Diskussionen über landwirtschaftliche Themen

Schlachthof: verborgene grausame Realität

Mittwoch 31. März 2010, 15:04

Vom lieben Schweinchen/Kälbchen ... bis zum Schnitzel. Wenn, dann die ganze Wahrheit. Weil Wahrheit zumutbar ist.

Mindestens einmal wöchentlich sollte daher dem Verbraucher (auch dem kindlichen! im Rahmen des AMA-Werbe-Schulungsprojektes) solches und ähnliches vor Augen geführt werden:

http://www.tagesthemen.de/inland/tierqualen100.html

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Mittwoch 31. März 2010, 20:10

@else

ich glaube, da kann ich wirklich mitreden. Du musst mir aber verzeihen, dass mir die Zeit fehlt, da wirklich ausführlich zu antworten.

Was in dem Beitrag zu recht angekreidet wird bei der Rinderschlachtung: Dass die Kopffixierung besser gemacht werden sollte. Da wird das Risiko von Fehlschüssen verkleinert. Diese Schlachtung war aber wirklich in Ordnung. Wenn man sich mit dem Vorgang der Betäubung näher beschäftigt, dann weiss mann, dass die Bewegungen des Tieres nichts mit mangelnder Betäubung zu tun haben.

Zu recht angekreidet wird, wenn Schweinetötungen/Betäubungen nicht fachgerecht erfolgen. Es wurde aber nicht gesagt, dass ein Schwein, welches nicht richtig ausgeblutet wird, mit Sicherheit eine Fehlproduktion wird und allein die wirtschaftliche Überlegung den Anreiz bietet, Fehler zu vermeiden.

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Donnerstag 1. April 2010, 12:59

Hallo Else!
Wie geht´s dir den? Jetzt aber wieder mit vollem Elan gegen die konv. Massentierhalter!
Der Bauernhof "Spießmayr" wäre für dich ideal mit der Fahrrad zu erreichen. Dort könntest du die, durch tierquälerische Massentierhaltung, traumatisierten Kinder (Elias, Lena und Nils) des Bauernehepaares befreien und dem Jugendamt übergeben. Weiteres könntest du eine Befreiungsaktion starten und die Schweine in die Natur entlassen...

Ackerbau, Schweinemast, Schule am Bauernhof und die Seminarbäuerinnenarbeit sind Arbeitsschwerpunkte beim Spießmayr in Appersberg, Wilhering.
Klaus Mayr übernahm den Spiesmayr-Hof, einen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast 1998, er ist Arbeitskreisleiter im AK Pflanzenproduktion und absolvierte die Bäuerliche Unternehmensschulung und die Bauernakademie.
Schule am Bauernhof
Durch die Heirat mit Lisa Aumayr 2003 ergaben sich am Betrieb neue Perspektiven. Aumayr ist Absolventin der HBLA für Tourismus in Bad Ischl und war in der Hotellerie tätig. Nach der Geburt der drei Kinder suchte sie neue Herausforderungen. Der Anstoß für einen neuen Betriebszweig war die erstmalige Teilnahme an der "Wilheringer Hofroas" 2005. Die Ausbildung als Seminarbäuerin und die gemeinsame Ausbildung mit Klaus Mayer für Schule am Bauernhof folgten. Seit 2009 werden Exkursionen für Kindergärten und Schulen angeboten, die sehr erfolgreich sind.
"Weiterbildung ist für uns ein Gebot der Stunde", sind sich die Betriebsleiter einig. Für die Zukunft gibt es im Ackerbau ein kontrolliertes Wachstum.
Schule am Bauernhof und die Seminarbäuerinnenarbeit werden ausgebaut.
In Kürze geht die neue Homepage online:
http://www.spiesmayr.at
http://www.landwirtschaftskammer.at/net ... aW5lPTE%3D
MfG Hubsi

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Donnerstag 1. April 2010, 13:58

Schweinefabrikbesitzer Stupis, ich lese Deine Beiträge nicht!
Die AMA- und sonstigen verschleiernden Werbemaßnahmen "informieren" ja eh flächendeckend.

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Donnerstag 1. April 2010, 15:25

Hallo!

@stubsi,
Du weist gerne auf andere Betriebe/Projekte hin. Gibt es einen Grund, von Dir/Deinen Betrieb abzulenken?

