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 Betreff des Beitrags: Amerikanisches Milchquotensystem ???
BeitragVerfasst: Sonntag 8. März 2009, 11:54 
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Hallo!

Was haltet Ihr vom amerikanischen (kanadischen) Quotensystem, wo den Überlieferern die Quote um die Höhe der Überlieferung gekürzt wird?

Gruß F

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. März 2009, 12:08 
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also, wenn es keine superabgabe oder ähnliches gibt, hilft das wohl auch nicht?

so wie manche jetzt schon das kontingent verkaufen und dann weiter voll liefern...

wie regeln die amis(canadier) das?

lg leitn

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BeitragVerfasst: Montag 23. März 2009, 14:35 
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Wozu brauchen die Kanadier überhaupt eine Quote? Wo doch der frei Markt eh alles regelt? Europa braucht ja auch keine mehr... :?:

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BeitragVerfasst: Montag 23. März 2009, 15:55 
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Hallo!

Das Kanadische System ist sehr rigeros. Da wagt es niemand zu überliefern. Eher wird lieber in die Grube gemolken. Und, es läuft quartalsweise! Ich glaube, sogar Monat für Monat. Da läuft nichts mit "Einteilung". Angenommen, 60tsd Kg Quote wären 5000 im Monat, lieferst 6000kg, brauchst die nächsten Monate nur mehr 4000 liefern, usw. Also ist es leicht zu schaffen, daß man innerhalb ein paar Monate ganz aufhören "darf". Das Ganze natürlich neben einer "Zusatzabgabe". Die "kratzt" aber niemanden .....

Gruß F

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BeitragVerfasst: Montag 23. März 2009, 17:28 
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Wäre doch eine Möglichkeit es auch in der EU so zu machen.
Da hätten wir die Menge bald im Griff!
mfg leo


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 23:14 
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Schmarrn: EU produziert 132 Mio Tonnen; Ö: 2,8 Schweiz 3,4 Kanada ca.8 Mio Tonnen.
Quotenpreise in Kanada nahezu unbezahlbar und was ist, wenn die ihren Markt nun bald öffnen müssen?


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BeitragVerfasst: Montag 6. April 2009, 00:38 
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Hallo!

Kein Schmarrn dude (wie kommst Du eigentlich auf {zu} diesen Namen?) ;)
Zitat:
EU produziert 132 Mio Tonnen; Ö: 2,8 Schweiz 3,4 Kanada ca.8 Mio Tonnen
Genau das ist nämlich der Grund des Übels. Die EU-produziert zuviel Milch, Kanada produziert die dem Markt angepaßte Menge. Was würde wohl sein, bei einer Milchproduktion von EU 80 Mio to, AT 2 Mio to, CH 2,2 Mio to?

Gruß F

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BeitragVerfasst: Montag 6. April 2009, 07:26 
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@fadinger: Wer zwigt Dich am Markt vorbei zu produzieren? Um die Quote zu erhalten mußt Du lediglich 80 % Deiner Quote erfüllen, warum lieferst Du 100 +/-?Wer zwingt Dich die geschenkten Prozenterln zu erfüllen? ( woast eh wia ma an Bauern am leichtesten umbringt?)
Kanada:außer die paar Kanadischen Großfarmen, die im Besitz von Konzernen sind, sind außnahmslos alle Milchfarmen pleite. reich sind nur die, die ihre Quoten verkauft haben. ( Du kannst sofort eine Farm von der Bank haben!!!)Warum fürchtet sich wer vor dem Spiel Angebot- Nachfrage? Wozu brauche ich eine Quote, wenn Du schreibst, daß zuviel am Markt ist,wo doch in Europa unter der Quote geliefert wird?
Ist Dir auch klar, daß bei einem hohen Milchpreis der Verbrauch zurückgeht, ist Dir klar, daß die Industrie seit dem hohen Preis die Butter aus ihren Produkten herausgetan hat und durch Pflanzenfett ersetzt hat (-50% der Weltbuttererzeugung) und wir nicht mehr hineinkommen in die Keks und das Eis?
der blöde Streik hat dann noch das übrige dazu getan!


Wir brauchen eine andere Form der Steuerung und die muß der Verarbeiter machen. Der gute Verarbeiter, wie in der Schweiz, mit spitzen Ware bezahlt dort 59 ct, der mit außschließlich Konsummilch 34 ct. Siehe Schleswig Holstein Milchpreis 20 ct nur Ware für den Spotmarkt. Die Bündelung funktioniert in der Schweiz auch nur deshalb, weil landesweit mit 100.000 Zellen abgeliefert wird (Ö: 210.000) somit kann der Käseerzeuger auch Käse machen und muß nicht Ultrafiltrieren und ESL Milch machen etc. - und so kommt der gute Milchpreis, weil hochwertige Lebensmittel auch heute, bei der schlechten Wirtschaftslage noch gut abgesetzt werden können.
Aber die Genossenschaften haben derzeit eine Abnahmegarantie ergo wenn Du 200% über der Quote lieferst, die muß das abnehmen, der private Vermarkter allerdings nicht!


