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 Betreff des Beitrags: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Samstag 24. Mai 2014, 21:13 
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Ich möchte im Herbst die kleine Landwirtschaft meines Onkels übernehmen. Ich bin kein Landwirt, habe auch keine landwirtschaftliche Ausbildung. Neben den Gebäuden und einigen ebenen Flächen hat er auch ca. 1/2 ha sehr steile Flächen. Um diese zu beweiden würde ich gerne ein paar Kärntner Brillenschafe kaufen und halten. Ich bin nicht an der Zucht interessiert - dafür fehlt mir Know-how und Zeit (ich arbeite voll), ich möchte lediglich den Betrieb erhalten und bewirtschaften.
Meine Frage: die Brillenschafe sind als gefährdete Nutztierrasse ja prämienfähig. Gilt das nur für Muttertiere oder für alle Tiere? Wo und wann muss man das beantragen? Muss man das jedes Jahr neu machen? Wie hoch ist diese Prämie? Ich will nichts verdienen, nur die Kosten für Zaun, Unterstand usw. sollten doch wieder hereinkommen. Ist das überhaupt möglich?
Wie viele Tiere sollte man überhaupt halten, um 5.000m² zu beweiden?
Natürlich werde ich mich fortbilden, werde auch den landwirtschaftlichen Facharbeiterkurs besuchen. ich möchte halt schon grundsätzlich ein bisschen planen, was möglich sein wird.
Würde mich über jede Antwort freuen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Samstag 24. Mai 2014, 22:17 
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Hallo!

Willkommen bei uns!
Nun, die Prämie für die (Er)Haltung gefährdeter Nutztierrassen hat natürlich auch einen Haken. Sie setzt nämlich die Mitgliedschaft im (in einen?) Zuchtverband voraus. Zumindest bei den Rindern ist (war?) es so ... :|
Wenn Du Vollzeit arbeitest, solltest Du bedenken, daß die Schafhaltung zwar wenig zeitintensiv ist, es aber trotzdem angebracht ist, daß jemand die Tiere überwacht. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: "Auch Schafe wollen ihren Herrn sehen" ...
Auch die Schafweide erfordert etwas Erfahrung. Im Frühsommer können auf der selben Fläche fast die doppelte Anzahl Tiere stehen, als im Herbst. Sonst wächst das Gras davon. Und altes Gras fressen Schafe nicht, die sind da relativ wählerisch. Für eine professionelle Schafhaltung ist auch entsprechende Weidepflege und getrennte Koppeln zum Wechseln nötig. Also nicht nur Steilflächen einzäunen und fertig ... ;)

Gruß F

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... wenn Du merkst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 14:02 
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@TE

bist Du noch hier und liest mit?
Sonst spar ich mir die Erläuterungen.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 20:18 
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Seit ich meine Rinder verkauft habe, habe ich Kamerunschafe für die nicht von Pächtern bewirtschafteten Flächen.
Man braucht sie nicht scheren, was bei anderen Rassen immer mit Scherereien verbunden war :njet:
....aber sie haben einen Fluchtreflex der ist gigantisch, sogar diejenigen die mir nachlaufen und sich streicheln lassen, eine schnelle Bewegung und sie zischen ab wie der Blitz. Der andere Nachteil ist, dass die kleinen Viecherln beim Fressen nichts weiterbringen, sie trinken auch kaum

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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Juni 2014, 10:22 
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Hallo,

aktuell haben wir auch ca. 40 Kameruner.
Sind ganz gute Schafe. Wir treiben sie mit Hunden. Funktioniert einwandfrei.

Deinen letzten Satz verstehe ich allerdings inhaltlich nicht.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Freitag 27. Juni 2014, 08:20 
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Badener hat geschrieben:
Deinen letzten Satz verstehe ich allerdings inhaltlich nicht.