Gruß F

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Donnerstag 1. April 2010, 15:33

Fadinger hat geschrieben:Hallo!

@stubsi,
Du weist gerne auf andere Betriebe/Projekte hin. Gibt es einen Grund, von Dir/Deinen Betrieb abzulenken?

Gruß F



Gute Frage Fadinger :klatsch:
Diese Frage aus Deinem Mund hat Mehrwert ;) ...

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Freitag 2. April 2010, 07:29

Fadinger hat geschrieben:Hallo!

@stubsi,
Du weist gerne auf andere Betriebe/Projekte hin. Gibt es einen Grund, von Dir/Deinen Betrieb abzulenken?

@Fadinger
Das war ja wohl eher eine Unterstellung als eine Frage und diese weise ich natürlich zurück! Gott sei Dank stellen sich genügend Bauernhofbesitzer zur Verfügung Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Wie notwendig das ist zeigt die Tatsache, dass Kinder keine Ahnung mehr haben wie ein heutiger landw. Betrieb funktioniert. Hier in deinem Forum lesen hoffentlich viele mit und da sollte man Elses Rufschädigung positives entgegensetzen.
MfG Hubsi

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Freitag 2. April 2010, 11:20

@hubsi: stelle doch einfach mal deinen Bauernhof vor, würd sicher nicht nur mich interessiern :)

mit 2, 3 Bildern kannst du alle vorausgegangenen Anschuldigungen bezüglich Haltung etc aus dem Weg räumen!

LG
Matthias

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Freitag 2. April 2010, 11:39

Hallo Hubsi!
hubsi OÖ hat geschrieben:@Fadinger
Das war ja wohl eher eine Unterstellung als eine Frage und diese weise ich natürlich zurück!
Es liegt aber rein an Dir, eine derartige "Unterstellung" zu entkräften. Erst dann entscheidet sich, ob es sich um eine solche gehandelt hat. Oder ob es sich um eine Feststellung handelte.
Es ist nämlich auffallend, daß Du in Zusammenhang mit Tierschutzthemen mehrmals namentlich Betriebe hier genannt hast, meist auch noch mit "Anfahrtsplan", so, als ob Du den Kollegen VGT, PETA & Co an den Hals wünschen würdest.
Zudem entspricht der "Aufruf zur Befreiung" den Schema der von Dir ja immer bekrittelten Organisationen. Nur finde ich, in Deinen Fall, eine Stufe tiefer ...
Du hast Dich da jetzt in eine Situation hineinmanövriert, wo Du besser mal den Rückwärtsgang einlegen solltest ...

Gruß F

Habe soeben gesehen, daß ich mit der Sicht der Dinge nicht alleine dastehe ...

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Freitag 2. April 2010, 12:21

"Elses Rufschädigung", Elses "Unterstellungen" - ach was noch alles.
Wäre es da nicht naheliegend, die Else anzuzeigen?
Das wäre interessant!

Mir ist es wurscht, was mir der sich ständig verfolgt und angegriffen fühlende Schweinefabrikant unterstellt. Es scheint, er ist Elses natürlicher Feind.
Ich kann ihn doch schon längst nicht mehr ernst nehmen.
Wäre ich aber Bauer, würde ich mir wünschen, er hielte den Mund.
Denn er macht auf diese Weise zwar Öffentlichkeitsarbeit, aber sicher nicht zu Gunsten der Bauern.

Auch ich hoffe (und weiß), daß hier auch einige kritische Verbraucher mitlesen.
Die finden ihre ev. "Vor"Urteile bestätigt beim Lesen der Beiträge vom stupsi. Und die Bio-Bevorzuger sind entsetzt über die verbalen Produkte des Bio-Bauan Moarpeda.

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Samstag 3. April 2010, 12:34

matthias 31 hat geschrieben:@hubsi: stelle doch einfach mal deinen Bauernhof vor, wird sicher nicht nur mich interessiert :)

mit 2, 3 Bildern kannst du alle vorausgegangenen Anschuldigungen bezüglich Haltung etc aus dem Weg räumen!

