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 Betreff des Beitrags: Pachtpreise für Pisten
BeitragVerfasst: Mittwoch 2. Januar 2013, 23:05 
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Hallo!
Hat hier im Forum vielleicht jemand Richtpreise, was bei Schipisten so an Pacht bezahlt wird? Bei unserer Gemeinde ist das Thema gerade aktuell und die Zahlen 1.000 Euro pro ha (!). Das kommt mir dann doch ein wenig heftig vor, da würde sich Landwirtschaft entlang der Schipisten ja toll rentieren, egal wie steil die Flächen sind.
Es wird ja, zumindest bei unseren Flächen um die es geht (keine Beschneiung, wenig Schifahrer, kurze Saison) kaum etwas von der Ertragsfähigkeit der Flächen verringert, wozu also solche Beträge zahlen?
Bei uns wird mit diesen Beträgen natürlich eh kein Bauern reich, sind ja eh alles nur Flächen vom Stift... :roll:

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lg
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der mit dem Hang zum Hang... weil mache Sachen im Leben einfach steil sind!


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 Betreff des Beitrags: Re: Pachtpreise für Pisten
BeitragVerfasst: Donnerstag 3. Januar 2013, 10:01 
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Wenn keine anderen Flächen zur Verfügung stehen........kommt mir vor wie der Witz vom ausgebüxten Affen: der saß auf einem Baum und wollte nicht runter, keine Banane, auch die Feuerwehr mit dem Sprungtuch richtet nichts aus. Da kommt ein Pater des Weges und wird um Rat gefragt. Der beginnt zu beten, macht zum Schluß das Kreuzzeichen, und der Affe saust runter.....der hat das so verstanden......"wennst net oba kommst, schneidn ma den Bam um"...........
Und was die Piste betrifft...alles hat seinen Preis, besonders die rk....
helmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Pachtpreise für Pisten
BeitragVerfasst: Freitag 4. Januar 2013, 08:56 
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leitn hat geschrieben:
Hallo!
Hat hier im Forum vielleicht jemand Richtpreise, was bei Schipisten so an Pacht bezahlt wird? Bei unserer Gemeinde ist das Thema gerade aktuell und die Zahlen 1.000 Euro pro ha (!). Das kommt mir dann doch ein wenig heftig vor, da würde sich Landwirtschaft entlang der Schipisten ja toll rentieren, egal wie steil die Flächen sind.
Es wird ja, zumindest bei unseren Flächen um die es geht (keine Beschneiung, wenig Schifahrer, kurze Saison) kaum etwas von der Ertragsfähigkeit der Flächen verringert, wozu also solche Beträge zahlen?
Bei uns wird mit diesen Beträgen natürlich eh kein Bauern reich, sind ja eh alles nur Flächen vom Stift... :roll:


Bei uns hier oben in Schleswig-Holstein gehen die Pachtpreise schon in Richtung 800 Euro/ha. Grund sind die vielen Biogasanlagen , mit denen sich eine goldene Nase verdient wird. Leider werden die Flächen für den dazugehörigen Maisanbau knapp. Daher steigen die Pachten.

Wenn man bedenkt, was mit den Pisten so verdient wird, ist 1000 Euro eher noch zu wenig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pachtpreise für Pisten
BeitragVerfasst: Freitag 4. Januar 2013, 10:22 
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hans peper hat geschrieben:
leitn hat geschrieben:
Hallo!
Hat hier im Forum vielleicht jemand Richtpreise, was bei Schipisten so an Pacht bezahlt wird? Bei unserer Gemeinde ist das Thema gerade aktuell und die Zahlen 1.000 Euro pro ha (!). Das kommt mir dann doch ein wenig heftig vor, da würde sich Landwirtschaft entlang der Schipisten ja toll rentieren, egal wie steil die Flächen sind.
Es wird ja, zumindest bei unseren Flächen um die es geht (keine Beschneiung, wenig Schifahrer, kurze Saison) kaum etwas von der Ertragsfähigkeit der Flächen verringert, wozu also solche Beträge zahlen?
Bei uns wird mit diesen Beträgen natürlich eh kein Bauern reich, sind ja eh alles nur Flächen vom Stift... :roll:


Bei uns hier oben in Schleswig-Holstein gehen die Pachtpreise schon in Richtung 800 Euro/ha. Grund sind die vielen Biogasanlagen , mit denen sich eine goldene Nase verdient wird. Leider werden die Flächen für den dazugehörigen Maisanbau knapp. Daher steigen die Pachten.

Wenn man bedenkt, was mit den Pisten so verdient wird, ist 1000 Euro eher noch zu wenig.

Also unser Lift mach im Jahr rd. 100.000€ Verlust, den die Gemeinde tragen muss. Also nix mit viel verdienen.
Das die Preise bei Top-Schigebieten anders bewertet werden müssen ist mir schon klar.

Aber das die Gemeinde den Grundbesitzer das Geld in den A... schiebt kann doch auch nicht sein? bei uns sind für solche Flächen wie sie hier als Pisten zur Verfügung stehen fast gar keine Pachtzahlungen zu erwarten, die werden oftmals nur "zur Nutzung Überlassen", weil sich das sonst eh keiner antut. Biogasanlagen haben mit steilen, entlegenen Hängen ja auch nicht gerade eine Freude... :roll: (nicht das wir überhaupt BGA´s hätten)

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 Betreff des Beitrags: Re: Pachtpreise für Pisten
BeitragVerfasst: Freitag 4. Januar 2013, 12:15 
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Hier läuft das so :

Die Energiekonzerne nutzen Strohmänner, um Bauernhöfe zu kaufen. Sie zahlen Preise, die kein Bauer ablehnen kann.
Dann werden Biogasanlagen installiert, bis 1 MW (= 1000 KW / Std). Dazu braucht man Unmengen Mais, und nur wer Land oder Pachtverträge vorweisen kann bekommt die volle Einspeisevergütung.

Das bedeutet :

Die Energiekonzerne machen das Biogasgeschäft, der Steuerzahler zahlt brav die Kosten der "Energiewende".

Rechnet man :

1000 KW/Std = ca. 23 000 KW/Tag = ca 8 400 000 KW per anno

8 400 000 KW/Jahr x 0,16 cent = 1 344 000 Euro /Jahr

Damit läßt sich gut wirtschaften. Kann ein "Strohpuppen"-Landwirt mit Knecht bedienen. Den Rest machen Lohnunternehmer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pachtpreise für Pisten
BeitragVerfasst: Freitag 4. Januar 2013, 16:56 
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leitn hat geschrieben:
Biogasanlagen haben mit steilen, entlegenen Hängen ja auch nicht gerade eine Freude... :roll:


da gehen nur bio-Geiß-Anlagen :D

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