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 Betreff des Beitrags: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 16:40 
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Darüber habe ich soeben gelesen hier:

http://albert-schweitzer-stiftung.de/ak ... ken-tieren

Ist das in Österreich auch so?


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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 17:15 
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Hallo Else!

Sieht echt schlimm aus! Hab aber bei uns noch nie davon gehört. Scheint auch eher bei großen Betrieben zu sein(der Bauer hat 400 Kühe in 2 Jahren verloren?)
Das ist halt nicht einfach: alles was nicht verboten ist, ist erlaubt. :|

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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 17:44 
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Hallo!

Bei uns ist es bei Rindern als auch bei Schweinen klar mit "Nein" zu beantworten. Selbst ein verletztes Tier (verletzt ist nicht krank!) wird man nicht durch die Lebendbeschau bekommen.
Früher (vor der EU) gab es bei uns noch die "Freibank" über die Notschlachtungen vermarktet wurden. Wenn man heute ein Rind notschlachten muß, geht es in die TKV.
Mal abgesehen davon, daß nicht irgendwo ein krummes Ding gedreht wird. Wo ich selber nicht vollstes Vertrauen habe, ist beim Wild. Das möchte ich nicht von irgendwo, sondern da will ich den Jäger kennen. Weil beim Wild führt kein Tierarzt die Fleischbeschau durch, sondern der Jäger selbst. Und der könnte Leberegel oder ähnliches auch übersehen ...

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 18:08 
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Hallo Fadinger!

Habe im Wiki nachgeschaut:

"Erreger [Bearbeiten]Clostridium botulinum bzw. seine Sporen sind in der Umwelt weit verbreitet und äußerst widerstandsfähig gegen Hitze, Frost und Austrocknen. Im Boden können sie sehr lange überdauern. Unter anaeroben Bedingungen keimen sie aus und setzen das Gift Botulinumtoxin frei, eines der gefährlichsten Gifte. Streng genommen ist Botulinumtoxin eine Sammelbezeichnung, denn es werden 8 Botulinumtoxine unterschieden, die teilweise wirtsspezifisch und unterschiedlich stark giftig sind. Rinder werden vor allem von den Typen C und D betroffen, seltener vom Typ B, der bevorzugt in pflanzlichem Material (fehlgegorenen Silagen) vorkommt.[1] Das Fleisch erkrankter Tiere darf nicht in den Verkehr gebracht werden.

Clostridium botulinum vermehrt sich rasch in Tierkadavern, selten auch in eiweißhaltigem Pflanzenmaterial. Gelangen diese Tierkadaver z. B. in Heu oder Silage, werden die Futtermittel mit Botulinumtoxinen kontaminiert."

http://de.wikipedia.org/wiki/Botulismus

"Krankheit beim Rind [Bearbeiten]
Bei Verzehr von kontaminiertem Futter kann es zu schweren Vergiftungen kommen. Hierbei lassen sich drei Verlaufsformen unterscheiden[1]:

Bisher erkrankten ausschließlich Milchkühe, ...."

++++++++++++++++++++++

Mir tun vor allem die Tiere leid. Wie es aussieht, wird bzw. kann Botulismus bei Tieren nicht behandelt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 19:27 
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Hallo!

Botulismus ist bei uns nicht so das Thema. Die Form der Bewirtschaftung spielt da eine große Rolle. Heu, Weide, gut angewelkte Grassilagen, die nach Möglichkeit noch über Nacht liegengelassen werden, bergen nur eine geringe Gefahr. Anders in den Ackerbaugebieten, wo viel Silomais gefüttert wird. Gelangt da Wild (Kaninchen oder ähnliches) in den Hächsler, kann das große Probleme verursachen.

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 21:28 
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Hallo!