LG
Matthias

Da brauche ich nicht viel zu erklären oder vorzustellen! Meine Frau und ich besitzen einen 21 ha Betrieb + 12 ha Pacht. Von 1993 bis 2002 haben wir uns auf´s renovieren und sanieren des Bauernhofes konzentriert. 2005 sanierten wir die alten Schweinemastställe, 2008 hörten wir mit dem züchten auf bauten stattdessen einen Schweinmaststall. Die Ställe sind Strohlos und mit einer PC-gesteuerten Lüftungsanlage ausgerüstet, gefüttert wird mit Hilfe eines Fütterungcomputers. Das Getreide, der Mais wird zur Gänze an die Schweine verfüttert, Mineral- und Eiweißfutter wird zugekauft.
Meine Frau geht arbeiten und meine Söhne besuchen das Stiftsgymnasium, dass war´s auch schon...
MfG Hubsi

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Dienstag 6. April 2010, 13:27

hubsi OÖ hat geschrieben:Da brauche ich nicht viel zu erklären oder vorzustellen! Meine Frau und ich besitzen einen 21 ha Betrieb + 12 ha Pacht. Von 1993 bis 2002 haben wir uns auf´s renovieren und sanieren des Bauernhofes konzentriert. 2005 sanierten wir die alten Schweinemastställe, 2008 hörten wir mit dem züchten auf bauten stattdessen einen Schweinmaststall. Die Ställe sind Strohlos und mit einer PC-gesteuerten Lüftungsanlage ausgerüstet, gefüttert wird mit Hilfe eines Fütterungcomputers. Das Getreide, der Mais wird zur Gänze an die Schweine verfüttert, Mineral- und Eiweißfutter wird zugekauft.
Meine Frau geht arbeiten und meine Söhne besuchen das Stiftsgymnasium, dass war´s auch schon...
MfG Hubsi


Zusammenfassung der Beschreibung einer Nebenerwerbs-AMA-Schweinefabrik für die neugierigen Verbraucher

1) Strohlose Ställe
2) PC-gesteuerte Lüftungsanlage
3) Fütterung per Computer

Futter:
4) Getreide und Mais
5)Zugekauftes Mineral- und Eiweißfutter


Da staunt der Laie (Verbraucher) und stellt folgende Fragen:

1) Warum ist der Schweinefabrikant in der Lage bzw. gezwungen, seine Fabrik/Betrieb/Hof als Nebenerwerb zu betreiben?
Welchen Hauptberuf übt der Schweinefabrikant aus?

2) Wie schaut ein strohloser Stall aus?

3) Wieviel Platz hat ein Schwein?

4) Wieviele Schweine sind in einem Abteil untergebracht, und wie groß ist dieses "Abteil"?

5) Strohlos heißt was? Das können nur Spaltenböden sein? Wie breit sind zB die Spalten?

6) Haben die Schweine Gelegenheit, ihr natürliches Verhalten auszuleben?
Haben sie zB eine ihnen artgerechte Suhle ?

7) Wie (Narkose ?) wurden die zu züchtenden Schweine kastriert, die Zähne abgeschliffen/abgezwickt (warum?), die Ringelschwänzchen abgezwickt (warum?) ?

8) Wie alt sind die Schweine, wenn sie zum Schlachthof gebracht werden?

9) Wie verläuft die Stempelung vor der Schlachtung ?

10) Wie verläuft der Transport zum Schlachthof und wielange dauert er?

11) Wieviele Schweine-Schlachthöfe gibt es in OÖ und wo sind sie?

12) Wie werden die Schweine vor der Schlachtung betäubt?

13) Wie lange dauert der Weg ab Hof bis zum Tod des Schweines?

FUTTER:
14) Getreide und Mais kommen aus der eigenen LW?
15) Was genau ist Mineral- und Eiweisfutter, in welchen Ländern wird es produziert, und in welchem Mengen-Verhältnis steht es zu dem auf eigenem Grund und Boden produzierten Schweinefutter?
16) Wieviel und welches Schweinefutter (zB Soja, Mais) besteht aus GVO?