Da ich die Viecherln nur als Rasenmäher habe, würde es mir passen, wenn sie mehr fressen würden ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Freitag 27. Juni 2014, 11:58 
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Na, dem Problem kann man mit mehr Tieren begegnen. :cc:
Ist doch kein Prob, besser wie anders herum.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Sonntag 29. Juni 2014, 09:21 
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Wachset und vermehret euch und macht euch die Weide untertan und von allen Kräutern dürft ihr essen, nur anscheinend von den Brennnesseln nicht ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Montag 30. Juni 2014, 12:33 
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Oha, das nimmt ja biblische Ausmaße an. :shock:
Aber mähe mal die Brennnesseln ab, dann wirst Du erkennen, welchen Futterwert die Brennnessel eigentlich hat, und wie gerne die von den Schafen gefressen wird.
Ich habe mich schon einmal mit jemandem unterhalten, der gerne 1ha Brennnessel ausgesät hätte. Jedoch ermanglete es ihm am Saatgut zu moderaten Preisen.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Dienstag 1. Juli 2014, 06:42 
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Badener hat geschrieben:
Aber mähe mal die Brennnesseln ab, dann wirst Du erkennen, welchen Futterwert die Brennnessel eigentlich hat, und wie gerne die von den Schafen gefressen wird.
Ich habe mich schon einmal mit jemandem unterhalten, der gerne 1ha Brennnessel ausgesät hätte. Jedoch ermanglete es ihm am Saatgut zu moderaten Preisen.

Grüße

Das mit den getrockneten Brennesseln hab ich schon einige male gemacht, das Problem bei mir ist, dass es sich um eine Hanglage handelt und der alte Mann (nämlich ich) keine Lust hat schlussendlich ca. ein Hektar Brennesseln mit der Motorsense abzumähen, die Ludern vermehren sich phänomenal.
Hat sich derjenige, mit dem du dich darüber unterhalten hast, schon Gedanken darüber gemacht was er mit einem Hektar schlagbaren Brennnesseln macht, wenn er sie wieder einmal loswerden möchte?

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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Dienstag 1. Juli 2014, 15:22 
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Aber mal ehrlich, Brennnesseln kann man doch relativ gut durch mähen bekämpfen.
Die wieder weg zu bekommen sollte auch mit Round-up Ultra kein Problem sein.
Die die ich letztes Jahr mit dem Mähwerk runter gemetzelt hab haben aufgegeben :twisted:

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 2. Juli 2014, 08:46 
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Round-up igitt igitt, bin zwar kein Biobauer mehr aber so etwas käme für mich nicht in Frage :o
...und dass die Brennnesseln mit niedermähen weg sind kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen,
ich habe bei einem Wiesenstück probeweise versucht sie mit den Wurzeln auszureissen aber sie kommen seit Jahren immer wieder hervor

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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 2. Juli 2014, 09:59 
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Hallo,

mit einmaligem mähen bekommst Du die auch nicht weg.
Aber mit kontinuierlichem mähen vor der Samenreife sollte es schon funktionieren.
Round-up setze ich persönlich nur mit einem Handstreichgerät ein. und zwar zur Ampferbekämpfung.
Dieses Mistzeug wächst bei uns noch und nöcher. Eigentlich wäre es mir ja egal, wenn es nicht von Jahr zu Jahr mehr werden würde. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses Jahr ein Ampferjahr ist, so viel wie dieses Jahr hatten wir noch nie.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Freitag 4. Juli 2014, 08:48 
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habe den Ampfer mit dem Ampferspaten "bekämpft", ist zeitaufwändig.
Beim biologischen Landbau gilt halt der Spruch: das Unkraut ist schneller ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: In Schafhaltung einsteigen?
BeitragVerfasst: Mittwoch 29. Oktober 2014, 07:03 
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Aber mähe mal die Brennnesseln ab, dann wirst Du erkennen, welchen Futterwert die Brennnessel eigentlich hat, und wie gerne die von den Schafen gefressen wird.???

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