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 Betreff des Beitrags: Wildäsungsflächen...
BeitragVerfasst: Dienstag 11. August 2009, 18:34 
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Hallo!

Bei mir in der Gegend suchen manche Jäger ständig Bauern, die ihnen die steilen Hänge heuen, weil die das selber nicht machen wollen und es aber wegen der angesuchten Föderung gemacht werden muß.
Heu scheint für viele Jäger nur noch ein Abfallprodukt zu sein? Nicht wenige Wiesen werden geheut, und das Heu dann einfach in den Wald gekippt, zur Verrottung (und zwar hektarweise!)
Ich finde, hier läuft so einiges schief!
Dafür sind die großen Jagdten bei uns im Ort die Einzigen, welche Fahrsilos haben (keiner unserer Bauern hat einen derartigen), diese werden mit Mais von weit entfernten Äckern (teil. über 20km) angefüllt. Auch (gen) Sojaschrot ist gang und gebe. :|

Es wird wohl schon bald eigenes "Bio-Wild" geben, um dem entgegenzuwirken?

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lg
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 Betreff des Beitrags: Re: Wildäsungsflächen...
BeitragVerfasst: Dienstag 11. August 2009, 20:21 
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Hallo Leitn,

das mit dem Bio-Wild? Na ja. Ich glaub´s nicht. Aber, sag niemals nie!

Bei uns heuen die Jäger mit, noch jedenfalls. Sind ja teilweise selbst Waldbesitzer.
Auch könnte ich jetzt nicht sagen, dass Heu als Abfall gesehen wird, es ist aber scheinbar leichter, mit dem nötigen Geldbeutel "Kraftfutter" ankarren zu lassen?

Als Kinder haben wir nach der Schule Kastanien und Eicheln gesammelt, zum Forsthaus gebracht und der Förster hat alles dokumentiert und in der Scheune gelagert.
Dafür gabs dann Gutscheine für Christbäume.
Die haben wir eh selbst gehabt (die Christbäume), die Gutscheine waren aber ein klasse Tauschmittel in der Schule für die Stadtkinder.

Klingt heute blöd, aber das waren einige der wenigen sozialistisch organisierten Sachen, die richtig gut waren.
War immer schön, als Halbstarker mit den Mädels im Wald rumzuziehen, ganz ohne Laptop und Handy.

Der Wildbestand war damals für meine Begriffe auch in vertretbaren Stückzahlen.
Gut, das mag täuschen, Forstwirtschaft wurde ja auch anders betrieben, aber das sprengt das Thema.
Bin eh wieder "abgetrifftet".

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Aber es ist nicht nett, ihn zu bitten zu verstummen.....also?
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Des Bauern Hand erhält das Heimatland!

Gruß, Lutz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wildäsungsflächen...
BeitragVerfasst: Dienstag 11. August 2009, 21:39 
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Hey Lutz!

Bei uns Heuen die Jäger auch noch (weil sie kaum dumme Landwirte finden?).
Nur frisst das Wild kein Heu, weils nicht gerade beste Qualität hat und andere Sachen halt besser schmecken. Jeden Frühsommer das gleiche Bild: Altes Heu hinten aus dem Stadl raus, neues vorne rein... (hinter den Futterstadln gibts eine Brennessel-Reinkultur! :mrgreen: )
Und was im Stadl nicht reinpasst wird halt "entsorgt"...
Hauptsache die "Ökoprämien" werden kassiert. Viele Flächen dürfen wegen der Förderung sowieso erst nach dem 15. Juli gemäht werden, das Zeug frisst dann sowieso kein Vieh mehr...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wildäsungsflächen...
BeitragVerfasst: Dienstag 11. August 2009, 22:26 
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Na klar doch, Leitn,

da triffst du den Nagel genau auf den Kopf: Weil andere Sachen besser schmecken.

Wildfütterung oder besser Zufütterung ist ja in strengen Wintermonaten in Ordnung.
Das sollte aber nicht in Mästerei oder gar noch Menüangeboten enden!

Wer, wenn nicht Wild, soll denn 15tes-Juli-Heu fressen? Allemal noch Zugochsen, wer hat´n die noch?

Ich sag, wenn´s nichts anderes gibt, fressen die das schon bevor´s draufgehen, da darf man nicht zu zimperlich sein.
Aber du weißt ja selbst: Mit solchen Meinungen rennt man teilweise offene Türen ein und woanders wirs´t gesteinigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wildäsungsflächen...
BeitragVerfasst: Samstag 15. August 2009, 14:09 
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Hallo!

Bei uns stellt sich die "Bearbeitung" der Wildäsungsflächen völlig anders dar. Diese Gründe sind absolut keine "Leitn", sondern schöne "maschinengerechte" Felder. Meist kommt ein "großer neuer Fendt" ins Schlägeln! Geheut wurde da noch nie etwas. Auch die Jäger selbst machen nichts, koordiniert werden die Abläufe durch den Förster, dieser ist auch die Ansprechperson dafür, wenn ein alter Traktor dem Fendt zuvorkommen möchte. Weil die frischgebauten Flächen mit Klee und Hafer sind durchaus von Interesse. Heuer etwa war der Fendt sehr schnell, so schnell, daß der komplette "Erste Schnitt" dem Schlägler zum Opfer gefallen ist (voriges Jahr hatte nämlich der Schlägler das Nachsehen ... :twisted: ), und so schnell, das er "zu schnell" gewesen ist. Denn der Hafer hatte noch nicht "Fahne" und jetzt beim zweiten Aufwuchs so richtig schön Rispen durchgetrieben. Freut mich also ...
Und für´s Wild gibt es im Winter eh "Kraftfutterautomaten" und eventuell zu handlichen, in den SUV passenden, Kleinballen gepreßten Klee ...

Gruß F

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... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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