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Dienstag 6. April 2010, 23:10

else hat geschrieben:
hubsi OÖ hat geschrieben:Da brauche ich nicht viel zu erklären oder vorzustellen! Meine Frau und ich besitzen einen 21 ha Betrieb + 12 ha Pacht. Von 1993 bis 2002 haben wir uns auf´s renovieren und sanieren des Bauernhofes konzentriert. 2005 sanierten wir die alten Schweinemastställe, 2008 hörten wir mit dem züchten auf bauten stattdessen einen Schweinmaststall. Die Ställe sind Strohlos und mit einer PC-gesteuerten Lüftungsanlage ausgerüstet, gefüttert wird mit Hilfe eines Fütterungcomputers. Das Getreide, der Mais wird zur Gänze an die Schweine verfüttert, Mineral- und Eiweißfutter wird zugekauft.
Meine Frau geht arbeiten und meine Söhne besuchen das Stiftsgymnasium, dass war´s auch schon...
MfG Hubsi


1) Warum ist der Schweinefabrikant in der Lage bzw. gezwungen, seine Fabrik/Betrieb/Hof als Nebenerwerb zu betreiben?
Welchen Hauptberuf übt der Schweinefabrikant aus?

6) Haben die Schweine Gelegenheit, ihr natürliches Verhalten auszuleben?
Haben sie zB eine ihnen artgerechte Suhle ?

Ich hatte heute bei einem konvi schweinebauern zu tun (600 schweine) und hörte mir seine sorgen an.
die spanne ist so knapp, dass aber auch schon gar nichts schiefgehen darf.
er hat einen neuen stall und einen großen traktor und wohnt in einem uralten bauernhaus - substandard.

wenn ich dann so blöd herausforderndendes gefrage von einer konsumentin (zb. frage 1 und 6) höre dreht es mir den magen um.

sie sollte, wenn sie der meinung ist das ändern zu müssen, gefälligst den dreifachen preis für das produkt zahlen und auch die anderen konsumenten anhalten es gleich zu tun.

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Mittwoch 7. April 2010, 11:52

Moarpeda hat geschrieben:Ich hatte heute bei einem konvi schweinebauern zu tun (600 schweine) und hörte mir seine sorgen an.
die spanne ist so knapp, dass aber auch schon gar nichts schiefgehen darf.
er hat einen neuen stall und einen großen traktor und wohnt in einem uralten bauernhaus - substandard.


Ich kenne natürlich die Umstände nicht, aber unser Nachbar ist auch Schweinebauer
und dem gehts denke ich nicht schlecht. Er macht auch nicht den Eindruck dass er Stress hätte mit der Arbeit.

es lässt sich sicher noch gut leben mit der Landwirtschaft wenn man den richtigen "Riecher" (für Förderungen etc) hat ;)

LG
Matthias

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Mittwoch 7. April 2010, 13:18

@ Biobaua MoarPeda
Was ich schon sooo oft geschrieben habe, auch im anderen Forum:
Die jahrzentelange Bio/regional Konsumentin zahlt schon seit Jahrzehnten den höheren gerechten Preis für Bio-Produkte wie Getreide, Gemüse, Salat, Erdäpfel ...
Wobei die Else recht gut ohne (auch Bio-Schweine-)Fleisch lebt.
Wenn Fleisch für Gäste zB. unbedingt erwünscht ist, so habe ich meine Bezugsquellen (bio, regional und ohne Tiertransport und Schlachthofgemetzel) für ein Hendl, a Rind- oder ein Schaffleisch.
Alle Bauern, bei denen ich (und viele andere!) diese "Produkte" kaufe, sind zufriedene Bauern, die ganz bestimmt nicht substandard wohnen :D
Und überschüssigen Katzennachwuchs umbringen tun sie auch nicht. Sie können sich sogar die Tierarztkosten fürs Kastrieren leisten :klatsch:

Und zurück zum Thema :!:

Schon wieder wird dieses Thema zum Thema gemacht - gestern im ZDF.
Ich find das super, daß solche informative Beiträge vermehrt gesendet werden.
Weil Pseudo-Informationen wie im "Schweinelehrpfad" der AMA schmugeln sich an der Realität vorbei.

Und in Österreich ist es schließlich nicht anders als beim deutschen Nachbarn.

