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 Betreff des Beitrags: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 14:08 
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ehrlich und tapfer
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Montag 22.45 Uhr

http://www.daserste.de/beckmann/

Die streitbaren Milchbäuerinnen bei Beckmann im ARD

Für mich sind diese Frauen die Heldinnen mitten im Milchdesaster.
Mit dem Campieren und dem Hungerstreik vor dem Kanzleramt in Berlin haben sie der Politik so richtig eingeheizt und Kanzlerin Merkel samt dem ganzen Anhang in Zugzwang gebracht.

Diese Bäuerinnen ziehen für uns Milchbauern den verfahrenen Karren ein Stück weit allein aus dem Dreck. Wer da nicht selbst mitzieht und anschiebt, der kann mich mal.....

matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 19:36 
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Hallo Matthias..heute wurde seitens der NÖ Bäuerinnenarbeitsgemeinschaft in verschiedenen SPAR Filialen für Milchpodukte aus Österreich geworben. Ich bin auch dabei gewesen, und ich hoffe du erschreckst jetzt nicht, auch eine IG Milchbäuerin. Ich weiss, dir sind Traktordemos, Hungestreiks, Lieferboykotte Faironikas mit und ohne modisches Zubehör lieber..........in vielen Gespächen mit Konsumenten wurde für die derzeit katastrophale Situation der Milchbauern Verständnis aufgebracht, meistens auch auf die EU geschimpft, und zumindest sagten alle dass sie in Zukunft noch mehr auf die Herkunft von Milchprodukten achten werden. Manche meinten auch dass sie noch mehr Verständnis hätten, wäre nicht vor einem Jahr im Fernsehen zu sehen gewesen, dass Milchbauern die so wertvolle Milch in den Ausguss laufen liessen. Und das zu Zeiten als der Preis besser gewesen ist als jetzt.
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 21:13 
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@helmar

Löblich, wirklich sehr löblich! :mrgreen:
Hast auch brav ein Dirndl angezogen? Am Foto in der ach so lieben "Bauernzeitung" stehen nämlich alle fein säuberlich "angedirndlt".
Ich darf wohl bei solchen Aktionen gar nicht teilnehmen, da ich keine Trachtenkleidung besitze... :cry:
Werbung für besseren Absatz ist gut, kann aber die Notwendigkeit der Mengenregulierung nicht aufheben.

Das Argumentationsproblem, das die Milchbauern (also ach die IG-Milchbauern) beim Gespräch mit der Politik haben ist das viele davon die Quotenerhöhungen gutgeheißen haben und dem Qutenausstieg generell als richtig angesehen haben. Nun wo der MP in den Keller gerutscht ist, gehen so manche gegen ihre eigene, damalige Meinung protestieren... :x
Vor allem die Deutschen Milchbauern sollten sich hier angesprochen fühlen! :twisted:

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lg
leitn, alias Leitnfexer

der mit dem Hang zum Hang... weil mache Sachen im Leben einfach steil sind!


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 21:29 
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ohne Furcht und Tadel
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Helden streiken nicht!

Wenn sich Frau Merkel einmal von einem Hungerstreik beeinflussen läßt, sitzen jeden Tag drei weitere Hungerstreiker vor der Tür. Das ist wie bei Entführungen mit Lösegeldforderungen.

Ich bin schon auf das Ergebnis des Hungerstreiks gespannt!

Was glaubt Ihr, was dabei herauskommt und was so ein Streik bezwecken kann?


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 21:48 
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ehrlich und tapfer
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Sir Robin, Eure Boten scheinen schlecht beritten zu sein. Der Hungerstreik ist lang vorbei und Merkel muß jetzt einlenken.

Im Übrigen widersprecht ihr Euch selbst. Merkel hatte zwar Zeit, mit Asylanten zu reden, aber nicht mit den Bäuerinnen, weswegen sie dann in den Hungerstreik getreten sind. Mit Entführern und Terroristen wird meines Wissens so gut wie immer verhandelt, auch mit Lehrern, Schülern, Postlern......

