 7000 bis 10000€ pro JAHR und zwar DAUERHAFT.
Für alle anderen Betriebsgrößen kannst Du es Dir selber ausrechnen.

Aufsummiert auf alle europäischen Milchbauern kommt dann ein Betrag in Höhe von 300 Mill Euro zusammen, den wir dann wieder einzelstaatlich um die Ohren gehaut bekommen und uns als Subventionstropfpatienten ansudern lassen müssen. Du bist ja der lebende Beweis dafür.

Deine Frage: "Hängen die Bauern also nicht am Subventionstropf?" ist ja berechtigt. Konkret bei dieser Milch-Sonderhilfe kannst Du Dir die Antwort hoffentlich selber geben.

Das von Dir geforderte praktische Beispiel: Ich hab 150 000 kg Milchquote und werde also deswegen 300 von Steuerzahler hart verdiente Euros abcashen. Oder besser gesagt: Mir 300€ als Subventionsinfusion einverleiben. Dass ich aber rund 18000€ Blutverlust zu Gunsten der geschätzten Verbraucher zu verkraften habe, interessiert ja niemanden (außer vielleicht meine eigene 7-köpfige Familie).


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BeitragVerfasst: Samstag 1. Mai 2010, 23:19 
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Vielen Dank für Deine Mühe, matthias.

Jedoch:
Ein Verbraucher kann sich leider darunter nix vorstellen.
Milchqoute?
Dein praktisches Beispiel reicht nicht, um einen "dummen" Verbraucher aufzuklären.

Wie wärs damit:

* der Bauer kriegt für einen Liter Milch
... Euro von der Molkerei
... Euro von der EU
... Euro von xy
... usw.

* der Verbraucher zahlt für einen Liter Milch
... Euro ab Hof (Hofladen)
... Euro im Supermarkt
... Euro am Markstand
... usw.

Das Klischee mit dem Subventionstopf kommt von Dir. Ich wollte lediglich wissen, wie Du das meinst. Hängst Du nun oder hängst Du nicht?
Wenn Du von einem "Klischee/Vorurteil" redest, hängst Du nicht. Was also?


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BeitragVerfasst: Sonntag 2. Mai 2010, 00:09 
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entschuldige Else, ich bin nicht Deine Antwortmaschine


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BeitragVerfasst: Sonntag 2. Mai 2010, 16:15 
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Hallo!

Ich vermisse eigentlich den Brief vom Minister mit dem Hinweis auf diese großartige Maßnahme. Habe ich da irgendwo etwas übersehen?
Geredet wird von der "Hilfe" für die Milchbauern ja eh schon seit letzten Herbst. Angekommen ist von dieser Hilfe allerdings noch nichts.

@else,
bei Interesse an den Milchauszahlungspreisen schau doch mal in den Thread "Berglandmilch". Dort findest Du die Antwort auf die Frage, wieviel der Bauer für einen Liter Milch von wo kriegt ...

Gruß F

_________________

... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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BeitragVerfasst: Montag 17. Mai 2010, 21:26 
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else hat geschrieben:
Vielen Dank für Deine Mühe, matthias.

Jedoch:
Ein Verbraucher kann sich leider darunter nix vorstellen.
Milchqoute?
Dein praktisches Beispiel reicht nicht, um einen "dummen" Verbraucher aufzuklären.

Wie wärs damit:

* der Bauer kriegt für einen Liter Milch
... Euro von der Molkerei
... Euro von der EU
... Euro von xy
... usw.

* der Verbraucher zahlt für einen Liter Milch
... Euro ab Hof (Hofladen)
... Euro im Supermarkt
... Euro am Markstand
... usw.

Das Klischee mit dem Subventionstopf kommt von Dir. Ich wollte lediglich wissen, wie Du das meinst. Hängst Du nun oder hängst Du nicht?
Wenn Du von einem "Klischee/Vorurteil" redest, hängst Du nicht. Was also?


Hallo Else!

Wenn das so leicht aufzulisten wäre, würden die Bauern das dann selber auch verstehen, und würden leichter einsehen, das sie für ihre Arbeit nix bezahlt bekommen.
Leider gibt es diese Transparenz nicht. Keine Förderung wird per Liter Milch bezahlt. Bestenfalls noch, wie hier, per KG "Referenzmenge". Dann wieder mal pro Milchkuh, meist jedoch pro Ha oder einfach, wie bei der EHP, nach irgendwann mal früher ausbezahlten "Referenzzahlungen".
Um da eine wirklich genaue Auflistung zu bekommen, bedarf es einer ganzen Horde von Ama- Bürostuhlwärmern!

_________________
lg
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der mit dem Hang zum Hang... weil mache Sachen im Leben einfach steil sind!


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