06.04.2010
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/ ... 41,00.html

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/ ... 94,00.html
Auf dem Video zu sehen ab Minute 33

Missstände in Schlachthäusern - Was der Verbraucher nicht weiß von Manfred Karremann und Christian Rohde

Noch nie wurden in Deutschland so viele Schweine geschlachtet, wie im vergangenen Jahr. Rund 56 Millionen vermeldete kürzlich das Statistische Bundesamt - absoluter Rekord. Dabei gibt es in Deutschland immer weniger Schlachthöfe. In der Folge werden mehr Tiere in immer weniger Betrieben geschlachtet, bleibt der gesetzlich vorgeschriebene Tierschutz oft auf der Strecke. Hunderttausende Schweine und Rinder müssen darunter unnötig leiden.
Obwohl es gegen das Gesetz verstößt, geraten jedes Jahr über eine halbe Million Schweine lebend statt tot in die Brüh- und Zerlegemaschinerie. Experten sprechen von schlimmsten Qualen, die hier aus Kostengründen billigend in Kauf genommen werden. Denn längst gibt es Methoden und Kontrollgeräte, um sicherzustellen, dass ein Tier auch tot ist, ehe es gebrüht und weiterverarbeitet wird. So will es auch das Gesetz, doch kaum ein Schlachthof hat die aufwendigen Kontrollgeräte bisher installiert.

Deutsche Tierärzte schlagen Alarm
Die Deutschen Tierärzte schlagen im Herbst 2009 auf ihrem Bundeskongress Alarm, fordern dringend Verbesserungen beim Tierschutz in den Schlachthöfen. Prof. Karsten Fehlhaber von der Bundestierärztekammer beklagt jahrelange Versäumnisse der Schlachthofbetreiber. Im Schnitt eine halbe Million Schweine seien vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt oder nicht ganz sachgerecht entblutet worden. "Das ist etwas, wo wir als Tierärzte natürlich auf die Barrikaden gehen müssen, und wir müssen dafür sorgen, dass diese Zustände relativ rasch verbessert und abgestellt werden." Doch passiert ist bisher fast nichts. Der Grund: Geld und Zeit sind Trumpf in den Betrieben.
Auch die Schweinebetäubung wird von Experten kritisiert, immer häufiger kommt Kohlendioxidgas zum Einsatz. Das Gas ist billig, mehrere Tiere können gleichzeitig betäubt werden. Für die Schweine allerdings bedeutet das einen Kampf gegen das Gefühl zu ersticken, oft schlimmste Panik vor dem Tod. Bei der Betäubung von Rindern nimmt man sogar vier bis sieben Prozent Fehlbetäubungen in Kauf.
Durch Entbluten getötet
Das heißt: Diese Tiere sind nicht ohne Bewusstsein, wenn sie am Fließband hängen, und durch Entbluten getötet werden. Obwohl das Gesetz das eindeutig vorschreibt. Doch teure Anlagen, die Fehlbetäubungen ausschließen können, hat Frontal21 nur in einem Betrieb finden können.

Vier bis sieben Prozent Fehlbetäubungen bei Rindern
Deutliche Worte zu diesen Missständen findet unter anderem Prof. Klaus Troeger - Leiter im Bundesforschunginstitut für Ernährung und Lebensmittel - spricht von katastrophaler Tierquälerei. Es gäbe zwar eine entsprechende Vorschrift in der Tierschutz-Schlachtverordnung, nach der die Entblutung und Betäubung kontrolliert werden müsse. Es bestehe dringendster Handlungsbedarf " Wir weisen seit Jahren darauf hin, bisher ohne Erfolg."
Kontrolle funktioniert nicht
Die zuständige Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner gesteht auf Nachfrage von Frontal21 ein, dass die beschriebenen Zustände "gegen Recht und Gesetz verstoßen". Gleichzeitig betont das Ministerium, dass neue EU-Vorschriften das Problem beheben würden. Fest steht, dass den einzelnen EU Ländern bis 2013 Zeit gelassen wird, strengere Vorschriften umzusetzen. Außerdem funktioniert offensichtlich die Kontrolle strenger Tierschutzrichtlinien im Schlachthof schon heute nicht.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner: Neue EU-Vorschriften werden Problem beheben.

Selbst wer sich kaum Gedanken macht über Tierleid im Schlachthof, bekommt spätestens beim Essen das Problem zu spüren. Die Qualen schlecht entbluteter oder falsch betäubter Tiere schlagen sich negativ auf die Fleischqualität nieder. Fleisch und Wurst sind weniger lange haltbar und oft auch wässriger.