Um nochmal auf die eingehende Frage von Else zurückzukommen: das wäre auch in Österreich duchaus denkbar, unter den im Beitrag beschiebenen Voraussetzungen( keine Einstufung als Seuche, Tiere ohne erkennbare Symptome dürfen geschlachtet werden, können aber bereits erkrankt sein). Da ja, wie auch im Beitrag erklärt, die Krankheit bei der Totfleischbeschau nicht nachgewiesen werden kann.
Auch sind durchaus bei uns noch Notschlachtungen mit Fleischnutzung möglich, wenn der TA sein OK gibt(hatte derartiges erst im Vorjahr, nach einer Muskelverletzung einer Jungkuh).
Nur, wie der Fadi schon gesagt hat, ist diese Krankheit bei uns eher kein Thema.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Montag 2. Mai 2011, 00:54 
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Hallo!

@else,
wieso eigentlich "krank"? Wenn´s die Pharmaindustrie mal in den Fingern hatte, ist es ein Wundermittel für ewige Jugend (auch ohne Selbstkontrolle ...).
:google: mal mit "Botox" ...

@leitn,
Fleischnutzung aber nur, wenn der TA bereits davor dabei war und die Gesundheit bestätigt. Da sagt er Dir aber gleich, daß er nichts mehr macht, sonden gleich "zum Schlachten bringen". Sobald er behandelt, ist´s vorbei ...

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Montag 2. Mai 2011, 13:09 
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Ja, Fadinger, guter Hinweis. Von Botox und den dazugehörigen Tierversuchen wußte ich zwar. Aber beim Bericht über diese Kühe habe ich nicht auf die anderen geschlossen. :P

Ein kleiner Auszug nach meiner Konsultation von Dr. Google:

Wegen seiner Gefährlichkeit wird jede Produktionseinheit in qualvollen Tierversuchen geprüft, bevor sie in den Verkauf geht. Allein in Deutschland sterben hierfür jedes Jahr 34.000 Mäuse einen schrecklichen Erstickungstod, weltweit sind es 600.000 Mäuse.
http://aerzte-gegen-tierversuche.de/ind ... Itemid=22/

Durch Botox-Behandlungen gehen nicht nur die unerwünschten Falten weg, sondern auch die Mimikfältchen. Ein natürliches Lachen kann wie eine hässliche Gesichtsverzerrung aussehen. Das Gesicht verliert den persönlichen Charakter.
http://www.vgt.ch/doc/botox/nebenwirkungen.htm

Und Frau Schiller? …. Hat es nicht nötig. Sie ist ein Wunder der Natur! >
http://www.google.at/#hl=de&source=hp&b ... 538b1edc84


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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Dienstag 3. Mai 2011, 09:46 
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Hallo!
else hat geschrieben:
Ja, Fadinger, guter Hinweis. Von Botox und den dazugehörigen Tierversuchen wußte ich zwar. Aber beim Bericht über diese Kühe habe ich nicht auf die anderen geschlossen. :P
Vor allem wollte ich die unterschiedlichen Maßstäbe aufzeigen.

Ganz außer acht lassen darf man Botulismus aber auch bei uns nicht. Thema Hühnermist auf Grünland oder Biogasgülle ...

Gruß F

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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 12:08 
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Mist und Gülle. Interessant.
Aber warum Hühnermist? Daran sind/waren ja auch Hobbygärtner interessiert.

Warum nicht Kuhmist? Zumindest früher war doch "Mistbroaten" üblich.

Und warum Biogasgülle und nicht auch normale Gülle?


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 Betreff des Beitrags: Re: Fleisch von kranken Tieren
BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 20:31 
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Hallo!
else hat geschrieben:
Mist und Gülle. Interessant.
Aber warum Hühnermist? Daran sind/waren ja auch Hobbygärtner interessiert.

Warum nicht Kuhmist? Zumindest früher war doch "Mistbroaten" üblich.

Und warum Biogasgülle und nicht auch normale Gülle?
Warum?
Ich kenne den Inhalt meiner Güllegrube, und ich weiß was auf meinen Misthaufen kommt. Unter anderem keine Tierkadaver ...
Und selbst wenn (irgendwohin muß die Nachgeburt ja auch), so ist das Milieu in einen verrottenden Kuhmisthaufen voller Leben für anaerobe Clostridien äußerst feindlich.
Bei Hühnermist habe ich da aber schon meine Bedenken. Und wenn man weiß, was in Biogasgülle reinkommt, dann ... :gn8:

Unfall in Biogasanlage - vier Tote

Gruß F

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