Dude: weil ich einfach ein Dude bin, seit Kindesbeinen!

LG Dude


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BeitragVerfasst: Montag 6. April 2009, 09:44 
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Hallo Dude!

Nun, das G´schicht´l, wennst einen Bauern mehr schenkst, als er tragen kann, kenne ich eh. Funktioniert bei der Quote ja auch bestens ...
Warum hat man auf Seiten der Verarbeiter panische Angst vor dem kanadischen System? Könnte man da nicht mehr so leicht für ein Überangebot sorgen? Der Grund für das Wenig- bis Nichtfunktionieren der bisherigen Quote war ja, das es sich dabei nicht um eine bedarfsorientierte Mengenbeschränkung im Sinne der Produzenten, sondern um ein "Plansoll" nach Vorgabe der Verarbeiter gehandelt hat. Und, wegen Kanada: Überschaubare Familienbetriebe sind dort nach wie vor sehr gut aufgestellt, Probleme haben nur jene Betriebe, die sich zu Tode gewachsen sind. Das wird bei uns nicht viel anders werden, warte noch ein paar Jahre ab ...
Eine Frage noch: Was hätten die Verarbeiter für eine Ausrede für das Rausfliegen mit Milchfett aus der weiterverarbeitenden Produktion, wenn es keinen Streik gegeben hätte? Wären die nicht so und so aufgrund der Gier "ersetzt" worden. Weil ein durch Spekulanten hochgetriebener Preis wurde bei den Molkereien händereibend "zur Kenntnis" genommen. Würden Bauern die Produktion besser steuern und das drei- bis vierfache für die Milch verlangen, wäre das unanständig, gierig, unzulässig, und was weiß ich noch was, als es die Verarbeiter beim Butterfett tatsächlich so gemacht haben, hat es lediglich der "Marktlage" entsprochen ...
Der Vergleich
Faß - Schaff - Bauer
stimmt nicht mehr, "Bauer" ist durch "Molkereiboss" zu ersetzen ...

Gruß F

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BeitragVerfasst: Montag 6. April 2009, 18:30 
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Hallo Fadinger

Ich halte ein monatliches Abrechnen der Quote für nicht zweckführend, da Schwankungen ja normal sind und die Quote ja "Richtmenge" heißt, nicht Liefergrenze oder Max-Grenze. Nur sollte der Abgleich halt besser gemacht werden und und die Menge gehört an den Bedarf angepasst(Länderweise bzw. Regionenweise. Wen zb die nöm zu viel Milch hat, die sie nicht vermarkten kann, dann sollte ihren bauern die richtmenge gekürzt werden. Natürlich gehört die "Versandmilch" nicht zur Vermarktung!

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BeitragVerfasst: Montag 6. April 2009, 20:51 
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Übrigens: Heute neues MGN Anlageblatt:
Minus 1cent netto, Bio-Zuschlag minus 1cent(auf 7cent)
und, als besonderes Zuckerl ein Zuschlag für:"MGN Versandmilchverwertung" von 0,3 cent je kilo.(?)
Zitat:
"Dieser Abzug ist losgelöst von dem mit der NÖM AG vereinbarten Milchpreis zu betrachten. Die MGN Qualitätsprämie ist wie vereinbart mit 31.März 2009 ausgelaufen."

Zitat Ende

Derzeitiger Auszahlungspreis: 31,833 incl bei 4,2/3,4

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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. September 2009, 12:21 
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Hallo!

Muß ein altes Thema "aufwärmen", habe nämlich von Fleckvieh Austria einen Artikel "Kanadischer Milchpreis lässt neidisch werden" dazu gefunden. (Den ganzen Bericht gibt es am Ende dieser PDF-Datei)
Nun, natürlich hat alles sein Für und Wider, man muß sich eben die Frage stellen, was man haben möchte.
Will man einen guten Milchpreis, muß man eine Quotenregelung mit teilweise schmerzhaften Einschnitten in Kauf nehmen. Möchte man produzieren, soviel wonach einem gerade ist, und uneingeschränkt wachsen können (müssen), muß man sich eben dem Markt (wachsen oder weichen) fügen. Solange Welche wachsen wollen und solche zum Weichen da sind, funktioniert dieser Markt ja ...

Gruß F

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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. September 2009, 17:47 
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Hallo!

Es bleibt für mich die Frage: Wer sagt, wie viel Milch der Markt benötigt?(Wer passt die Quote dem Bedarf an?)

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BeitragVerfasst: Donnerstag 10. September 2009, 21:06 
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Was das Kanadische System noch deutlich zeigt: weit mehr Rolle als die Nationale Regierung oder auch das EU-Parlament spielt die WTO, dort gehört eigenlich mal angesetzt. Die Kanadier sind ja auch schon unter Druck und werden ihr System über kurz oder lang nicht halten können (wenn keiner was unternimmt).

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