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Sonntag 11. April 2010, 15:03

ich finde es empörend, wenn sich "nullahnung" habende konsumenten über bauern alterieren,
während sie gerade die lebensmittel verdauen, welche ebendiese bauern fast zum nulltarif produzieren.

ja else, du bist gemeint :twisted:

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Sonntag 11. April 2010, 16:16

Herr Bio-Bauer,

Du bist auf falsche Baustelle!

Hier geht es um den Schlachtbetrieb und darum, daß die Realität dem Konsumenten nicht gezeigt werden soll.

Zum eigentlichen Thema hast Du nix zu sagen.

Es könnte ja sein, daß die grausame Realität den Verbraucher anregt, weniger Fleisch, aber dafür schonend produziertes zum höheren Preis zu konsumieren.

Im Bio-Bauern Forum benimmst Du dich recht artig.
Aber hier läußt Du die Sau raus. Warum eigentlich?

Und "hörst" Du schlecht oder bist (eso)terisch?
Ich kaufe keine Billigprodukte und esse auch keine geschenkten Schweinsschnitzel.
Billiges kann ich nicht verdauen. Dazu zählen auch Deine Wortschnitzel.

Mei, die armen Bauern, zum Nulltarif müssens produzieren :gaehn: :muede: :sleeping:
Meine Bauern bestimmen immer selbst den Preis.

Grüß Gott!

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Sonntag 11. April 2010, 17:05

else hat geschrieben:
Im Bio-Bauern Forum benimmst Du dich recht artig.
Aber hier läußt Du die Sau raus. Warum eigentlich?



wie es aus dem konsumenten(sau)stall herausquiekt, so kommt es zurück :P

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Sonntag 11. April 2010, 18:13

Lieber Onkel AlziPeda,

hattu vergessen, wie Du als erster begonnen hast, grundlos auf mich loszugehen auf unterstem Niveau?
Dennoch habe ich mich nie ebenso primitiv Dir gegenüber verhalten.

Du müßtst mir dankbar sein, daß ich eine Bio-Konsumention der ersten Stunde bin und für Information zB Schweinhaltung und Schlachtung eintrete.


Aber gut, ich ertrage auch Deine grauslichen Umgangsformen, so wie ich die grausamen Tatsachen der Fleischgewinnung ertragen muß.

Kommt nun noch ein seröser Beitrag zum Thema Schlachthof aus dem Munde eines Praktikers im Nebenerwerb?
Wenn nicht, eröffne halt eine Else-Beschimpfungsthread.

Pfiat Di und Grüß Gott!

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Sonntag 11. April 2010, 18:57

aber nein meine liebe tant alzi else, erforsche einmal deine erste antwort auf meinen ersten beitrag :oops:

....mit den anderen deklarierst du dich ohnehin laufend als das, was (wie) du zu sein scheinst.

es ist übrigens nicht die sache für die tiere für die du dich lächerlich machst, sonder eine kombination aus null fachwissen und giftigem herumhacken auf anderen ohne triftigen grund.

sollte ich mich entschuldigen, weil ich giftig zurückhacke oder dir den spiegel vorhalte ?

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Montag 12. April 2010, 17:50

Hast noch immer nicht den richtigen Arzt gefunden, MP?
Vielleicht resultiert Deine gestörte Wahrnehmung aus (D)einer früheren Zeckenbißerkrankung?

Du solltest das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Denn nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist ... ;)

Re: Schlachthof: verborgene grausame Realität

Montag 12. April 2010, 22:33

else hat geschrieben:Hast noch immer nicht den richtigen Arzt gefunden, MP?
Vielleicht resultiert Deine gestörte Wahrnehmung aus (D)einer früheren Zeckenbißerkrankung?

Du solltest das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Denn nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist ... ;)


wie schon öfters festgestellt, wenn du nicht weiter weißt blöd lästern.

wenn du im recht wärst, könntest du sagen "ich hab nachgesehen und es ist so und so (oder nicht so)"

aber das wäre argumentieren, fakten aufzählen, beweise liefern - fremdwörter für dich.

hast du das problem zeitlebens einen pantoffelhelden gehabt zu haben :118A99~15: und ist es also ungewohnt für dich, wenn ein mann sich anmaßt dir auf augenhöhe entgegentreten zu wollen.

...keine sorge, ich bücke mich ohnehin :01DC48~132:
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