@Helmar: Was Du mit den Niederösterreichischen Bäuerinnen heute gemacht hast, machen wir von der IG-Milch das ganze Jahr über. Du willst das nur nicht wissen und nicht anerkennen. Und wenn Du es bemerken würdest, hätten wir wohl das falsche Gewand an, die Falsche Kuh mit, die falsche MIlch, die falschen Worte, die falsche Uhrzeit, das falsche Geschäft, die falschen Konsumenten, die falschen Leute mit ihren falschen Kindern, das falsche Wetter und sonst noch irgend etwas falsches. Es ist sowieso egal, was wir machen, Du wirst etwas finden, was falsch ist.

Weil wir unsere Konsumentenaktionen üblicherweise verstärkt am Weltmilchtag machen, kam jetzt wohl auch die große Vertretung unter Zugzwang. Niemand von der IG-Milch wird ein schlechtes Wort über diese Bäuerinnenaktion verlieren, was umgekehrt leider nicht funktioniert.
Diese Imagepflege ist wichtig, löst aber das aktuelle Problem nicht ausreichend.

Deine UNterstellung, mir würden Traktordemos, Hungerstreiks usw. lieber sein, kannst Du Dir hinschieben wohin Du willst....

Ich verstehe auch nicht, warum Du als ausgewiesene Parteimitarbeiterin nicht wenigstens alle 14 Tage solche Aktionen organisierst und den Parteiapparat besser berätst, wie der Milchmarkt in Ordnung zu bringen ist.

matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 21:54 
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leitn hat geschrieben:
@helmar

Löblich, wirklich sehr löblich! :mrgreen:
Hast auch brav ein Dirndl angezogen? Am Foto in der ach so lieben "Bauernzeitung" stehen nämlich alle fein säuberlich "angedirndlt".
Hallo Leitn.......kann man auch unbrav ein Dirndl anziehen? Nein, ich durfte auch so wie ich meistens unterwegs bin, mitmachen. Und sonst hast zu diesem Thema auch recht.
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 22:04 
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Ach Matthias........Gewand, egal welches, ist immer gut, denn ob ein paar nackte Milchbauern und Innen(um es korrekt zu schreiben) so wirklich der echte Hingucker wären?

Mit dem Zugzwang, in welchen der Bauernbund geraten ist, hast du recht, aber ob diese ganzen Aktionen wirklich viel nützen sei dahingestellt..........erst wenn weniger Milch auf den Markt kommt, und zwar nicht nur eine Woche oder zwei, kommt es vielleicht zu einer besseren Nachfrage und damit besseren Preisen. Und es scheint ja zumindest in der BRD noch ein paar Optimisten zu geben, zumindest jene welche derzeit Stall bauen und vergrössern wollen(neue Topagrar).
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2009, 22:37 
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Was haben Stallbauer in Deutschland mit der MIlchbäuerinnen aktion jetzt genau zu tun?

Wieso steigt die Nachfrage, wenn das Angebot sinkt? Deine Erklärung dafür würde sicher viele Wirtschaftswissenschafter interessieren.

Warum sagst Du die Forderung, die Anlieferung zu reduzieren immer mir und nicht Deinen Parteigenossen, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren? Ich halt es nicht aus.

matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 08:35 
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Wennst mich nicht aushältst, dann ignorier mich halt.......
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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 08:50 
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Ist das die Antwort, wenn ich Dich nach einer Erklärung für Deine abstrusen Behauptungen frage?
matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 09:33 
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Ich habe nur das verlinkte Interview auf landwirttodcom gelesen. Leider hat es da keine Angaben dazu gegeben, ob die Bäuerinnen ausschliesslich wegen der Preissituation gestreikt haben oder auch deshalb weil es u.a. so eng für sie geworden ist, weil eben auch die Betriebsvergrösserung vor einiger Zeit oder Investitionen zu Zeiten als der Milchpreis um etliches besser als jetzt war, und für welche jetzt die Tilgung läuft, gegeben hat. Vor 2 Jahren waren wir bei einem Landwirttodcom User zu Besuch in Bayern. Und der sagte damals "kaum hat sich der Milchpreis ein bisserl gefangen, kaufens wie die Wilden.....bauen gleich doppelt so gross, wie sie selber Grund haben..........und zahlen Pachtpreise, dass einem schwindlig wird...und wenn du auf dein Sacherl schaust und nicht auch so tust, bist für die sowieso der Depp".........ein bisserl mehr Hintergründe wird es vielleicht beim Beckmann geben. Oder auch nicht. Und wenn jemand grösser baut als er selber die Basis dafür hat, dann tut er doch dies auch in der Hoffnung wohl dass er wenn er fertig ist, die umliegenden Flächen auch noch erwischt wenn es den nachbarn aufgestellt hat, oder? Aus deiner Sicht wird diese meine Meinung wieder eine böswillige Unterstellung sein........denn das tun ja immer nur die vom Bauernbund, Bauernverband, aber doch nicht.....
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 10:52 
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ehrlich und tapfer
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Dass Du den Hungerstreikenden Bäuerinnen böswillig Fehlspekulation unterstellst, hast Du ja selber klar und deutlich geschrieben und zugegeben, weil Du Dich nicht über die Hintergründe informierst und trotzdem Urteile abgibst.

Dass Du Dich selbst für einen riesigen Deppen hältst, hast Du uns schon ein paar hundert mal geschrieben, das wird jetzt schon langsam fad.

matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 11:02 
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.....ich unterstell also böswillig Fehlspekulationen? Aus deiner Sicht immer........und wenn zumindest bei einigen die Situation tatsächlich so wäre? Vielleicht deshalb weil sie auch in Zukunft Milchkühe haben wollten/wollen, und wenn möglich 3 mal soviel wie sie hatten als sie übernommen haben? Weil auch sie dem Rat vieler Experten gefolgt sind? Und jetzt die Suppe auslöffeln dafür dass sie, wie die meisten andern auch, daran geglaubt haben dass immer mehr und höher keine Grenzen hat?
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 12:28 
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komisch. sind die bauern nach wien gefahren, waren die armen bäuerinnen daheim. jetzt sind die bäuerinnen in berlin und keiner erbarmt sich um die armen bauern. weil die müssen sich jetzt selber kochen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 13:01 
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@helmar

Du mußt nicht darüber Spekulieren, ob die hungerstreikenden Bäuerinnen falsche Investitionen getätigt haben. Frag sie doch ganz einfach, bevor du sie öffentlich aburteilst.

Die Telefonnumern der Frauen sind ganz einfach zu finden - ich helfe Dir auch gerne dabei.

Überdies finde ich es ganz fies von Dir, jeden, der seinen Betrieb noch länger führen und in produktion halten will, hinterherzuspucken. Nur weil Du selbst diesen Schritt nicht gehen und den Betrieb auslaufen lassen willst.

Was ist mit meinen obigen Fragen?
Was haben Stallbauer in Deutschland mit deiner MIlchbäuerinnen aktion jetzt genau zu tun?

Wieso steigt die Nachfrage, wenn das Angebot sinkt? Deine Erklärung dafür würde sicher viele Wirtschaftswissenschafter interessieren.

Warum sagst Du die Forderung, die Anlieferung zu reduzieren immer mir und nicht Deinen Parteigenossen, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren? Ich halt es nicht aus.

matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 20:36 
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Wenn ich dir jetzt gute Nacht wünsche denkst du wahrscheinlich dass ich dir dabei Albträume wünsche......tu ich aber nicht.
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2009, 21:32 
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wie wäre es ganz einfach mit kurzen Antworten zu Fragen über Deine Behauptungen?

matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Montag 25. Mai 2009, 10:07 
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Das Desaster um den Milchpreis ist für die Milchbauern wirklich fürchterlich. Da beneide ich wirklich niemanden!!!
Aber manchmal, nur ganz leise kommt mir ein Gefühl von Genugtuung auf. Warum??
Als ich 1986 mit der Mutterkuhhaltung und mit Hochlandrindern begann, habe ich mein damaliges Milchkontigent von 10.212,-- Kg. verkauft. Eigentlich hätte ich erwartet, dass ich eventuell von Schafbauern als Konkurrenz gesehen und angefeindet werde. NEIN! Die Milchbauern waren die grössten Gegner, obwohl ich denen keine Konkurrenz machte. Mein Milchkontigent konne nun ein anderer liefern! Die Argumente waren vielfältig von "das brauchen wir nicht" bis zu "der verrät ja den Bauernstand". Das ging soweit, dass beim Landtag vom Rinderzuchtverband auf Druck der Milchbauern ein Antrag eingebracht werden sollte, die die Zucht dieser Rasse ein für allemal verbieten soll. Wir wurden mit allen unmöglichen Argumenten schlecht gemacht. Warum gerade die Milchbauern dabei federführend waren ist mir heute noch ein Rätsel.
(Das war eigentlich quer durch viele Bundesländer so, denn Tierzuchtsache ist Ländersache)

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Ein Altbauer, der in der Stadt wohnt aber sein Herz am kleinen steilen Bergbauernhof zurückgelassen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Montag 25. Mai 2009, 12:34 
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Hallo!

@org,
sobald Du nicht das machst, was die Nachbarschaft für Dich als gut befindet, wirst Du diese als Gegner haben. Das ist überall das Gleiche. Nicht nur bei Umstellung auf Mutterkuhhaltung, auch bei Einstieg in die Schafhaltung oder auch nur bei Wechsel auf eine Milchrasse. Ich kann ein Lied davon singen ...
Ist man dann noch dazu mit den eigenständigen Weg erfolgreich und will der 100%ig prognostizierte "Untergang" nicht und nicht eintreten, arten die Feindseligkeiten regelrecht aus, und münden in Anzeigen, Klagen, Mobbing, Diffamierungen und schließlich damit, das jemand derart besorgt um einen ist, das er für Dich etwa einen LKW-Zug Stroh, irgendwelche Baustoffe und dgl. bestellt ...
(Man staunt nicht schlecht, wenn ein Geflügelhändler anruft, man solle sich die bestellten Küken an dem und dem Tag im Ort abholen, obwohl man die Hühnerhaltung bereits vor zwanzig Jahren aufgegeben hat ... ).
Das ist eben die Einstellung: "Nur was ich mache ist richtig", macht es jemand anders, ist es mit Sicherheit falsch" ...
Für mich ist da helmar so ein typisches Beispiel. Momentan ist Fleckviehhornloszucht der Weisheit letzter Schluß, Milchrassenhaltung aber so etwas von falsch ... Oder Demo´s mit Kühen, vom Bauernbund veranstaltet, sind in Ordnung, wehe aber, diese werden von der IG-Milch organisiert ...

Gruß F

_________________

... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Montag 25. Mai 2009, 12:46 
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@org
wenn ich die einst in den kammerzeitungen hochgelobten Muku-Betriebe zusammenzähle, da bleiben nicht viel über die jetzt noch bewirtschaften.
alles geht nebeneinanderher beruf, familie und landwirtschaft, wenn man nur auf Muku umstellt. das es nicht so einfach und easy ist, dass mussten viele erst teuer erlernen.

aber es ist so wie fadi schreibt, kaum weicht mal etwas von der allgemeinheit ab, wird geredet. siehe erdhaufen diskussion im andersforum


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Montag 25. Mai 2009, 14:13 
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OK, Fadinger! Ich sehe, dass Du auch darin Erfahrung hast. Dann nimm noch eine Rasse, die es bisher in Österreich nicht gab und die Reaktionen der "Berufskollegen" sind entsprechend.
Dabei hätte ich mich gar nicht mit einer ausländischen Rasse befasst, wenn man hier das Pinzgauer Rind nicht durch Einkreuzungen "vermurkst" hätte. Das wären ideale leichte Bergbauernkühe gewesen, leichtkalbend, geländegängig und genügsam.
Dann habe ich noch gesehen wie ein grosser Hof (in Zell/See Schüttdorf) die bisher auf Milchleitung gezüchteten Rinder einfach von einem Tag auf den anderen nicht mehr gemolken hat, sondern als Mutterkühe verwenden wollte. Die Leiden der (bisher Hochleistungs-)Tiere, die Euterkrankheiten und die Überforderung der Kühe plötzlich Mutterrolle spielen zu müssen war mir zuwieder!

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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Montag 25. Mai 2009, 19:59 
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Hallo Fadinger.....ich finds auch nicht ok. wenn wer vom Bauernbund oder sonstwer mit Kühen in Wein herumläuft. Wenn er das selber tun will, ist das seine Sache, aber ob es überhaupt den Kühen sehr recht ist, in einen Viehanhänger zu bugsiert zu werden, und dass bei Lärm herumhatschen zu müssen, ich weiss nicht recht....
Die Hornlosflecken, mit denen probier ich es halt, viel wird da wohl nicht schief gehen. Was für welche Nachbarn du da hast welche dir da sooo lieb gutes tun wollen, versteh ich nicht so ganz. Ich find Jerseys echt lieb, für den Fall dass du welche hast, und wenn du deine Quote übers Fett bedienst, na das ist noch immer deine Sache.....
Hallo Org...so ganz versteh ich das auch nicht warum da so manche wegen der Haltung anderer als der angestammten Rassen so einen Zirkus machen. Solange fest genug gezäunt ist dass der Zuchtstier nicht herumstreunen kann, wird doch kein normal denkender Mensch da was dagegen haben. In meiner Nähe hat ein Mukuhalter seinen Limousinstier mitlaufen, und mit dem hat es noch nie Probleme gegeben. Wird wohl auch der Zaun damit zu tun haben.
Hallo Agrarökonom...habe ich auch schon beobachtet.....da meinten auch etliche das geht alles von selber. Es sind auch in meiner Gegend schon weniger solcher Mukuhalter welche da meinten es würde sich alles von selber regeln. Jene aber welche jetzt noch diese halten geben zu dass sie sich(meistens) nur das Melken ersparen, aber sonst, gerade wenn es um die Abkalbungen geht sehr dahinter sein müssen.
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Milchbäuerinnen bei Beckmann
BeitragVerfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 09:06 
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Guten Morgen!
Ja davon kann ich auch ein Lied singen! Jetzt betreibe ich seit 3 Jahren meinen großen Traktor mit Rapsöl und der prognostizierte Motorschaden ist noch immer nicht eingetreten.
Ich habe mich auf Schweinemast spezialisiert, ein Tabubruch für viele "geschlossene" Betriebe! Schon lange bin ich Arbeitskreis-Ackerbauer, Apotheker nennen mich meine "Kollegen"!
Unterschwellige Bemerkungen und blöde Sprüche waren und sind keine Seltenheit. Sachliche Argumente werden negiert, am besten ist man lächelt und denkt sich seinen Teil.
Unwissenheit gepaart mit sich nicht Weiterentwickeln zu wollen erzeugt solch ein "Klima"!
MfG Hubsi


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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Mai 2009, 21:38 
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Viele bedauernswerte Kollegen findet man in so einem Forum.

Mich wundert immer wieder, dass man immer wieder bei allen Veranstaltungen, Versammlungen, Demo´s, Wirtshaustischplauderei usw. dabei sein muss. Ich baue dies sukzessive ab und konzentriere mich auf meinen Betrieb. Dies bringt mehr, als die Nerven für die Meinung der anderen zu opfern.

Letztens habe ich von einem Bekannten, der erst kürzlich eine Facharbeiterausbildung absolviert hat einen Text zugespielt bekommen, welcher mit: Wer immer wieder das gleiche tut und dennoch auf eine anderes Ergebnis hofft ist verrückt, betitelt war.

Diese Überschrift könnte auch für diesen thread passend sein und auch für viele andere.


Gruß

Sir Robin Hood


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